Precisely bringt MCP-Server für Precisely Automate auf den Markt und verbindet KI-Anwendungen mit SAP-Automatisierung

14.10.2026

Neue OData-Unterstützung bringt Clean-Core-Compliance in die KI-gestützte SAP-Automatisierung

BURLINGTON, Massachusetts, 14. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Precisely, ein führender Anbieter von ganzheitlichem Datenmanagement (Unified Data Management) für KI-taugliche Daten, hat heute den Precisely Automate MCP Server und die native OData-Unterstützung in Precisely Automate angekündigt. Diese Version ermöglicht es KI-Assistenten und -Anwendungen, über eine standardbasierte Schnittstelle mit SAP®-Automatisierungs-Workflows zu interagieren und unterstützt dabei die Anforderungen von SAP Clean Core.

Precisely is the global leader in data integrity, providing accuracy, consistency, and context in data for 12,000 customers in more than 100 countries, including 93 of the Fortune 100.

Während Unternehmen ihre SAP-Umgebungen modernisieren und den Einsatz von KI ausweiten, stehen sie an zwei Fronten unter Druck. Die Clean-Core-Strategie von SAP bringt Unternehmen dazu, von veralteten Scripting-Ansätzen auf standardisierte, API-basierte Integrationen umzusteigen. Währenddessen zwingt die zunehmende Verbreitung von KI-Plattformen Teams dazu, für jedes neu eingesetzte LLM separate SAP-Verbindungen aufzubauen und zu pflegen.

„Unternehmen sollten nicht zwischen der beschleunigten Einführung von KI heute und der Vorbereitung auf die SAP-Architektur von morgen wählen müssen", sagte Ashwin Ramachandran, SVP, Product Management bei Precisely. „Der Precisely Automate MCP Server verbindet KI-Assistenten über einen offenen Standard mit SAP-Workflows. Die native OData-Unterstützung hilft Unternehmen dabei, die Automatisierung an die Clean-Core-Strategie von SAP anzupassen. Gemeinsam ermöglichen sie es Kunden, KI-fähige Daten in ihren SAP-Umgebungen produktiv einzusetzen."

Native OData-Unterstützung in Automate Studio

OData ist der von SAP bevorzugte API-Standard für die Anbindung von Anwendungen und den Datenaustausch. Er ermöglicht es KI-Anwendungen und -Agenten, über moderne, standardbasierte Integrationen mit SAP zu interagieren - anstelle von veralteten Ansätzen, die Upgrades und Migrationen erschweren können.

Die OData-Unterstützung hilft Unternehmen dabei:

  • sich an der SAP-Clean-Core-Strategie auszurichten, indem sie den von SAP bevorzugten Integrationsansatz für neue KI-gestützte Automatisierung nutzen.
  • Migrationsrisiken durch Automatisierung zu reduzieren, die speziell für SAP S/4HANA Cloud und RISE with SAP entwickelt wurde.
  • Governance und Nachvollziehbarkeit durch rückverfolgbare, API-gesteuerte Automatisierung zu verbessern.
  • Bestehende Investitionen zu schützen, indem aktuelle Automate-Studio-Skripte weiterhin unterstützt werden und gleichzeitig eine moderne Grundlage für die zukünftige Entwicklung von Automatisierungen geschaffen wird.

Precisely Automate MCP Server 

Der Precisely Automate MCP-Server, der auf dem offenen Model Context Protocol (MCP) basiert, stellt vorhandene Automate-Studio-Skripte und Evolve-Workflows als KI-aufrufbare Tools bereit. Damit bietet er jeder MCP-kompatiblen KI-Plattform eine standardbasierte Anbindung an die SAP-Automatisierung. Eine einzige Konfiguration funktioniert für Claude, ChatGPT, Microsoft Copilot und andere KI-Plattformen, die das Protokoll unterstützen, ohne dass Integrationen im Zuge der Weiterentwicklung der KI-Landschaft neu erstellt werden müssen.

Fachanwender können SAP-Informationen mithilfe natürlicher Sprache über MCP-kompatible KI-Assistenten erstellen, aktualisieren oder abrufen, während die Governance-Kontrollen weiterhin gewährleistet sind. Unternehmen können SAP-Workflows auf KI ausweiten und dabei ihre bestehenden Sicherheits-, Compliance- und Governance-Kontrollen beibehalten.

