MONTREUX, Schweiz, 8. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Vom 27. bis 28. April 2026 fand in Montreux, Schweiz, die Jahrestagung des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) statt. Auf diesem führenden globalen Nachhaltigkeitsforum kamen fast 600 Teilnehmer aus führenden Unternehmen weltweit zusammen, um kritische Themen wie die Agenda 2030 zur Emissionsreduzierung und die Kreislaufwirtschaft zu diskutieren.

Zhou Lingkun, Präsident von Linglong Tire, wurde eingeladen, auf der Sitzung „China Sustainable Business Practice" zu sprechen. Er erklärte, dass nachhaltige Entwicklung vor dem Hintergrund der globalen „Dual-Carbon"-Ziele zu einer Pflichtaufgabe für Unternehmen geworden sei. Linglong hat grüne und CO2-arme Grundsätze in seine Kernstrategie integriert und verfolgt das Ziel, ein grünes Ökosystem entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette aufzubauen. Das Unternehmen hat sich klare Klimaneutralitätsziele gesetzt: eine Senkung der Emissionen um 52,07 % bis 2035 und das Erreichen von Netto-Null-Emissionen bis 2050.
Während der Veranstaltung wurde Linglong Tire offiziell seine WBCSD-Mitgliedschaftsurkunde überreicht. Linglong ist der erste Reifenhersteller auf dem chinesischen Festland, der Mitglied der Global Platform for Sustainable Natural Rubber (GPSNR) geworden ist. Das Unternehmen unterstützt Projekte für FSC-zertifizierten Naturkautschuk, um die Lebensgrundlagen von Kautschukbauern zu fördern, zum Erhalt der Wälder beizutragen und die Rechte von Beschäftigten, indigenen Völkern sowie lokalen Gemeinschaften zu schützen. Im Bereich Ressourcenrecycling fördert Linglong die Verwendung von flüssigem Altreifenkautschuk und Pyrolyse-Ruß, um Altreifen effektiv zu nutzen und einen geschlossenen Ressourcenkreislauf sicherzustellen.
Ein besonderer Höhepunkt war die Präsentation des neu entwickelten Reifens von Linglong, der zu 85 % aus nachhaltigen Materialien besteht. Dieser Reifen besteht zu mehr als 60 % aus biobasierten, erneuerbaren Materialien und zu etwa 25 % aus recycelten Materialien. Damit steht er an der Spitze der chinesischen Reifenindustrie und zählt weltweit zu den führenden Produkten. Er nutzt innovative Materialien wie Silica aus Reishülsenasche und biobasierten Kautschuk, um herkömmliche erdölbasierte Bestandteile zu ersetzen. Dadurch wird der CO2-Fußabdruck des Produkts bereits an der Quelle deutlich reduziert. Entscheidend ist, dass der Reifen weiterhin Spitzenleistung bietet und in zentralen Bereichen wie Rollwiderstand und Nasshaftung die höchste Klasse „A" des EU-Reifenlabels erfüllt.
Präsident Zhou erklärte, dass der Reifen mit 85 % nachhaltigen Materialien erst ein neuer Ausgangspunkt sei. Das langfristige Ziel von Linglong besteht darin, bis 2040 einen Reifen aus 100 % nachhaltigen Materialien zu entwickeln. Der Beitritt zum WBCSD bedeutet eine internationale Anerkennung der Nachhaltigkeitsbemühungen von Linglong. Das Unternehmen plant, sich intensiv an globalen Diskussionen zu beteiligen und gemeinsam mit anderen an einer grüneren Zukunft der Mobilität zu arbeiten.
Foto – https://mma.prnewswire.com/media/2974627/Linglong_Tire_s_CEO_Presented_at_WBCSD.jpg
View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/linglong-tire-prasentiert-nachhaltigen-konzeptreifen-beim-world-business-council-for-sustainable-development-302766766.html
Österreich hat wegen mutmaßlicher Abhör-Spionage drei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Wien ausgewiesen und damit seinen Kurs gegenüber ausländischen Geheimdiensten deutlich verschärft. Auslöser sind umfangreiche Antennenanlagen auf den Dächern der russischen Botschaft im dritten Wiener Gemeindebezirk sowie auf einer russischen Diplomatensiedlung in der Donaustadt. Über diese Signalaufklärungsanlagen sollen nach Angaben österreichischer Behörden Daten abgefangen werden, die unter anderem von internationalen Organisationen über Satelliteninternet übermittelt werden.
Der Verfassungsschutz verweist in seinem aktuellen Bericht ausdrücklich auf die Anlage in der Donaustadt und warnt vor einem Reputationsschaden für Österreich durch die von Wien ausgehenden Aktivitäten. Die Direktorin des Staatsschutzes (DSN), Sylvia Mayer, stuft die russischen Signalaufklärungsanlagen aufgrund ihrer Größe und technischen Ausstattung als bedeutenden Risikofaktor ein. Neben Russland nennt der Bericht auch China und den Iran als besonders aktive Akteure, die eine hybride Bedrohungsstrategie mit Cyberangriffen, Spionage und Desinformation verfolgen.
Die Justiz hatte gegen drei technische Mitarbeiter der russischen Botschaft wegen des Verdachts geheimdienstlicher Tätigkeit im Zusammenhang mit den Abhöranlagen ermittelt. Um weitergehende Untersuchungen zu ermöglichen, forderte das Außenministerium die Aufhebung ihrer diplomatischen Immunität und setzte dafür eine Frist von 14 Tagen. Da Moskau dieser Aufforderung nicht nachkam, erklärte Wien die drei Betroffenen zu unerwünschten Personen. Sie mussten Österreich verlassen; ihre Immunität wurde nicht aufgehoben.
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bezeichnete Spionage als Sicherheitsproblem für Österreich und sprach von einem Kurswechsel der Regierung, die nun konsequenter dagegen vorgehen wolle. Es sei inakzeptabel, diplomatische Privilegien für nachrichtendienstliche Zwecke zu nutzen, habe Wien der russischen Seite unmissverständlich mitgeteilt. Russland kündigte laut der staatlichen Nachrichtenagentur RIA eine harte Reaktion auf die Ausweisungen an. Seit Beginn des Ukraine-Krieges hat Österreich nach Behördenangaben insgesamt 14 Mitarbeiter der russischen Botschaft ausgewiesen, dennoch sind weiterhin rund 220 Personen an russischen Vertretungen im Land akkreditiert.
Parallel zu den diplomatischen Maßnahmen treibt die Bundesregierung eine Reform des Strafrechts voran. Staatssekretär Jörg Leichtfried erklärte, man befinde sich in Schlussverhandlungen über ein neues Spionagegesetz. Der bislang stark eingeschränkte Spionagebegriff solle deutlich erweitert werden, um verdeckte Einflussnahme und technische Aufklärung besser erfassen zu können. Die Ausweisung der drei Techniker wertet die DSN-Führung als Schritt, um die Risiken durch die Antennenanlagen in Wien zu reduzieren, während sich die Beziehungen zwischen Wien und Moskau weiter eintrüben.