Einheitlicher Jugendschutz rückt auf Agenda der Staatsreform – Länder wollen „Benefit“ im Gegenzug

23.03.2026


Tirols Landeshauptmann Anton Mattle stellt eine Einigung auf ein bundeseinheitliches Jugendschutzgesetz in Aussicht und knüpft dies an weitreichendere Kompetenzen der Länder im Katastrophenschutz. In der ORF-„Pressestunde“ skizzierte der Vorsitzende der Landeshauptleute-Konferenz einen möglichen Interessensausgleich zwischen Bund und Ländern: Während Wien die seit Jahrzehnten festgefahrene Vereinheitlichung der Jugendschutzbestimmungen vorantreiben will, verlangen die Länder im Gegenzug leichteren präventiven Zugriff auf Polizei und Bundesheer im Katastrophenfall.

Mattle verwies darauf, dass die derzeitige Rechtslage mit neun unterschiedlichen Jugendschutzgesetzen für die Bevölkerung kaum nachvollziehbar sei. Es sei „unverständlich“, dass Jugendliche in Oberösterreich andere Ausgehzeiten hätten als Gleichaltrige in Tirol oder Wien. Das Thema sei zwar eine „harte Nuss“, liege nun aber erstmals konkret auf der Agenda der Staatsreform. Bereits am Montag soll die Steuerungsgruppe von Bund und Ländern erneut zusammentreten, um im Bereich Verwaltung und Verfassung „konkreter“ zu werden.

Parallel dazu schürt ein besser als erwartet ausgefallenes Budgetergebnis zusätzlichen Gestaltungsspielraum. Tirol habe bei den EU-relevanten Kennzahlen um rund 130 Millionen Euro besser abgeschlossen als ursprünglich prognostiziert, sagte Mattle. Er gehe davon aus, dass auch andere Bundesländer einen günstigeren Abschluss verzeichnen konnten. Ende des Monats sollen die gesamtstaatlichen Zahlen für 2025 präsentiert werden. Der finanzielle Rückenwind dürfte die Verhandlungsposition der Länder in der laufenden Staatsreform stärken.

In der Gesundheitspolitik gab sich Mattle kompromissbereit, zog jedoch eine klare Grenze: Ein Mitspracherecht der Länder sei in jedem Reformmodell unverzichtbar. „Eine rote Linie ist, dass ich mir als Landeshauptmann von Tirol von Wien kein Krankenhaus schließen lasse“, betonte er. Positiv bewertete er regionale Kooperationen wie die jüngst vereinbarte Zusammenarbeit zwischen der Steiermark und Oberösterreich. Darüber hinaus warb Mattle für eine Direktwahl der Landeshauptleute und begründete dies mit seinem eigenen Demokratieverständnis. Koalitionsspekulationen im Hinblick auf die Tiroler Landtagswahl und Fragen zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der FPÖ ließ er hingegen offen.

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EPH Group AG setzt auf Kontinuität und neue Expertise im Vorstand

17.03.2026


Die EPH Group AG ordnet ihr Top-Management neu und setzt gleichzeitig auf Kontinuität an der Konzernspitze. Der Aufsichtsrat des auf Hotel- und Resort-Projekte spezialisierten Unternehmens hat in seiner Sitzung vom 16. März 2026 beschlossen, das Vorstandsmandat von CEO Alexander Lühr bis zum 1. April 2027 zu verlängern. Lühr bleibt damit mindestens ein weiteres Jahr für die strategische Ausrichtung und das operative Wachstum des auf Premium- und Luxusimmobilien fokussierten Unternehmens verantwortlich.

Parallel dazu wird der Vorstand um ein weiteres Mitglied erweitert. Ab dem 1. Mai 2026 rückt Mag. Yasmin Wilfling, LL.M., für zunächst zwei Jahre in das Gremium auf. Die 37-Jährige ist gelernte Hotelfachfrau und verfügt über zwei juristische Abschlüsse – einen Magistra-iuris-Titel der Universität Salzburg sowie einen Master of Laws der Universität Wien. Sie kommt von einem auf Parkraum spezialisierten Immobilienunternehmen und bringt damit Erfahrung aus einem angrenzenden Segment der Immobilienwirtschaft in die EPH Group ein.

Mit dem Vorstandseintritt von Wilfling werden die Ressorts innerhalb der Führungsspitze neu zugeschnitten. Sie übernimmt die Verantwortung für Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Banken und Versicherungen, Recht und Compliance, Human Resources sowie Public Relations einschließlich Pressearbeit. CEO Lühr konzentriert sich ab dem 1. Mai 2026 auf Business Development, Projektentwicklung, Marketing und Sales, Investor Relations sowie IT. Die klare Trennung von Finanz- und Wachstumsressorts zielt erkennbar auf eine Professionalisierung der Strukturen und eine stärkere Fokussierung der Vorstandsarbeit.

Die EPH Group AG versteht sich als Zusammenschluss von Investoren, Projektentwicklern sowie Experten für Hotelimmobilien, Finanzierung und Kapitalmarkt. Das Unternehmen baut derzeit ein diversifiziertes Portfolio renditestarker Hotel- und Resort-Projekte im Premium- und Luxussegment in Österreich, Deutschland und weiteren europäischen Top-Destinationen auf. Dank der langjährigen Erfahrung des Teams berichtet EPH von sehr gutem Marktzugang und einer vollen Akquisitionspipeline. In Bereichen wie Feasibility Studies, Due Diligence, Bewertung, Contract Management, M&A, Portfolio-Strategie, Development und Construction arbeitet die Gesellschaft mit führenden Hotel- und Tourismus-Consulting-Unternehmen in Österreich und Deutschland zusammen, um ihre Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu begleiten.