Die native OData-Unterstützung und der Automate MCP Server bieten Unternehmen einen standardbasierten Weg, jede KI-Plattform mit der SAP-Automatisierung zu verbinden. Dadurch wird der Wert bestehender Automate-Investitionen im Zuge der kontinuierlichen Weiterentwicklung der KI-Landschaft gesteigert. Der Automate MCP Server erweitert die umfassenden Investitionen von Precisely in die MCP-Unterstützung im gesamten Portfolio. Zudem hilft er Kunden dabei, vertrauenswürdige Daten, Automatisierungs- und Kundeninteraktions-Workflows über offene Standards mit KI zu verbinden.

Um mehr über den Precisely Automate MCP Server zu erfahren, eine Demo anzufordern oder zu entdecken, wie KI mit der SAP-Automatisierung zusammenspielt, besuchen Sie precisely.com/automate. 

Über Precisely 

Precisely ist ein führender Anbieter von ganzheitlichem Datenmanagement (Unified Data Management) und liefert die KI-tauglichen Daten, die Unternehmen benötigen, um KI mit Zuversicht zu skalieren. Die Precisely Platform vereint ein breites Spektrum an Data-Management-Funktionen auf einer gemeinsamen Metadaten- und semantischen Basis: Datenintegration, Datenqualität, Data Governance, Location Intelligence, Master Data Management und Kundenkommunikation. Die Plattform bietet zudem integrierte Funktionen zur Datenanreicherung und lässt sich über die gesamte Datenlandschaft hinweg einsetzen – von klassischen Business-Systemen über moderne Cloud-Plattformen bis zu den darauf aufsetzenden KI-Systemen. Dadurch können Unternehmen ihre Daten dort verwalten, wo sie liegen, anstatt eine Migration in ein einzelnes Daten-Ökosystem zu benötigen. Mehr als 12.000 Unternehmen in über 100 Ländern, darunter 92 % der Fortune 500, vertrauen auf Precisely. Weitere Informationen finden Sie unter www.precisely.com/de.  

© 2026 Precisely Software Incorporated und/oder seine verbundenen Unternehmen. Die hierin enthaltenen Informationen sind Eigentum von Precisely Software Incorporated und/oder seinen Lizenzgebern, stellen keine Einladung oder ein Angebot dar und dürfen nicht für Wettbewerbsanalysen, die Entwicklung eines Konkurrenzprodukts oder anderweitig ohne schriftliche Genehmigung vervielfältigt werden. Verweise auf künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen oder generative KI beschreiben aktuelle oder geplante Funktionen und stellen keine Zusage hinsichtlich der regionalen oder zukünftigen Verfügbarkeit, Funktionalität oder Leistung dar. KI-Funktionen sind von Natur aus probabilistisch; Ergebnisse können ungenau, unvollständig oder für einen bestimmten Zweck ungeeignet sein und sollten von einer qualifizierten Person überprüft werden, bevor sie als Grundlage für Entscheidungen oder andere Maßnahmen verwendet werden. KI-Funktionen und deren Ergebnisse werden ohne Zusicherungen oder Gewährleistungen jeglicher Art „AS IS" bereitgestellt, einschließlich hinsichtlich Genauigkeit, Vollständigkeit, Nichtverletzung von Rechten Dritter oder Eignung für einen bestimmten Zweck. Kunden sind allein für die Nutzung von KI-Funktionen und deren Ergebnissen, die von ihnen übermittelten Daten, alle Entscheidungen, die auf Grundlage eines Ergebnisses getroffen werden, sowie für die Einhaltung aller für ihre Nutzung von künstlicher Intelligenz geltenden Gesetze und Vorschriften verantwortlich, einschließlich Datenschutz- und branchenspezifischer Anforderungen sowie erforderlicher Einwilligungen, Hinweise, Offenlegungen oder Genehmigungen. Diese Pressemitteilung stellt keine Rechts-, Regulierungs-, Finanz-, Medizin- oder sonstige professionelle Beratung dar. Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen zu den Funktionen von Precisely im Bereich künstliche Intelligenz, geplanten Funktionen und erwarteten Vorteilen. Zukunftsgerichtete Aussagen basieren auf aktuellen Erwartungen und Annahmen, stellen keine Garantie für zukünftige Leistungen dar und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich abweichen. Precisely übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsgerichteter Aussagen, sei es aufgrund neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder aus anderen Gründen. „Precisely" ist eine eingetragene Marke. Alle anderen Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.  

