Bolt plant mindestens 25.000 autonome Fahrzeuge von Lucid mit NVIDIA Hyperion in europäischen Metropolen einzusetzen.
NEWARK, Kalifornien, und TALLINN, Estland, 17. September 2026 /PRNewswire/ -- Lucid Group, Inc. (NASDAQ: LCID), Entwickler und Hersteller der weltweit fortschrittlichsten softwaredefinierten Fahrzeuge und Fahrzeugtechnologien, und Bolt, Europas führende Plattform für geteilte Mobilität, haben heute eine strategische Partnerschaft angekündigt. Die Unternehmen wollen gemeinsam autonome Mobilitätsangebote für Europa entwickeln, und in großem Maßstab auf den Markt bringen.

Die Kombination von Lucids softwaredefinierter Fahrzeugplattform und Bolts Erkenntnissen aus europäischen Daten, der Betriebsinfrastruktur, und der Mobilitätsexpertise ermöglicht beiden Unternehmen autonome Mobilitätsdienste in großem Maßstab zu entwickeln und einzuführen. Auf Basis der nächsten Lucid Fahrzeugplattform, Midsize, plant Bolt mindestens 25.000 voll-autonome Fahrzeuge in mehreren europäischen Städten und Ländern einzusetzen. Damit kommt das Unternehmen seinem Ziel näher bis 2035 insgesamt 100.000 autonome Fahrzeuge auf der Bolt-Plattform zu betreiben.
„Autonome Shared Mobility bietet uns die ideale Möglichkeit unsere Technologie über das Privatkundengeschäft hinaus einzusetzen", sagt Silvio Napoli, CEO Lucid. „Mit seiner Reichweite und operativen Erfahrung ist Bolt der ideale Partner, um autonome Mobilität in Europa in die Breite zu bringen. Gemeinsam wollen wir unseren Kundinnen und Kunden ein außergewöhnliches Mobilitätserlebnis bieten."
„Autonomes Fahren in Europa setzt voraus, dass Daten, Software, Fahrzeuge und Betrieb als ein Gesamtsystem zusammenspielen – zugeschnitten auf europäische Straßen und regulatorische Anforderungen", sagt Markus Villig, Gründer und CEO von Bolt. „Lucid bringt dafür eine erstklassige technologische Plattform mit. Gemeinsam werden wir Fahrzeug und Software auf Grundlage unserer Daten und unserer mehr als zehnjährigen Erfahrung aus über 850 Städten entwickeln. Niemand verfügt über bessere Voraussetzungen, um autonome Mobilitätsangebote effizient und in großem Maßstab zu betreiben."
Im Rahmen der Partnerschaft werden beide Unternehmen bereits bei der Produktentwicklung eng zusammenarbeiten. Ziel ist eine für autonome Fahrsysteme (ADS) ausgelegte Fahrzeugplattform nach SAE Level 4 zu entwickeln. Die Fahrzeugplattform setzt auf NVIDIA Hyperion: eine serienreife Referenzarchitektur und Entwicklungsplattform für autonome Fahrzeuge, die leistungsstarke Rechensysteme mit einer standardisierten Sensorik verbindet.
Auf Seiten von Bolt wird die Partnerschaft von Bolt Autonomous Driving Solutions verantwortet, der auf autonomes Fahren spezialisierten Einheit des Unternehmens. Sie entwickelt gemeinsam mit Partnern autonome Mobilitätslösungen für Europa, integriert die dafür erforderlichen Technologien und bringt sie in den kommerziellen Betrieb. Bolts Rolle reicht dabei von der Produktentwicklung bis zum späteren Betrieb der Fahrzeuge. Das Unternehmen wird Anforderungen an die Fahrzeuge sowie Vorgaben für Software, Sicherheit und Fahrgasterlebnis mitentwickeln. Darüber hinaus wird Bolt die für den großflächigen Einsatz erforderliche Flotteninfrastruktur und die entsprechenden Betriebssysteme aufbauen sowie Partnerschaften mit Städten etablieren. Bolt beabsichtigt, die Flotte selbst zu besitzen und zu betreiben.
Bei Lucid wird die Partnerschaft von der neu gegründeten Einheit Lucid Technologies verantwortet. Dort bündelt das Unternehmen seine Kompetenzen in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Fahrerassistenz (ADAS), Autonomes Fahren, und weitere digitale Technologien. Lucid Technologies soll die unternehmenseigenen Lösungen weiterentwickeln und deren Kommerzialisierung vorantreiben.
Lucid und Bolt werden mit weiteren Technologiepartnern für Autonomes Fahren sowie mit europäischen Regulierungsbehörden und politischen Entscheidungsträgern zusammenarbeiten, um die sichere und skalierbare Einführung autonomer Mobilitätsangebote in Europa voranzutreiben. Der strategische Fokus auf Europa ermöglicht beiden Unternehmen ihre Lösungen gezielt auf die hohen Anforderungen an Fahrzeuge und Technologien sowie auf die regulatorischen Rahmenbedingungen des europäischen Marktes auszurichten.
