SHENZHEN, China, 22. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- SINEXCEL (300693.SZ) hat für seine Stromumwandlungssysteme (PCS) StellaON 1250K/1575K die TÜV-SÜD-Zertifizierung erhalten, die die Konformität mit den deutschen Normen VDE-AR-N 4110, 4120 und 4130 bestätigt. Die Zertifizierung umfasst Mittel-, Hoch- und Höchstspannungsanschlüsse und ermöglicht den Einsatz von StellaON in großtechnischen Batteriespeicherprojekten auf verschiedenen Netzebenen.
Der TÜV SÜD bewertete das Verhalten der Umrichter bei Netzstörungen, ihre Wirk- und Blindleistungsregelung sowie ihre Reaktion auf Frequenzänderungen. Der Zertifizierungsprozess kombiniert FGW-TR3-Prüfungen mit der Validierung von TR4-Simulationsmodellen im Rahmen des TR8-Programms. Ingenieure können die validierten DIgSILENT PowerFactory-Modelle nutzen, um das Verhalten der Umrichter innerhalb einer kompletten Speicheranlage zu bewerten.
Die drei Normen decken Speicheranlagen ab, die von Verteilernetzen bis hin zum Übertragungsnetz angeschlossen sind. VDE-AR-N 4130 gilt für Netze ab 220 kV, bei denen die Anschlussanforderungen die Stabilität des gesamten Stromnetzes betreffen.
Der StellaON 1250K/1575K verfügt über eine Black-Start-Fähigkeit und erreicht bei Volllast einen Wirkungsgrad von 98,5 %. Er hält die Nennleistung bei Umgebungstemperaturen von bis zu 55 °C ohne Leistungsreduzierung aufrecht und kann bis zu 60 Sekunden lang das 1,5-Fache seiner Nennleistung liefern. Eine drehzahlgeregelte Kühlung hält den Geräuschpegel auf nur 65 dB, was mehr Flexibilität ermöglicht, wenn akustische Anforderungen die Aufstellung der Anlagen einschränken.
Für Entwickler und EPC-Auftragnehmer unterstützt das Zertifikat die Auswahl von Wechselrichtern und die Erstellung technischer Spezifikationen für die jeweilige Anschlussspannung. Es bildet zudem eine Grundlage für die Anlagenzertifizierung und die Netzanschlussgenehmigung. Projektspezifische Auslegungs- und Netzanforderungen unterliegen weiterhin einer separaten Bewertung auf Anlagenebene.
StellaON hat die EU-Zertifizierung sowie nationale Zertifizierungen in Deutschland, Polen, Rumänien und anderen Märkten abgeschlossen. Es ist für den Einsatz in Rumänien, Polen, den Niederlanden, Belgien und Deutschland zugelassen. In den Vereinigten Staaten, Spanien, Österreich und Chile läuft derzeit die Zertifizierung, deren Abschluss bis Ende 2026 geplant ist.
Mehr als 15 StellaON-Projekte in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und in Afrika befinden sich in der Systemintegration, Auslieferung oder Inbetriebnahme vor Ort. Das Auftragsvolumen überstieg im ersten Halbjahr 2026 500 MW. Das PCS wurde zudem in Ländern und Regionen wie Vietnam und Myanmar unter extremen Hitze- und Feuchtigkeitsbedingungen sowie in Insel-Mikronetzanwendungen validiert.
Informationen zu SINEXCEL
SINEXCEL wurde 2007 gegründet und ist ein Pionier in den Bereichen Energiespeicherung, Ladelösungen für Elektrofahrzeuge sowie Lösungen für Energiequalität. Mit einer installierten Speicherkapazität von 17 GW, 200.000 Gleichstrom-Ladestationen für Elektrofahrzeuge und fast 20 Millionen Ampere an installierten aktiven Oberschwingungsfiltern arbeitet SINEXCEL mit Branchenführern zusammen, um Energieunabhängigkeit zu ermöglichen.
