Bestellvolumen von Alibaba.com signalisieren, dass tragbare Ventilatoren in sechs von acht europäischen Märkten stärker gefragt sind als Klimaanlagen
LONDON, 29. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Europäische Groß- und Einzelhändler positionieren ihre Bestände für den Sommer 2026 neu und weichen dabei von historischen Mustern ab.
Neue B2B-Beschaffungsdaten von Alibaba.com zeigen, dass in ganz Europa das Bestellvolumen tragbarer Ventilatoren das von Klimaanlagen übertrifft. Die Daten deuten auf eine Verschiebung hin, wie sich europäische Unternehmen auf heiße Sommer vorbereiten, angetrieben von praktischem Nutzen und nicht allein von Verbraucherpräferenzen. Im Gegensatz zu Verkaufszahlen von Endkunden zeigen B2B-Beschaffungsdaten oft Monate im Voraus, wohin sich die Nachfrage entwickelt und dienen daher als wichtiger Frühindikator für den Einzelhandel.
Beim Vergleich europäischer Bestellvolumen vom Juni 2026 mit der bereits starken Basis vom Juni 2025 heben die Daten aktuelle Trends hervor, die den europäischen Einzelhandel im Sommer prägen:
Deutsche Händler fahren vorausschauende Absicherungsstrategie
Deutschland ist der einzige der untersuchten europäischen Märkte, der ein signifikantes Wachstum sowohl bei Ventilatoren (30 Prozent) als auch bei Klimaanlagen (25 Prozent) verzeichnet. Diese zweigleisige Einkaufsstrategie deutet darauf hin, dass der deutsche Einzelhandel den Wandel im Umgang der Bevölkerung mit Hitze antizipiert und sein Sortiment entsprechend breit aufstellt.
Ventilatoren jetzt in den meisten großen europäischen Märkten beliebter als Klimaanlagen
In sechs von acht beobachteten europäischen Märkten steigen die Bestellungen von Ventilatoren schneller an als die von Klimaanlagen. Der Grund für diese Abweichung von nordamerikanischen Kühlungsgewohnheiten sind europäische Lebensrealitäten: älterer Gebäudebestand, strenge Installationsbeschränkungen in Mietobjekten, hohe Strompreise und lange Vorlaufzeiten für die Installation von Klimaanlagen. Händler reagieren, indem sie Volumen, Mobilität und Preispunkt priorisieren. In Frankreich, wo das Bestellvolumen tragbarer Ventilatoren um 31 Prozent im Jahresvergleich wuchs, spiegelt der Trend die Dynamik städtischer Mietverhältnisse wider. In Großbritannien wachsen die Ventilatorbestellungen 2,5-mal schneller als die für Klimaanlagen, während Italien ein Wachstum von 14 Prozent bei tragbaren Ventilatoren in einem bereits starken Markt verzeichnet.
Bestellvolumen wächst in Nordeuropa schneller als in Südeuropa
Die größten Beschaffungsverschiebungen finden in Märkten statt, die historisch nicht mit extremer Hitze in Verbindung gebracht werden. Schweden hat einen Anstieg der Ventilatorbestellungen um 375 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, was es zum am schnellsten wachsenden Markt für Kühlungsgeräte auf der Plattform macht. Belgien (114 Prozent) und die Schweiz (34 Prozent) folgen mit dreistelligem bzw. starkem zweistelligem Wachstum. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass Großhändler in gemäßigten Zonen die Lagerhaltung für Sommerkühlung nicht mehr als optional, sondern als notwendig ansehen, in Erwartung anhaltender Hitze. Umgekehrt bleibt Spanien der einzige Markt, in dem Klimaanlagen führend sind (+100 Prozent im Jahresvergleich), was darauf hindeutet, dass im Mittelmeerraum die Klimatisierung zur Grundvoraussetzung wird.
Hinweis für die Redaktion
Über Alibaba.com
Gegründet 1999, ist Alibaba.com eine führende Plattform für den globalen Business-to-Business (B2B) -E-Commerce, die Einkäufer und Lieferanten aus über 200 Ländern und Regionen weltweit bedient. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen an, die verschiedene Aspekte des Handels abdecken, einschließlich der Bereitstellung von Werkzeugen für Unternehmen, die ihnen helfen, ein globales Publikum für ihre Produkte zu erreichen, und der Unterstützung von Einkäufern bei der Entdeckung von Produkten, der Suche nach Lieferanten und der schnellen und effizienten Online-Bestellung. Alibaba.com ist Teil der Alibaba International Digital Commerce Group.
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Der Asbest-Skandal rund um mehrere Steinbrüche im Burgenland entwickelt sich zu einer Milliardenbelastung für die öffentliche Hand. Nach einer neuen Berechnung der Umweltorganisation Greenpeace wird der materielle Schaden durch Entsorgung und Sanierung mindestens 1,6 Milliarden Euro betragen. Betroffen sind nicht nur das Burgenland, sondern auch Teile der Steiermark, Niederösterreichs sowie Gebiete in Ungarn, in die asbesthaltiges Material geliefert oder verbaut wurde.
Grundlage der Kostenschätzung ist die Annahme, dass seit 1990 rund 26 Millionen Tonnen asbesthaltiges Gestein aus vier Steinbrüchen abgebaut wurden. Greenpeace geht davon aus, dass etwa 20 Millionen Tonnen kurz- oder langfristig auf Asbestdeponien landen werden, während der Rest als Straßenunterbau, Fundamente oder in privaten Gärten in der Umwelt verbleibt und kaum mehr rückholbar ist. Rund 20 Prozent des Abfalls sollen in Form von asbesthaltigem Asphalt anfallen, dessen Deponierung besonders aufwendig ist und künftige Straßensanierungen über Jahrzehnte verteuern dürfte.
Mindestens drei Viertel der veranschlagten 1,6 Milliarden Euro entfallen laut Greenpeace auf die Entsorgung des Materials, der Rest auf Sanierungen. Für die Rechnung wurde ein Entsorgungspreis von lediglich 50 Euro je Tonne angesetzt – etwa die Hälfte des vor Bekanntwerden des Skandals üblichen Marktpreises. Diese Kalkulation sei nur zu halten, wenn rasch neue, sichere und kostengünstige Deponien errichtet werden, etwa in bereits geschlossenen Steinbrüchen, argumentiert Greenpeace. Andernfalls könnten sich die Gesamtkosten nach Einschätzung der Organisation auf mindestens das Doppelte erhöhen.
Die von Greenpeace genannten Summen übersteigen die Umsätze der betroffenen Steinbruchbetreiber deutlich und dürften auch die finanziellen Möglichkeiten des Landes Burgenland überfordern. Die Umweltorganisation drängt daher auf ein Eingreifen des Bundes und fordert, Mittel aus der Katastrophenhilfe bereitzustellen und einen Rahmen für eine kostengünstige Entsorgung zu schaffen. Zugleich verweist sie auf die Verantwortung des zuständigen Umweltministers, für ausreichend Deponiekapazitäten zu sorgen, um Kostenrisiken zu begrenzen und die logistisch aufwendige Räumung der asbestbelasteten Materialien langfristig planbar zu machen.