
Ein vor einem halben Jahr gestartetes Wiener Präventionsprogramm für straffällige Kinder zeigt nach Darstellung der Stadt erste messbare Erfolge. Das Projekt mit dem Titel „Orientierungshilfe“ richtet sich an Minderjährige, die als sogenannte Intensivtäter gelten und regelmäßig Delikte begehen. Jugendstadträtin Bettina Emmerling (NEOS) sprach bei einer ersten Bilanz von einem Rückgang der strafbaren Handlungen unter den derzeit betreuten Kindern.
Aktuell werden 14 Buben im Alter von zehn bis 14 Jahren begleitet. Ihnen stehen professionell ausgebildete Bezugspersonen als „Buddies“ zur Seite. Ziel ist es, ein weiteres Abrutschen der strafunmündigen Jugendlichen in die Kriminalität zu verhindern. Umgesetzt wird die „Orientierungshilfe“ vom Verein „Rettet das Kind“, der sich in einer städtischen Ausschreibung durchgesetzt hat.
Nach Angaben der Stadt sind in den ersten Monaten „deutliche Fortschritte“ verzeichnet worden. Vier der Kinder haben demnach seit Beginn der Betreuung überhaupt keine Delikte mehr gesetzt, wie Ingrid Pöschmann, Sprecherin der Magistratsabteilung 11 (Kinder- und Jugendhilfe), erläuterte. Zudem besuchen die meisten der betreuten Burschen wieder regelmäßig die Schule, was von der Stadt als weiteres Stabilisierungssignal gewertet wird.
Die Zuteilung der Kinder erfolgt über eine Steuerungsgruppe, in der unter anderem auch die Exekutive vertreten ist. Die enge Kooperation mit der Polizei sei „essenziell“, betonte Pöschmann. Das Gremium soll für jedes Kind ein maßgeschneidertes Betreuungsangebot entwickeln; die „Orientierungshilfe“ ergänzt dabei bestehende Instrumente der Kinder- und Jugendhilfe. Viele der teilnehmenden Kinder kommen laut Stadt aus stark zerrütteten Familienverhältnissen, teils aus einem von Kriminalität oder Drogenkonsum geprägten Umfeld.

Die UBM Development AG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn vor Steuern von 3,9 Mio. Euro abgeschlossen und damit ihr zuvor kommuniziertes Ziel übertroffen. Entscheidend war ein starkes viertes Quartal, das den Verlust zu Jahresbeginn überkompensierte. Der Konzern nutzte die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum und konnte den bereits soliden Einzelverkauf von Wohnungen gegenüber 2024 nochmals um 12 Prozent steigern. Insgesamt setzte UBM im Jahr 2025 452 Wohneinheiten ab und erhöhte den Umsatz um 31,1 Prozent.
UBM-Chef Thomas G. Winkler sieht die Wohnimmobilienmärkte aus der Talsohle heraus: Die Assetklasse Wohnen habe die Krise hinter sich gelassen, sagte er mit Verweis auf rückläufiges Angebot, steigende Preise und eine ungebrochen hohe Nachfrage. Diese Rahmenbedingungen kommen dem Entwickler entgegen, der eine Pipeline von rund 2.000 Wohnungen in seinen Kernmärkten Österreich, Deutschland und Tschechien hält. In diesem Umfeld positioniert sich UBM nach eigenen Angaben als Anbieter, der von der Knappheit in Ballungsräumen und einem strukturell hohen Bedarf profitieren will.
Strategisch stellt der Konzern sein Portfolio zugleich breiter auf. Im Zuge eines Portfolio-Rebalancings sollen Mittel aus bestehenden Projekten freigesetzt und gezielt in das Segment „Bezahlbares Wohnen“ umgeleitet werden. In diesem Bereich diagnostiziert UBM bereits heute einen erheblichen, bislang nicht ausreichend gedeckten Nachfragedruck, der sich voraussichtlich weiter verstärken wird. Künftig will das Unternehmen mit einer klaren Zwei-Produkt-Strategie agieren: einem Segment „Bezahlbar“ und einem Premium-Segment.
Um Wohnen leistbarer zu machen, setzt UBM auf eine deutliche Reduktion der Baukosten durch Standardisierung, Vorfertigung und Modularisierung. Nach Unternehmenssicht sind zusätzlich verkürzte Genehmigungszeiten und eine Vereinfachung komplexer regulatorischer Vorgaben nötig, um Projekte schneller und günstiger realisieren zu können. Während im Premium-Segment weiterhin die Holz-Hybrid-Bauweise in urbanen Lagen im Mittelpunkt steht, verfolgt UBM im Bereich „Bezahlbares Wohnen“ einen technologieoffenen Ansatz, der auch Standorte jenseits klassischer A-Städte stärker in den Blick nimmt und das Pipeline-Volumen weiter erhöhen soll.