HAIKOU und WENCHANG, China, 16. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Der Artikel stammt aus einem Gasttagebuch in der Rubrik „Let's Hainan" der Website „China Services Info", in der Autoren ihre persönlichen Entdeckungen über die Provinz Hainan teilen. Die Website (chinaservicesinfo.com) ist eine offizielle englischsprachige Serviceplattform, die von China Daily betrieben wird. Sie bietet fundierte Informationen und praktische Dienstleistungen zu den Themen Investitionen, Bildung, Reisen und Beschäftigung in China.
Hainan steht schon seit langem auf unserer Liste der Orte in China, die wir „unbedingt mal besuchen müssen", vor allem wegen seiner erstklassigen Strände und Resorts. Jetzt, wo ich endlich dort war, muss ich zugeben, dass ich wenig darüber wusste, was die Insel zu bieten hat. Die Strände und Ferienanlagen in Sanya sind natürlich Weltklasse, aber das ist noch nicht alles.
Im Norden liegt Haikou, die Hauptstadt – ein idealer Einstieg in die Insel. Sie wächst rasant und es entstehen beeindruckende neue Gebäude, die die alten Straßen und Fassaden ergänzen. Neben diesen modernen Gebäude kennzeichnet sich Haikou durch einen besonderen Charme.
Nachts erwacht die Stadt zum Leben. Familien säumen die Straßen der Altstadt, unterhalten sich, richten Obst her und essen zu Abend. Freunde treffen sich in den Bars am Flussufer und Tanzgruppen mit älteren Damen treten am Uhrturm gegeneinander an.
Ich ging dort an einem Abend spazieren und besuchte die Altstadt noch einmal in der glühenden Mittagssonne. Da entdeckte ich die lokale Kultur des „Lao Ba Sha" – der „Tee des alten Vaters" – und genoss handverlesene Gerichte aus einer schier endlosen Auswahl von Delikatessen.
Dann kam es mir vor, als hätte ich eine Zeitreise vom alten Haikou an die Nordostküste nach Wenchang unternommen. Wenchang ist Chinas „Stadt des Weltraumtourismus" und Standort eines Raumfahrtzentrums. Wenn Sie Ihre Reise gut planen, können Sie einen Raketenstart live miterleben – von einer Aussichtsplattform im Weltraumzentrum, vom Balkon Ihres Hotels oder sogar vom Strand aus!
Wenn man ins Landesinnere fährt, verändert sich die Insel erneut. Das Zentrum ist von tropischem Regenwald bedeckt und die Luft hier gehört zu den saubersten in China. Hier können Sie die Kultur der Li-Ethnie entdecken, die seit mehr als 3.000 Jahren auf Hainan lebt.
Ich hatte auf meiner Reise entlang der Ostküste sogar noch Zeit, Surfen zu lernen. Wanning hat sich zu einem beliebten Surfort entwickelt. Wer lieber nicht im Meer lernt, kann das Surf-Resort besuchen. Dort gibt es ein Hotel mit eigenem künstlichen Wellenbad, in dem es ganz einfach ist, Surfen zu lernen – auch für absolute Anfänger, egal ob jung oder alt!
Nach all diesen Erlebnissen kann ich es kaum erwarten, mit meiner Familie wiederzukommen. Meine Kinder würden am liebsten jeden Tag am goldenen Sandstrand verbringen. Ich glaube aber, dass sie sich noch viel länger an den Regenwald, die Li-Dörfer, die alten Straßen von Haikou und einen Raketenstart erinnern würden. Ich muss mir nur noch überlegen, wie ich das alles in einem einzigen Urlaub unterbringe!
Autor: Tariq Sawyer (irischer Staatsbürger, wohnhaft in der Schweiz)
Website: babagoeschina.com
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Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.
Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.
Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.
Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.
Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.