Lucid Group
Lucid Group, Inc. (NASDAQ: LCID) ist ein Technologieunternehmen, das durch Innovation außergewöhnliche Mobilitätserlebnisse schafft, um die Welt voranzubringen. Basierend auf Lucids firmeneigener Technologie und softwaredefinierten Fahrzeugarchitekturen bringt die Produktpalette des Unternehmens mit ihren preisgekrönten Fahrzeugen den Ansatz „Compromise Nothing™" von Lucid in die Premium-Segmente des globalen Automobilmarktes. Lucid entwirft und entwickelt seine Produkte im eigenen Haus und fertigt sie in seinen vertikal integrierten Werken in Arizona und Saudi-Arabien. Dies ermöglicht kontinuierliche Innovationen in den Bereichen Fahrzeuge, Software sowie fortschrittliche Fahrerassistenz- und Autonomiefunktionen.
Bolt
Bolt ist eine europäische Plattform für geteilte Mobilität und in mehr als 50 Ländern und 850 Städten aktiv. Mehr als 200 Millionen Kundinnen und Kunden nutzen die Mobilitätsangebote des Unternehmens, darunter Ride-Hailing, E-Scooter und E-Bikes sowie Carsharing. Weltweit sind mehr als 4,5 Millionen Fahrerinnen, Fahrer und Kuriere auf der Bolt-Plattform aktiv. Bolt verfolgt das Ziel, den Übergang vom privaten Pkw hin zu geteilter Mobilität zu beschleunigen und für möglichst viele Mobilitätsbedürfnisse attraktive Alternativen zum eigenen Auto anzubieten.
Bolt Autonomous Driving Solutions ist die auf autonomes Fahren spezialisierte Einheit von Bolt und arbeitet mit Fahrzeugherstellern, Technologieanbietern, Städten und Regulierungsbehörden zusammen. Sie verbindet die Reichweite der Bolt-Plattform und die Erfahrung des Unternehmens aus europäischen Städten mit Produkt- und Technologiekompetenz, um autonome Mobilitätslösungen nach Level 4 gemeinsam zu entwickeln, zu integrieren und in Europa in großem Maßstab einzuführen.
KONTAKT
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Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) holen den Bahnhofskomplex Wien-Mitte nach rund zwei Jahrzehnten wieder vollständig in den eigenen Konzern zurück. Der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur AG hat dem Rückkauf des Areals, das 2005 an die damalige BA/CA-Gruppe verkauft worden war, zugestimmt. Verkäufer ist nun eine Investorengruppe unter Führung von Morgan Stanley Real Estate Investing. Neben den Bahnanlagen umfasst die Transaktion auch das Einkaufszentrum "The Mall" sowie umfangreiche Büroflächen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart; der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und ist für Ende Dezember geplant.
Mit der Übernahme würden Immobilie und Bahninfrastruktur erstmals seit mehr als zwanzig Jahren wieder in einer Hand zusammengeführt. Wien-Mitte ist gemessen an den Fahrgastzahlen der viertgrößte Bahnhof Österreichs und ein zentraler Verkehrsknoten, an dem sich S-Bahn, mehrere U-Bahn-Linien sowie der Flughafenzug CAT treffen. Täglich halten nach Angaben der ÖBB fast 600 Züge an dem Standort. Bahnanlagen und Gebäude seien baulich und technisch eng miteinander verbunden, heißt es. Künftige Änderungen an Zugängen, Stiegen, Belüftung oder Leitungen müssen damit nicht mehr mit einem externen Immobilieneigentümer abgestimmt werden.
Die ÖBB sehen in dem Rückkauf einen strategischen Schritt, um die Entwicklung des Standorts aus einer Hand zu steuern. Das soll zusätzlichen Handlungsspielraum für die kommenden Jahrzehnte schaffen, in denen die derzeit modernisierte S-Bahn-Stammstrecke mehr Züge aufnehmen soll. Die Funktion des Standorts als Bahnhof soll nach Angaben des Unternehmens wieder stärker im Namen, an den Zugängen und in der architektonischen Gestaltung zum Ausdruck kommen. Für die bestehenden Mietverhältnisse im Einkaufszentrum und in den Büros kündigte die ÖBB an, dass diese unverändert weitergelten.
Wien-Mitte blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Der Standort wurde 1848 als Bahnhof Hauptzollamt eröffnet und ging 1934 in das Eigentum der Bahn über. Ab den späten 1950er-Jahren entstanden über den Gleisen unter anderem ein Bürotrakt und eine Markthalle, bevor die Liegenschaft 2005 veräußert wurde. Die spätere Entwicklung des Areals war von intensiven öffentlichen Debatten begleitet, unter anderem wegen geplanter Hochhäuser mit bis zu 97 Metern Höhe und der Diskussion um mögliche Auswirkungen auf den UNESCO-Welterbestatus. Mit der nun geplanten Re-Integration in den ÖBB-Konzern verknüpft das Unternehmen die Aussicht, die verkehrliche Rolle des Standorts und die bauliche Entwicklung langfristig aufeinander abzustimmen.