Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) hat die Führungsebene des Energieversorgers Kelag sowie der Tochtergesellschaft Kärnten Netz GmbH zu einem sogenannten „Klärungsgespräch“ zitiert. Grund für diesen Schritt ist die angekündigte Erhöhung der Netzgebühren in Kärnten, die ab dem Jahr 2027 in Kraft treten soll. Die Kosten sollen laut den Plänen um knapp zehn Prozent steigen.
In einer am Montag veröffentlichten Aussendung äußerte Fellner scharfe Kritik an den Plänen der Energieversorger. Er bezeichnete die bevorstehende Preiserhöhung als „völlig unverständlich und schlichtweg nicht nachzuvollziehen“. Die politische Reaktion verdeutlicht den Widerstand der Landesregierung gegen die steigenden Kosten für die Netzinfrastruktur.
Neben der Forderung nach einer Erklärung drängt die Kärntner Landesregierung zudem auf eine systemische Änderung der Preisgestaltung. Konkret fordert die Regierung die Einführung eines bundesweit einheitlichen Netztarifs. Ziel ist es, die regionalen Unterschiede bei den Netzkosten zu beseitigen.
Das Treffen zwischen dem Landeshauptmann und den Spitzen der Kelag sowie der Kärnten Netz GmbH soll nun die Grundlage für eine Lösung schaffen. Ob die Energieversorger auf die Kritik der Landesregierung reagieren oder an den geplanten Erhöhungen festhalten, bleibt abzuwarten. Die Diskussion unterstreicht die aktuellen Spannungen zwischen staatlicher Aufsicht und energiewirtschaftlichen Kalkulationen.



