HONGKONG, 12. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Im Anschluss an die Konferenz „Bloomberg Invest Hong Kong 2026" am 10. Juni hielt Jeff Li, Leiter der Kapitalanlageabteilung (Global Equity) bei E Fund (Hong Kong), eine Grundsatzrede über die neue Ära der chinesischen Kapitalmärkte.
Jeff Li: China ist in eine neue Ära eingetreten
In seiner Ansprache vor internationalen Investoren am 10. Juni skizzierte Jeff Li, Leiter der Kapitalanlageabteilung für globale Aktien bei E Fund (Hongkong), drei grundlegende Veränderungen, die die Anlagewelt neu gestalten:
„Diese Veränderungen sind keine Prognosen – sie sind bereits im Gange", erklärte Li vor den Zuhörern von Bloomberg Invest. „Bei E Fund richten wir unsere globalen Aktienstrategien so aus, dass wir von diesem Wandel profitieren können."

Marktübergreifende Zusammenarbeit mit der HKEX
Als eindrucksvolles Beispiel für die marktübergreifende Zusammenarbeit, die von der Anlageabteilung von E Fund vorangetrieben wird, hat das Unternehmen eine Lizenzvereinbarung mit der Hong Kong Exchanges and Clearing Limited (HKEX) geschlossen, um den ersten ETF aufzulegen, der den HKEX Tech 100 Index nachbildet – den ersten von der HKEX selbst entwickelten Aktienindex für Hongkong.
Der Index umfasst 100 der größten Technologieunternehmen Hongkongs aus sechs Innovationsbereichen:
Insbesondere sind alle im Index enthaltenen Titel zu 100 % für den „Stock Connect" zugelassen, was es Anlegern vom chinesischen Festland ermöglicht, in großem Umfang von den dynamischen Chancen des Hongkonger Technologiesektors zu profitieren.
Märkte verbinden, langfristigen Wert erschließen
„E Fund verbindet globale Perspektiven mit fundierter lokaler Expertise – und schlägt so eine Brücke zwischen den Märkten, um langfristigen Wert zu schaffen", bekräftigte Jeff Li. Als Hauptsponsor der Bloomberg Invest Hong Kong 2026 stand E Fund in direktem Austausch mit internationalen Investoren, um gemeinsam den Weg durch diese Zeit des Wandels zu finden.
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Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.
Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.
Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.
Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.
Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.