Bajaj Mobility schließt Restrukturierung ab und bestätigt starken Ergebnissprung 2025

26.03.2026


Bajaj Mobility AG hat ihren Jahresfinanzbericht 2025 vorgelegt und damit die bereits im Januar 2026 veröffentlichten vorläufigen Zahlen bestätigt. Nach einem von Restrukturierung geprägten Start in das Geschäftsjahr gelang dem österreichischen Motorradhersteller mit Sitz in Mattighofen in der zweiten Jahreshälfte eine klare operative Wende. Der Umsatz erreichte 2025 rund 1,009 Milliarden Euro bei einem Absatz von 209.704 Einheiten.

Die finanzielle Erholung spiegelt sich in den Ergebniskennzahlen wider: Das EBITDA lag bei 874 Millionen Euro, das EBIT bei 748 Millionen Euro. Unter dem Strich verblieb ein Nettogewinn von 590 Millionen Euro. Wesentlicher Treiber war ein ausgewiesener Sanierungsgewinn in Höhe von 1,193 Milliarden Euro, der aus den eingeleiteten Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen resultiert. Parallel dazu legten die Retail-Verkäufe im zweiten Halbjahr 2025 im Vergleich zum ersten Halbjahr um rund 60 Prozent zu.

Auch die Bilanzstruktur des Unternehmens hat sich im Zuge der Neuordnung deutlich verbessert. Die Eigenkapitalquote stieg auf 24,3 Prozent, das Eigenkapital belief sich auf 385 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung wurde auf 798 Millionen Euro reduziert. Ein zentraler Hebel der Stabilisierung war der Abbau der Lagerbestände: Diese gingen um 101.153 Fahrzeuge auf 147.427 Einheiten zurück, nach 248.580 Einheiten zu Jahresbeginn. Das Management sieht darin eine wichtige Voraussetzung für künftiges profitables Wachstum.

Strategisch setzt Bajaj Mobility, vormals Pierer Mobility, weiterhin auf das Premiumsegment im Motorradmarkt. Als börsennotierte Tochtergesellschaft von Bajaj Auto Ltd. und Holding der KTM AG vereint der Konzern die Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS unter einem Dach. Sportlich verbuchte die Gruppe 2025 das erfolgreichste Motorsportjahr ihrer Geschichte und gewann 29 Meistertitel. Der vollständige Jahresfinanzbericht 2025, inklusive nichtfinanzieller Erklärung und Corporate-Governance-Bericht, ist auf der Website des Unternehmens veröffentlicht.

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Neues Erneuerbaren-Gesetz: Milliardenstrafen drohen bei Verfehlen der Ausbauziele

26.03.2026


Die österreichische Bundesregierung hat sich auf ein Erneuerbaren-Beschleunigungsgesetz (EABG) verständigt, das den Ausbau von Wind-, Sonnen- und anderer Ökostromproduktion deutlich anheben soll. Die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS will damit die jährliche Stromproduktion bis 2030 gegenüber 2020 um 27 Terawattstunden (TWh) steigern und so sowohl den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen als auch die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten verringern. Für die Beschlussfassung im Nationalrat ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich, der Entwurf soll nun ins Parlament eingebracht und mit FPÖ sowie Grünen verhandelt werden.

Kern des Gesetzes sind verbindliche Ausbauziele für jedes Bundesland. Länder und Gemeinden, die den Ausbau der Erneuerbaren aktiv unterstützen, sollen finanziell profitieren. Gleichzeitig setzt die Regierung auf deutlichen Druck: Werden die Zielvorgaben verfehlt, drohen Förderkürzungen bis hin zu Milliardenstrafen für die Länder. Besonders die Windkraft soll massiv erweitert werden; bis 2030 müssen in jedem Bundesland Windräder stehen – auch in Salzburg, Tirol und Vorarlberg, wo es bislang noch keine Anlagen dieser Art gibt.

Um das Ausbautempo zu erhöhen, sieht der Entwurf beschleunigte und vereinfachte Genehmigungsverfahren für Ökostrom-Projekte vor. Das Gesetz war ursprünglich bereits für den vergangenen Sommer als eines der Energie-„Leuchtturmprojekte“ der Dreierkoalition angekündigt worden. Nach der jüngsten Energiekrise im Zuge des Kriegs im Nahen Osten ist der Druck auf die Regierung, die Energiewende voranzubringen, weiter gestiegen. Die Grünen zeigten sich vom aktuellen Entwurf enttäuscht und sprechen von „ordentlichem Nachbesserungsbedarf“.

Die geplante Steigerung von 27 TWh verdeutlicht das Ausmaß der angestrebten Transformation. Für die Erzeugung von rund einer Terawattstunde Strom ist nach Regierungsangaben in etwa ein Donaukraftwerk in der Größenordnung von Wien-Freudenau nötig, oder alternativ etwa 75 moderne Windräder jener Dimension, wie sie derzeit auf der steirischen Freiländeralm errichtet werden. Das EABG soll die Weichen dafür stellen, dass diese zusätzliche Kapazität in den kommenden Jahren tatsächlich ans Netz geht und Österreich seine Ausbauziele im Bereich der erneuerbaren Energien erreicht.