Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) prüfen derzeit die wirtschaftliche und operative Nachhaltigkeit des Schienengüterverkehrs zwischen Osttirol und Kärnten. In der regionalen Wirtschaft sorgten zuletzt Befürchtungen darüber für Unruhe, dass Züge gestrichen oder Einschränkungen vorgenommen werden könnten. Dies betrifft insbesondere Unternehmen, die direkt an das ÖBB-Netz angebunden sind und auf den Schienentransport angewiesen sind.
Pressesprecher Herbert Hofer gab gegenüber der „Krone“ Entwarnung und erklärte, dass derzeit keine Einstellung des Verkehrs geplant sei. Dennoch sieht sich die ÖBB Rail Cargo Group mit erheblichen Herausforderungen in der Region Lienz konfrontiert. Insbesondere die Personalverfügbarkeit sowie massiv gestiegene Kosten in den vergangenen Jahren machen den Betrieb dort sehr ressourcenintensiv.
Um die Produktion des Einzelwagenverkehrs effizienter zu gestalten, prüfen die ÖBB nun verschiedene Anpassungen. In Betracht gezogen werden eine Bündelung von Verkehren oder eine angepasste Bedienung, um Kosten und den Personalbedarf zu senken. Hofer bestätigte, dass bereits Gespräche mit betroffenen Firmen laufen, um deren spezifische Bedürfnisse im Detail zu bewerten, bevor eine finale Entscheidung getroffen wird.
Parallel dazu setzt sich die Politik für den Erhalt des Angebots ein. Landesrat René Zumtobel gab bekannt, dass es nach Gesprächen gelungen sei, das Angebot für die verladenden Unternehmen in Osttirol vorerst aufrechtzuerhalten. Für eine langfristige Absicherung fordert Zumtobel jedoch ein gemeinsames Konzept, das sowohl die preislichen und personellen Herausforderungen der ÖBB als auch die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft berücksichtigt.