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Ein umfangreicher Auswertungsbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu digitalen Daten des verstorbenen Justiz-Spitzenbeamten Christian Pilnacek sorgt für neuen politischen und justizinternen Sprengstoff. Chatprotokolle, E-Mails und weitere Unterlagen zeichnen ein Bild tiefgreifender Konflikte innerhalb der Justiz – insbesondere zwischen der WKStA und Teilen der vorgesetzten Behörden. Parallel dazu bereitet ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Befragung von Schlüsselpersonen vor, um mögliche politische Einflussnahmen auf Ermittlungen rund um Pilnacek und dessen Tod zu beleuchten.
Aus der von der WKStA erstellten Expertise zu Pilnaceks Kommunikationsdaten geht hervor, wie der langjährige Leiter der für Strafrecht zuständigen Sektion im Justizministerium über Jahre hinweg gegenüber der WKStA Stellung bezog. Der Bericht zeigt, dass der damalige Wiener Oberstaatsanwaltschef Johann Fuchs im Juni 2019 in einer internen Nachricht erklärte, er sehe es als Aufgabe seiner Amtszeit, eine von der WKStA angeblich offengelegte „Verkommenheit“ im Berufsstand „mit allen Mitteln zu bekämpfen“. Er bezeichnete Pilnacek darin ausdrücklich als Mitstreiter. In dem Gutachten findet sich zudem Material, aus dem hervorgehen soll, wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft aufgelöst und neu aufgesetzt werden könnte.
Die Auswertung des Laptops und mehrerer Speichermedien Pilnaceks, die in einem rund 440 Seiten starken Bericht zusammengefasst wurde, behandelt auch seine Kontakte in das Umfeld der ÖVP. Der frühere Sektionschef war von 2010 bis 2020 über alle wesentlichen Strafsachen der Republik informiert und konnte als weisungsbefugter Beamter Ermittlungsschritte mitsteuern oder Berichte anfordern. Laut dem Bericht kooperierte er in dieser Zeit eng mit ÖVP-nahen Personen und wirkte an der Verteidigung von Beschuldigten mit. Nach Bekanntwerden einer Audioaufnahme aus dem Sommer 2023, in der Pilnacek Interventionen von ÖVP-Seite beklagte, leitete die WKStA ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter ein; dieser Interventionsakt ist nun ebenfalls Gegenstand des U-Ausschusses.
Der Untersuchungsausschuss, der sich mit den Umständen von Pilnaceks Tod und dem Umgang der Behörden befasst, bekommt das WKStA-Dokument zeitlich passend zur nächsten Befragungsrunde vorgelegt. Zunächst soll ein IT-Experte der WKStA, der für das Auslesen von Datenträgern zuständig ist, Auskunft geben. In den darauffolgenden Tagen werden Exekutivbeamte befragt, darunter der Leiter des Bundeskriminalamts sowie zwei Polizeibeamte aus Niederösterreich, die unter anderem mit Pilnaceks Geisterfahrt Stunden vor dem Fund seiner Leiche in einem Donau-Seitenarm befasst waren. Politisch besonders im Fokus steht der Auftritt von Innenminister Gerhard Karner und dessen Kabinettschefin, nachdem eine vom Ressort in Auftrag gegebene Schulungsunterlage für geladene Auskunftspersonen parteiübergreifend – mit Ausnahme der ÖVP – auf Kritik gestoßen war.
Die Kombination aus internen Justizchats, detaillierter Datenauswertung und politischer Aufarbeitung im Parlament verschärft die Debatte über das Verhältnis zwischen Ministerien, Staatsanwaltschaften und Parteien. Während die WKStA ihre Auswertungsergebnisse in den U-Ausschuss einbringt, suchen Abgeordnete nach Antworten auf die Frage, ob und in welchem Ausmaß versucht wurde, auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen – sowohl in prominenten Wirtschafts- und Korruptionsfällen als auch im Zusammenhang mit den Untersuchungen nach dem Tod eines der einflussreichsten Justizbeamten der vergangenen Jahre.