LOMÉ, Togo, 22. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Das Sekretariat der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AfCFTA) hat sich mit Rendeavour, Afrikas neuem Städtebauer, zusammengetan, um die Umsetzung der AfCFTA durch infrastrukturgestützte Industrialisierung, integrierte Wirtschaftszonen und handelsfördernde Stadtentwicklung auf dem gesamten Kontinent zu unterstützen.

Die Partnerschaft wurde auf der Biashara Afrika 2026 unterzeichnet, der wichtigsten Plattform des AfCFTA-Sekretariats für den Privatsektor, die Staatsoberhäupter, Minister, Regulierungsbehörden, Investoren und Wirtschaftsführer zusammenbringt, um den innerafrikanischen Handel und die Industrialisierung voranzutreiben.
Im Rahmen der Partnerschaft wird Rendeavour das AfCFTA-Sekretariat dabei unterstützen, die Rolle von Sonderwirtschaftszonen (SWZ) als Motor der Industrialisierung zu fördern, privates Kapital für handelsfördernde Infrastrukturen zu mobilisieren und die Entwicklung von Handels- und Industriekorridoren in Verbindung mit integrierten industriellen und städtischen Ökosystemen zu unterstützen.
Mit einem gemeinsamen BIP von mehr als 3,4 Billionen USD wird das AfCFTA bis 2035 voraussichtlich zusätzliche 450 Milliarden USD an Einkommen auf dem gesamten Kontinent freisetzen. Dennoch macht der innerafrikanische Handel immer noch nur 14 % des gesamten afrikanischen Handels aus, was den Bedarf an Infrastrukturen verdeutlicht, die Produktion, Logistik und grenzüberschreitenden Handel in großem Umfang ermöglichen.
„Afrika ist nicht nur die am schnellsten wachsende Region der Welt, sondern wird mit der Zeit auch zu einem der sichersten und zuverlässigsten Ziele für Investitionen werden", sagte Stephen Jennings, Gründer und CEO von Rendeavour. „Als erster Partner des Privatsektors bei der Umsetzung des AfCFTA sind die Städte von Rendeavour für ihre Infrastruktur und ihr Betriebsumfeld bekannt, in denen Investitionen, Produktion und Handel florieren können."
S. E. Wamkele Mene, Generalsekretär des AfCFTA-Sekretariats, sagte: „Die Umsetzung der AfCFTA erfordert strategische Partnerschaften, die die Möglichkeiten des Abkommens in wirtschaftlich tragfähige Industrie- und Handelsökosysteme umsetzen können. Diese Partnerschaft spiegelt das wachsende Vertrauen des Privatsektors in den afrikanischen Binnenmarkt und in die industrielle Zukunft wider."
Die von amerikanischen, norwegischen, neuseeländischen und britischen Investoren unterstützten Rendeavour-Städte in Kenia, Nigeria, Ghana, Sambia und der Demokratischen Republik Kongo gehören zu den größten Stadtentwicklungsprojekten des Kontinents und dienen als Knotenpunkte für Unternehmen, Wohnungen, Bildung und Erholung in infrastrukturfähigen Wirtschaftszonen. Die derzeitige Entwicklung des Rendeavour-Ökosystems hat einen Wert von mehr als 5 Mrd. USD und umfasst 250 Unternehmen, Schulen mit mehr als 6.000 Schülern und 10.000 Wohnungen mit gemischtem Einkommen.
Zum Portfolio von Rendeavour gehören Tatu City in Kenia; Alaro City und Jigna City in Nigeria; Appolonia City und King City in Ghana; Roma Park in Sambia; und Kiswishi City in der Demokratischen Republik Kongo.
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Österreich hat wegen mutmaßlicher Abhör-Spionage drei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Wien ausgewiesen und damit seinen Kurs gegenüber ausländischen Geheimdiensten deutlich verschärft. Auslöser sind umfangreiche Antennenanlagen auf den Dächern der russischen Botschaft im dritten Wiener Gemeindebezirk sowie auf einer russischen Diplomatensiedlung in der Donaustadt. Über diese Signalaufklärungsanlagen sollen nach Angaben österreichischer Behörden Daten abgefangen werden, die unter anderem von internationalen Organisationen über Satelliteninternet übermittelt werden.
Der Verfassungsschutz verweist in seinem aktuellen Bericht ausdrücklich auf die Anlage in der Donaustadt und warnt vor einem Reputationsschaden für Österreich durch die von Wien ausgehenden Aktivitäten. Die Direktorin des Staatsschutzes (DSN), Sylvia Mayer, stuft die russischen Signalaufklärungsanlagen aufgrund ihrer Größe und technischen Ausstattung als bedeutenden Risikofaktor ein. Neben Russland nennt der Bericht auch China und den Iran als besonders aktive Akteure, die eine hybride Bedrohungsstrategie mit Cyberangriffen, Spionage und Desinformation verfolgen.
Die Justiz hatte gegen drei technische Mitarbeiter der russischen Botschaft wegen des Verdachts geheimdienstlicher Tätigkeit im Zusammenhang mit den Abhöranlagen ermittelt. Um weitergehende Untersuchungen zu ermöglichen, forderte das Außenministerium die Aufhebung ihrer diplomatischen Immunität und setzte dafür eine Frist von 14 Tagen. Da Moskau dieser Aufforderung nicht nachkam, erklärte Wien die drei Betroffenen zu unerwünschten Personen. Sie mussten Österreich verlassen; ihre Immunität wurde nicht aufgehoben.
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bezeichnete Spionage als Sicherheitsproblem für Österreich und sprach von einem Kurswechsel der Regierung, die nun konsequenter dagegen vorgehen wolle. Es sei inakzeptabel, diplomatische Privilegien für nachrichtendienstliche Zwecke zu nutzen, habe Wien der russischen Seite unmissverständlich mitgeteilt. Russland kündigte laut der staatlichen Nachrichtenagentur RIA eine harte Reaktion auf die Ausweisungen an. Seit Beginn des Ukraine-Krieges hat Österreich nach Behördenangaben insgesamt 14 Mitarbeiter der russischen Botschaft ausgewiesen, dennoch sind weiterhin rund 220 Personen an russischen Vertretungen im Land akkreditiert.
Parallel zu den diplomatischen Maßnahmen treibt die Bundesregierung eine Reform des Strafrechts voran. Staatssekretär Jörg Leichtfried erklärte, man befinde sich in Schlussverhandlungen über ein neues Spionagegesetz. Der bislang stark eingeschränkte Spionagebegriff solle deutlich erweitert werden, um verdeckte Einflussnahme und technische Aufklärung besser erfassen zu können. Die Ausweisung der drei Techniker wertet die DSN-Führung als Schritt, um die Risiken durch die Antennenanlagen in Wien zu reduzieren, während sich die Beziehungen zwischen Wien und Moskau weiter eintrüben.