Socfin veröffentlicht seine Nachhaltigkeitsstrategie 2026-2031 und die aktualisierte Richtlinie zur verantwortungsvollen Unternehmensführung

08.10.2026

Der Palmöl- und Naturkautschuk-Konzern legt fünf ESG-Schwerpunkte für seine Aktivitäten in Afrika und Asien fest, die von der Rückverfolgbarkeit der Lieferkette bis hin zur Sorgfaltspflicht im Bereich der Menschenrechte reichen.

FRIBOURG, Schweiz, 8. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Die Socfin-Gruppe, ein agroindustrieller Konzern, der in Afrika und Asien Naturkautschuk und Palmöl produziert, hat ihre Nachhaltigkeitsstrategie für den Zeitraum 2026–2031 sowie eine aktualisierte Richtlinie zum verantwortungsvollen Management (Responsible Management Policy, RMP) veröffentlicht und damit einen gemeinsamen Ansatz festgelegt, der die Prioritäten der Gruppe in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung bis 2031 vorgeben soll.

A quote from Céline Schmitz, Head of Sustainability at Socfin Group

Die beiden Dokumente sind so konzipiert, dass sie zusammenwirken. Die Nachhaltigkeitsstrategie legt die langfristige Ausrichtung, die Prioritäten und den Fahrplan von Socfin fest, während der RMP die Verpflichtungen, die Governance-Grundsätze und die Zuständigkeiten darlegt, die als Leitlinien für die Umsetzung dienen. Zusammen mit dem Nachhaltigkeitsaktionsplan verbinden sie Verpflichtungen mit der Umsetzung, der Leistungsüberwachung und der kontinuierlichen Verbesserung.

Die Strategie gliedert sich in fünf Schwerpunkte:

  • Stärkung der Regierungsführung und der Transparenz
  • Natur- und Klimaschutz
  • Menschen und Gemeinschaften stärken
  • Aufbau verantwortungsvoller und rückverfolgbarer Lieferketten
  • Die ESG-Leistung vorantreiben

Diese Schwerpunkte umfassen Biodiversität, Menschenrechte, Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette, Zuverlässigkeit von ESG-Daten, Zertifizierungen und strategische Partnerschaften.

Der aktualisierte RMP baut auf Grundsätzen auf, die erstmals 2017 eingeführt und 2022 überarbeitet wurden. Sie steht im Einklang mit den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, den Grundsätzen und Kriterien des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (Roundtable on Sustainable Palm Oil, RSPO) sowie dem politischen Rahmenwerk der Globalen Plattform für nachhaltigen Naturkautschuk (Global Platform for Sustainable Natural Rubber, GPSNR).

Die Umsetzung erfolgt nach einem dreistufigen Fahrplan bis 2031, der von der Einhaltung der Vorgaben, der Strukturierung und der Stärkung der Verpflichtungen in den Jahren 2026–2027 über die Umsetzung und Konsolidierung in den Jahren 2028–2029 bis hin zu einer verstärkten Konzentration auf die Leistungsüberwachung und kontinuierliche Verbesserung in den Jahren 2030–2031 reicht.

„Diese Strategie gibt uns eine klare Richtung für die nächste Etappe unseres Weges zur Nachhaltigkeit vor. Sie bündelt unsere Prioritäten in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung in einem gemeinsamen Fahrplan und stärkt den Zusammenhang zwischen unseren Verpflichtungen, deren Umsetzung und der Art und Weise, wie wir den Fortschritt konzernweit messen." Céline Schmitz, Leiterin Nachhaltigkeit, Socfin-Gruppe

Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung und rufen Sie die Dokumente ab

Über Socfin

Socfin wurde 1905 gegründet und ist ein internationaler agroindustrieller Konzern, der im Bereich der tropischen Landwirtschaft tätig ist und dessen Aktivitäten sich in erster Linie auf die Produktion von Naturkautschuk und Palmöl konzentrieren. Die Gruppe ist in 10 Ländern in Afrika und Asien tätig und kann auf langjährige Erfahrung in der landwirtschaftlichen Entwicklung zurückgreifen. Sein Ansatz basiert auf der schrittweisen Stärkung der Umwelt- und Sozialpraktiken, einer konstruktiven Einbindung der Interessengruppen und einem Prozess der kontinuierlichen Verbesserung im Einklang mit international anerkannten Standards.

Socfin Group - Color logo

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Externe Prüfer sehen Wiener MAK nach Raubüberfall ohne Fehlverhalten

08.10.2026

Der bewaffnete Juwelenraub im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) vom 27. August ist nach Einschätzung externer Fachleute nicht auf Versäumnisse der Institution zurückzuführen. Ein 34 Seiten umfassendes Gutachten des Sicherheitsconsulting-Unternehmens LifeLine's kommt zu dem Schluss, dass das Haus sowohl bei den technischen Sicherheitsvorkehrungen als auch beim operativen Vorgehen während des Überfalls und im anschließenden Krisenmanagement korrekt gehandelt hat. Die zentrale Frage, ob das Ereignis sicherheitstechnisch und organisatorisch adäquat bewältigt wurde, beantworten die Gutachter mit einem „klaren Ja“.

Im Fokus der Untersuchung stand die Ausstellung „Glanzstücke. Van Cleef & Arpels High Jewelry x Masterpieces from the MAK Collection“, in deren Juwelenraum zwei bewaffnete Täter mitten am Nachmittag eine Vitrine einschlugen und mit einem historischen Diamantcollier flüchteten. Laut Bericht waren alle mit den Vertragspartnern vereinbarten Sicherheitsstandards und Normen erfüllt. Dazu zählten unter anderem der Einsatz von 185 Videokameras, einer dreistelligen Zahl von Alarmsensoren, speziellem Sicherheitsglas sowie geschultem Sicherheitspersonal. Der nach der Tat eingeführte Einsatz von Metalldetektoren war laut Gutachten zuvor weder verlangt noch durch bestehende Standards vorgesehen.

Besonders hervor hebt der Bericht die bewusste Entscheidung für den Vorrang des Personenschutzes vor dem Objektschutz. Aus diesem Grund verzichtete das Museum auf laute Alarmsignale während der Öffnungszeiten und auf bewaffnete Sicherheitskräfte im Ausstellungsbereich. Die direkte Alarmierung von Polizei und hauseigener Sicherheitszentrale wurde den Angaben zufolge um 14:01:22 Uhr ausgelöst und habe „optimal und effizient“ funktioniert. Auch das Verhalten der anwesenden Securitas-Mitarbeitenden wird positiv bewertet: Sie hätten eine unmittelbare Konfrontation mit den bewaffneten Tätern und damit das Risiko einer Eskalation, etwa durch Panik oder mögliche Geiselnahmen, vermieden.

Die Gutachter kommen insgesamt zu dem Befund, dass ein von professionellen Tätern geplanter und durchgeführter Raub unter regulären Öffnungsbedingungen mit „vernünftigen Mitteln“ nicht vollständig zu verhindern gewesen sei – selbst bei Einsatz moderner Überwachungstechnik und etablierter Sicherheitsprotokolle. Aus ihrer Sicht bestätigt der Fall eine bekannte Grenze musealer Schutzkonzepte: Absolute Sicherheit wäre nur um den Preis massiver Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Besucherinnen und Besuchern zu erreichen, formuliert das Gutachten sinngemäß. Das MAK wird damit für den konkreten Vorfall entlastet, auch wenn der spektakuläre Coup die Debatte über Sicherheitsstandards in Ausstellungshäusern neu anheizen dürfte.