Nova Biomedical treibt integrierte Arbeitsabläufe für die Zelllinienentwicklung voran: Die Produkte von NanoCellect gehören jetzt zu Nova Biomedical

25.07.2026

WALTHAM, Massachusetts, 25. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Nova Biomedical gab heute eine Transaktion bekannt, die bestimmte Vermögenswerte von NanoCellect betrifft, einem Anbieter von mikrofluidischer Zellsortiertechnologie.

Dies erweitert die Kompetenzen von Nova Biomedical im Bereich der Zelllinienentwicklung und stärkt die Fähigkeit des Unternehmens, biopharmazeutische Arbeitsabläufe von der frühen Entwicklung bis hin zur Herstellung zu unterstützen.

Die Zellsortierplattform NanoCellect® WOLF G2® ermöglicht eine schonende, mikrofluidische Zellselektion und -isolierung und ergänzt das bestehende Solentim-Portfolio von Nova Biomedical für die Klonbildung, -verifizierung und Wachstumsanalyse. Zusammen ermöglichen diese Technologien einen stärker integrierten Ansatz für die Zelllinienentwicklung – indem sie Zellselektion, Einzelzellisolierung und hochzuverlässige Klonverifizierung miteinander verknüpfen.

Diese Erweiterung des Portfolios von Nova wird die Zeitpläne für die Zelllinienentwicklung beschleunigen und die Ergebnisse der Klonauswahl verbessern, während gleichzeitig eine solidere Grundlage für die Prozessentwicklung, die Skalierung und die Herstellung geschaffen wird.

Das Portfolio von Nova Biomedical umfasst zudem robuste analytische Lösungen für die Überwachung von Zellkulturen, darunter die Metabolitenanalyse mit BioProfile®FLEX2, die Osmolalitätsmessung mit OsmoTECH® sowie die Zellzählung und Lebensfähigkeitsbestimmung mit BioProfile® FAST CDV. Diese Funktionen dienen als kritische Kontrollpunkte im gesamten Bioprozess-Workflow und kommen von der Entwicklung bis zur Produktion zum Einsatz.

Die Aufnahme der NanoCellect-Produkte treibt die Strategie von Nova Biomedical weiter voran, ein stärker vernetztes Technologieportfolio bereitzustellen, das Kontinuität, Einblicke und Entscheidungsfindung über den gesamten Lebenszyklus der Bioprozessierung hinweg unterstützt.

„NanoCellect ergänzt unser Portfolio um eine entscheidende Upstream-Fähigkeit und stärkt unsere Fähigkeit, Schlüsselschritte in der Zelllinienentwicklung miteinander zu verknüpfen", sagte John Luck, Präsident des Biopharma-Geschäftsbereichs von Nova Biomedical. „Durch die Integration der Zellsortierung mit der Klonisolierung und einer hochzuverlässigen Verifizierung sowie analytischen Kontrollpunkten wie der Zellkulturüberwachung und der Osmolalität ermöglichen wir es unseren Kunden, schneller einen geeigneten Klon zu finden und Erkenntnisse zu gewinnen, die zur Optimierung der Klonauswahl beitragen und eine bessere Leistung während der Prozessentwicklung, des Scale-ups und der Herstellung gewährleisten. Dies ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau einer stärker vernetzten und differenzierten Plattform für die Zelllinienentwicklung und die biotechnologische Prozessführung."

Informationen zu Nova Biomedical

Nova Biomedical ist ein globaler Anbieter von fortschrittlichen Analysegeräten und Lösungen für den biopharmazeutischen und klinischen Markt. Das Portfolio des Unternehmens unterstützt wichtige Arbeitsabläufe in den Bereichen Zelllinienentwicklung, Prozessentwicklung und Herstellung und ermöglicht es Kunden, ihre Produktivität, Qualität und betriebliche Effizienz zu verbessern.

Informationen zu NanoCellect

NanoCellect entwickelt mikrofluidische Zellsortiertechnologien, die für eine schonende, sterile Zellisolierung ausgelegt sind. Die Plattformen des Unternehmens kommen unter anderem in der Zelllinienentwicklung, der Einzelzellanalyse und der Zelltherapieforschung zum Einsatz.

Lisa Fahey

VP, Corporate Programs and Communications

E-Mail: lfahey@novabio.com

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Weitere Betrugsvorwürfe gegen René Benko im Signa-Komplex

15.06.2026

Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.

Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.

Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.

Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.