Die weltweite Zahl der Menschen, die an schweren Essstörungen wie Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa leiden, hat ein kritisches Niveau erreicht. Aktuellen Daten zufolge leben derzeit mehr als 18 Millionen Menschen global mit diesen psychischen Erkrankungen. Diese Entwicklung verdeutlicht die wachsende gesundheitliche Belastung in verschiedenen Regionen der Welt.
Die statistische Auswertung zeigt einen signifikanten Aufwärtstrend über die letzten Jahrzehnte. Seit dem Jahr 1990 ist die Zahl der Betroffenen bereits um rund 70 Prozent angestiegen. Experten prognostizieren, dass diese Tendenz nicht stagnieren wird, sondern bis zum Jahr 2050 weiter wachsen wird.
Besonders hervorgehoben wird in diesem Zusammenhang die Situation in Europa. Österreich gehört laut der aktuellen Erhebung zu den am stärksten betroffenen Ländern weltweit. Dies unterstreicht die regionale Intensität dieser psychischen Störungen und die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen.
Die Grundlage für diese Erkenntnisse bildet eine umfassende Berechnung der globalen Krankheitslast. Die entsprechenden Ergebnisse wurden im Fachjournal "JAMA Psychiatry" veröffentlicht. Die Studie liefert damit eine fundierte wissenschaftliche Basis für die Analyse der globalen Zunahme von Anorexie und Bulimie.



