Die Finanzierung dient der Ausweitung der Produktion von OSCPs ITAR-freien photonischen IMUs in Montreal, da die Nachfrage nach Navigationslösungen steigt, die auch bei gestörtem GNSS-Signal funktionieren.
MONTRÉAL, 1. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- OSCPS Motion Sensing Inc., firmierend unter dem Namen OSCP, gab heute bekannt, dass es eine Serie-A-Finanzierungsrunde unter der Führung von New Science Ventures und unter Beteiligung von Emerging Ventures sowie 2050 Capital abgeschlossen hat. Somu Subramaniam, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von New Science Ventures, ist dem Vorstand von OSCP beigetreten.

Die photonischen Gyroskope und Inertialsensoren (IMUs) von OSCP sind für Plattformen konzipiert, die auch dann navigationsfähig bleiben müssen, wenn GNSS-Signale gestört oder manipuliert werden oder nicht verfügbar sind – ein Problem, das mittlerweile weit über erklärte Konfliktzonen hinausreicht.
Das Unternehmen wird die Finanzmittel nutzen, um die Produktion in Montréal auszuweiten, seine Entwicklungs- und Vertriebsteams zu vergrößern und seine nächste Generation photonischer Trägheitssensoren auf den Markt zu bringen.
„Der Verlust des Satellitensignals war früher ein Problem auf dem Schlachtfeld. Heute tritt er über Flughäfen und Schifffahrtsrouten auf", sagte Kazem Zandi, Gründer und Geschäftsführer von OSCP. „Kunden wollen eine Navigation, auf die sie sich verlassen können, wenn GNSS ausfällt, und sie wollen, dass sie ITAR-frei ist. Diese Finanzierungsrunde ermöglicht es uns, hier mehr davon zu bauen – und das schneller."
„Wir freuen uns sehr darauf, dem Team von OSCP beizutreten, um die weltweit besten IMUs in Bezug auf Navigationsleistung, Größe und Kosten zu entwickeln. Diese IMUs haben das Potenzial, das Paradigma der autonomen Navigation in einer Vielzahl von Anwendungen im Verteidigungs- und Transportsektor grundlegend zu verändern", sagte Somu Subramaniam, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von New Science Ventures.
Seit Abschluss der Finanzierungsrunde im August hat OSCP „NavigationGate" eingeführt, ein Trägheitsnavigationssystem für Plattformen, die das Satellitensignal verlieren. Außerdem hat das Unternehmen die Unterstützung für ArduPilot sowie einen Open-Source-ROS 2-Treiber für seine MK2 IMU-Produktfamilie hinzugefügt und sich als Lieferant für den „Defence Drone Initiative Marketplace" Kanadas qualifiziert. Weitere Informationen finden Sie unter oscp.com.
INFORMATIONEN ZU OSCP
OSCPS Motion Sensing Inc., firmierend unter dem Namen OSCP, entwickelt und fertigt photonische Gyroskope und Trägheitsmesseinheiten. Das 2015 gegründete Unternehmen mit Sitz in Montréal, Québec, entwickelt Trägheitssensoren, die photonische Genauigkeit auf taktischem Niveau bei Größe, Gewicht, Leistungsaufnahme und Kosten von MEMS bieten – für die Navigation in Situationen, in denen GNSS gestört, beeinträchtigt oder nicht verfügbar ist. Die Kunden des Unternehmens sind in den Bereichen Raumfahrt, Verteidigung, Schifffahrt und Unterwassertechnik, Schienenverkehr, Robotik sowie autonome Bodensysteme tätig. OSCP-Produkte werden in Kanada hergestellt und unterliegen nicht den ITAR-Bestimmungen.