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Wie ein verstorbener Sektionschef zum Politikum im U-Ausschuss wurde

08.10.2026

Ein umfangreicher Auswertungsbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu digitalen Daten des verstorbenen Justiz-Spitzenbeamten Christian Pilnacek sorgt für neuen politischen und justizinternen Sprengstoff. Chatprotokolle, E-Mails und weitere Unterlagen zeichnen ein Bild tiefgreifender Konflikte innerhalb der Justiz – insbesondere zwischen der WKStA und Teilen der vorgesetzten Behörden. Parallel dazu bereitet ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Befragung von Schlüsselpersonen vor, um mögliche politische Einflussnahmen auf Ermittlungen rund um Pilnacek und dessen Tod zu beleuchten.

Aus der von der WKStA erstellten Expertise zu Pilnaceks Kommunikationsdaten geht hervor, wie der langjährige Leiter der für Strafrecht zuständigen Sektion im Justizministerium über Jahre hinweg gegenüber der WKStA Stellung bezog. Der Bericht zeigt, dass der damalige Wiener Oberstaatsanwaltschef Johann Fuchs im Juni 2019 in einer internen Nachricht erklärte, er sehe es als Aufgabe seiner Amtszeit, eine von der WKStA angeblich offengelegte „Verkommenheit“ im Berufsstand „mit allen Mitteln zu bekämpfen“. Er bezeichnete Pilnacek darin ausdrücklich als Mitstreiter. In dem Gutachten findet sich zudem Material, aus dem hervorgehen soll, wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft aufgelöst und neu aufgesetzt werden könnte.

Die Auswertung des Laptops und mehrerer Speichermedien Pilnaceks, die in einem rund 440 Seiten starken Bericht zusammengefasst wurde, behandelt auch seine Kontakte in das Umfeld der ÖVP. Der frühere Sektionschef war von 2010 bis 2020 über alle wesentlichen Strafsachen der Republik informiert und konnte als weisungsbefugter Beamter Ermittlungsschritte mitsteuern oder Berichte anfordern. Laut dem Bericht kooperierte er in dieser Zeit eng mit ÖVP-nahen Personen und wirkte an der Verteidigung von Beschuldigten mit. Nach Bekanntwerden einer Audioaufnahme aus dem Sommer 2023, in der Pilnacek Interventionen von ÖVP-Seite beklagte, leitete die WKStA ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter ein; dieser Interventionsakt ist nun ebenfalls Gegenstand des U-Ausschusses.

Der Untersuchungsausschuss, der sich mit den Umständen von Pilnaceks Tod und dem Umgang der Behörden befasst, bekommt das WKStA-Dokument zeitlich passend zur nächsten Befragungsrunde vorgelegt. Zunächst soll ein IT-Experte der WKStA, der für das Auslesen von Datenträgern zuständig ist, Auskunft geben. In den darauffolgenden Tagen werden Exekutivbeamte befragt, darunter der Leiter des Bundeskriminalamts sowie zwei Polizeibeamte aus Niederösterreich, die unter anderem mit Pilnaceks Geisterfahrt Stunden vor dem Fund seiner Leiche in einem Donau-Seitenarm befasst waren. Politisch besonders im Fokus steht der Auftritt von Innenminister Gerhard Karner und dessen Kabinettschefin, nachdem eine vom Ressort in Auftrag gegebene Schulungsunterlage für geladene Auskunftspersonen parteiübergreifend – mit Ausnahme der ÖVP – auf Kritik gestoßen war.

Die Kombination aus internen Justizchats, detaillierter Datenauswertung und politischer Aufarbeitung im Parlament verschärft die Debatte über das Verhältnis zwischen Ministerien, Staatsanwaltschaften und Parteien. Während die WKStA ihre Auswertungsergebnisse in den U-Ausschuss einbringt, suchen Abgeordnete nach Antworten auf die Frage, ob und in welchem Ausmaß versucht wurde, auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen – sowohl in prominenten Wirtschafts- und Korruptionsfällen als auch im Zusammenhang mit den Untersuchungen nach dem Tod eines der einflussreichsten Justizbeamten der vergangenen Jahre.