Nur 8 % der Unternehmen haben die tatsächlichen Kosten für die Bereitstellung von KI-Funktionen vollständig im Blick, während der Druck hinsichtlich Prognosen und Abrechnungen zunimmt.
Unternehmen wetteifern darum, künstliche Intelligenz (KI) in Umsatz umzuwandeln, doch viele tun dies, ohne eine klare Vorstellung davon zu haben, welche Kosten tatsächlich mit der Bereitstellung von KI verbunden sind.
SCHWEDEN, 26. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Die neue weltweite Studie von DigitalRoute mit dem Titel AI State of Monetization 2026: The Year Pricing Broke kommt zu dem Ergebnis, dass nur 8 % der Unternehmen äußerst zuversichtlich sind, die tatsächlichen Betriebskosten ihrer KI-Funktionen zu kennen, während fast die Hälfte (47 %) steigende KI-bezogene Kosten als größte Herausforderung nennt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Kluft zwischen den Ambitionen im Bereich der KI und der kommerziellen Reife immer größer wird. Nur 23 % geben an, dass ihr Unternehmen die Nutzung von KI sowie Kosten- und Umsatzschwankungen sehr genau vorhersagen kann, und 61 % berichten, dass die Vorhersagbarkeit der Umsätze schwieriger geworden ist.
Dies deutet darauf hin, dass die KI-Monetarisierung eine neue Phase erreicht hat. Im Jahr 2025 war die zentrale Frage, ob KI Einnahmen generieren sollte. Im Jahr 2026 besteht die Herausforderung darin, ob Unternehmen in der Lage sind, dies so gut zu bepreisen, zu messen, in Rechnung zu stellen und zu prognostizieren, dass eine Skalierung möglich ist, ohne die Margen zu schmälern.
Dieser Wandel spiegelt sich in den strategischen Treibern der KI-Monetarisierung wider. Die Sicherung der Gewinnmarge steht nun an erster Stelle und wird von 35 % der Befragten genannt, noch vor dem Druck seitens der Kunden, der Einfachheit, der Markteinführungsgeschwindigkeit und der Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch geben nur 9 % der Unternehmen an, dass sich nichts ändern muss, bevor sie KI-gestützte Umsätze mit Zuversicht steigern können.
„KI hat den Sprung vom Innovationsbudget zur kommerziellen Realität geschafft, doch die Monetarisierungsmodelle haben noch nicht Schritt gehalten", sagte Ari Vanttinen, CMO bei DigitalRoute. „Jede KI-Interaktion schafft einen Mehrwert für den Kunden, und ein Teil dieses Mehrwerts gebührt dem Anbieter in Form von Einnahmen. Der Haken dabei: Im Gegensatz zu SaaS, wo die Margen mit der Nutzerzahl steigen, steigen die KI-Kosten mit der Nutzung. Und wenn ein Unternehmen die KI-Nutzung und die damit verbundenen Kosten nicht genau nachverfolgen kann, ist es nicht in der Lage, angemessene Preise festzulegen. Das bedeutet, dass die Skalierung der KI-Einnahmen auf einer fragilen wirtschaftlichen Grundlage beruht."
Es gibt keinen Konsens darüber, wie KI monetarisiert werden sollte. Die vollständige Integration von KI in das bestehende Angebot ist mit 25 % der am häufigsten gewählte Ansatz, doch fast ebenso viele Unternehmen (23 %) befinden sich noch in der Testphase oder sind unentschlossen. Kostenpflichtige Zusatzfunktionen machen 18 % aus, API-Gebühren 15 % und ergebnisorientierte Preisgestaltung 12 %. Der Markt ist aktiv, aber immer noch fragmentiert.
Diese Fragmentierung stellt die Verantwortlichen in den Bereichen Finanzen, Produktentwicklung und Technologie vor eine weitere Herausforderung. Ohne eine festgelegte Preisgestaltungslogik müssen Unternehmen entscheiden, welche Leistungseinheit sie in Rechnung stellen, wie die Nutzung gemessen werden soll und wie sich variable KI-Kosten im Kundenangebot widerspiegeln sollen.
Hochpräzise Nutzungsdaten spielen bei diesem Wandel eine immer zentralere Rolle. Drei Viertel der Befragten (76 %) geben an, dass Nutzungsdaten in Echtzeit für die Monetarisierung von KI von entscheidender Bedeutung sind, doch 38 % nennen die Verwaltung und Nutzung von KI-Nutzungsdaten als eine ihrer größten Herausforderungen. Weitere 45 % geben an, dass sie eine bessere Datenbasis benötigen, bevor sie KI-gestützte Umsätze sicher skalieren können.
Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass es den Unternehmen an der notwendigen geschäftlichen Infrastruktur mangelt, um den Einsatz von KI in vorhersehbare, profitable Einnahmen umzuwandeln. Da KI zunehmend in jedes digitale Produkt, jeden Arbeitsablauf und jedes Kundenerlebnis integriert wird, werden diejenigen Unternehmen erfolgreich sein, die Nutzung, Kosten, Preisgestaltung, Abrechnung und Prognosen in einem einheitlichen Betriebsmodell miteinander verknüpfen können.
Den vollständigen Bericht finden Sie hier: AI State of Monetization 2026: The Year Pricing Broke – oder hören Sie sich die Hörbuchversion auf Spotify, bei Apple Books, Audible und Google Play Books an.
Informationen zu DigitalRoute
DigitalRoute ist das Unternehmen hinter UsageCloud™, der agilen Monetarisierungsplattform, die entwickelt wurde, um die gesamte Kette von der Nutzung bis zum Umsatz zu optimieren. Von rohen, unaufbereiteten Nutzungsdaten aus verschiedenen Quellen bis hin zu erfassten, abgeglichenen und abgerechneten Umsätzen – UsageCloud verwandelt jeden Nutzungsmoment in verlässliche, finanztaugliche Werte. Mehr als 400 Unternehmen aus den Bereichen SaaS, KI, Cloud-Infrastruktur, Mobilität, Medien und Telekommunikation vertrauen auf DigitalRoute, um nutzungsbasierte, hybride und ergebnisorientierte Modelle zu realisieren, ohne ihre bestehenden Abrechnungs- oder ERP-Systeme komplett austauschen zu müssen. Weitere Informationen finden Sie unter www.digitalroute.com.
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Österreich hat drei russische Diplomaten wegen des Verdachts der Spionage des Landes verwiesen und sie zu „persona non grata“ erklärt. Nach Angaben der Regierung sollen die betroffenen Mitarbeiter der russischen Vertretungen in Wien in Aktivitäten verwickelt gewesen sein, die als nachrichtendienstliche Operationen gelten. Die Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonte, es sei „inakzeptabel“, diplomatische Immunität für Spionage zu nutzen. Laut einer Erklärung aus Wien haben die drei Diplomaten Österreich bereits verlassen.
Nach Berichten des österreichischen Rundfunks ORF sollen die Diplomaten direkt in satellitengestützte Überwachungstätigkeiten involviert gewesen sein. Es geht demnach um mutmaßliche Spionage gegen in Wien ansässige internationale Organisationen unter Nutzung von Satellitentechnik auf dem Gelände der russischen Botschaft und des russischen Diplomatenkomplexes. Die Regierung hatte bereits im April die Aufhebung der diplomatischen Immunität der drei Betroffenen gefordert, Moskau kam dieser Forderung jedoch nicht nach. Die österreichische Außenministerin verwies in diesem Zusammenhang auf die „Vielzahl von Antennen“ auf den Dächern russischer Vertretungen in Wien, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden.
Wien reagiert auf den Fall auch mit einer geplanten Verschärfung des Strafrechts. Bislang ist Spionage durch ausländische Nachrichtendienste in Österreich nur strafbar, wenn sie sich direkt gegen österreichische Interessen richtet. Die Bundesregierung will nach einem Vorschlag des Justizministeriums einen zusätzlichen Tatbestand einführen, der auch die Interessen internationaler Organisationen – etwa der Vereinten Nationen und ihrer Spezialorganisationen mit Sitz in Wien – schützt. Zudem sollen bestehende Spionageparagrafen verschärft werden. Wien ist nach New York und Genf eines der wichtigsten diplomatischen Zentren weltweit und beherbergt zahlreiche internationale Einrichtungen.
Das russische Botschaftspersonal reagierte empört auf die Entscheidung. Die russische Botschaft in Wien bezeichnete die Ausweisung als „ungehörig, unbegründet, politisch motiviert und völlig inakzeptabel“ und kündigte „scharfe Gegenmaßnahmen“ an. Nach Angaben von Medien sind in Österreich rund 220 Mitarbeiter der russischen Botschaft akkreditiert; seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine im Jahr 2022 wurden bereits rund ein Dutzend russischer Diplomaten des Landes verwiesen. Nach Zählung der Nachrichtenagentur Reuters summierten sich die Ausweisungen seit 2020 auf 14 russische Diplomaten. Aus Moskau kam zunächst keine detaillierte Reaktion auf die jüngste Entscheidung der österreichischen Regierung.