INFORMATIONEN ZU NEW SCIENCE VENTURES
New Science Ventures ist eine Risikokapitalgesellschaft, die in Unternehmen investiert, die neuartige wissenschaftliche Ansätze in den Bereichen Informationstechnologie und Biowissenschaften verfolgen. Das 2004 gegründete Unternehmen mit Niederlassungen in Greenwich, Connecticut, und London verwaltet ein Vermögen von mehr als 1 Milliarde US-Dollar, basierend auf dem ursprünglich zugesagten Kapital. Weitere Informationen finden Sie unter newscienceventures.com.
Pressekontakt: info@oscp.com
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Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der ORF-„Pressestunde“ brachte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz die seit Jahren umstrittene Forderung seiner Partei erneut auf den Tisch, die Strafmündigkeit in Österreich von derzeit 14 auf zwölf Jahre zu senken. „Wer früh Grenzen übertritt, der muss auch damit rechnen, dass früh Grenzen aufgezeigt werden“, sagte Wallner. Allein mit Strafrecht sei es aus seiner Sicht jedoch nicht getan; parallel brauche es ein „Netz an verpflichtenden Unterstützungen“ für betroffene Kinder und Familien.
Zur Begründung verwies Wallner auf Entwicklungen in Schweden. Dort werde über Gefängnisstrafen für 13-Jährige diskutiert, nachdem Berichte über Jugendliche kursierten, die von erwachsenen Tätern für Straftaten instrumentalisiert werden sollen. Eine „Situation wie in den Vororten Stockholms“ wolle er in Österreich verhindern, so der Landeshauptmann, der betonte, er wolle „nicht den Teufel an die Wand malen“, aber vor Fehlentwicklungen warnen. Die ÖVP hatte bereits 2024, unter anderem nach Fällen von Jugendkriminalität, eine Absenkung der Strafmündigkeit gefordert; damals war Innenminister Gerhard Karner treibende Kraft der Debatte.
In der früheren schwarz-grünen Koalition konnte sich die Volkspartei mit dieser Linie nicht durchsetzen. „Mit den Grünen war das aber praktisch unmöglich“, sagte Wallner rückblickend. Aus den Reihen der Grünen kam auch diesmal umgehend Widerspruch. Die grüne Sicherheitssprecherin Agnes Sirkka Prammer bezeichnete es als „Scheinlösung“, Zwölfjährigen mit dem Strafrecht zu begegnen, und plädierte für einen Schwerpunkt auf Prävention: Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung müssten ausgebaut werden. Die Länder seien gefordert, dafür ausreichend Ressourcen bereitzustellen.
Parallel zu der Sicherheitsdebatte positionierte sich Wallner bei der anstehenden Neuordnung der Sozialhilfe, einem der zentralen Themen, über die sich die Bundesregierung im Herbst verständigen will. Die Verhandlungen laufen bereits, in der kommenden Woche sollen sie fortgesetzt werden. Wallner betonte, es brauche „eine Sozialhilfe, die Armut verhindert“, warnte aber zugleich vor einer möglichen „Zuwanderung ins System“ und forderte klare Wartefristen für Asylberechtigte. Die Reform müsse auf eine möglichst kurze Bezugsdauer abzielen; Vorarlberg sei hier, was die Dauer des Sozialhilfebezugs betreffe, Vorreiter.
Bei den Leistungen spricht sich Wallner für eine Obergrenze aus. „Ohne Obergrenze wird es nicht gehen“, sagte er mit Blick auf die Gesamtsumme, die ein Haushalt aus der Sozialhilfe beziehen kann. Auch gestaffelte Kinderregelsätze seien aus seiner Sicht notwendig. Jedes Kind sei „gleich viel wert“, aber die Kosten verdreifachten sich nicht automatisch bei drei Kindern, argumentierte der Landeshauptmann. Die neue Sozialhilfe soll nach aktueller Planung mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Ob der enge Zeitplan hält, ließ Wallner offen, fügte aber hinzu: „Wenn man will, schon“ – und appellierte daran, die Bundesländer „möglichst schnell an den Tisch zu holen“.