Huawei schlägt OTN der nächsten Generation für ein AIDC-zentriertes rein optisches Netzwerk vor

15.10.2026

WIEN, 15. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Im Rahmen der NetworkX 2026 stellte Huawei auf dem „Optical Transport Innovation Summit" seine Vision für den Aufbau des rein optischen „LIGHTS"-Netzwerks vor. Huawei skizzierte drei Wellen von KI-getriebenen Chancen für Netzbetreiber und erläuterte, wie ein AIDC-zentriertes, vollständig optisches Netzwerk, das auf der OTN-Lösung der nächsten Generation von Huawei basiert, ihnen ermöglicht, ihr Geschäftswachstum voranzutreiben.

Gavin Gu delivers a speech at the summit

KI eröffnet drei Wellen von Chancen für Netzbetreiber

Die rasante Entwicklung der KI eröffnet Netzbetreibern drei Wellen von Chancen: Rechenzentrumsverbindungen für Hyperscaler, Standleitungen für die Rechenleistung von Unternehmen sowie integrierte Rechen- und Netzwerkdienste. Dies verändert den optischen Transport grundlegend: von einem Basisnetz für Verbraucher und Privathaushalte (ToC und ToH) hin zu einem Unternehmensnetz für Firmen (ToB) und KI; von einer auf Verwaltungsbezirken basierenden Planung hin zu einer AIDC-zentrierten Planung.

Die Lösung Next Generation OTN verbessert das AIDC-zentrierte, vollständig optische Netzwerk

Um diese Chancen zu nutzen, benötigen Netzbetreiber ein AIDC-zentriertes, vollständig optisches Netzwerk. Huawei schlägt das LIGHTS-Zielnetzwerk als zentrale Priorität für Netzbetreiber im KI-Zeitalter vor, das sechs Schlüsselmerkmale aufweist: Geringe Latenz, intelligenter Betrieb, umweltfreundliche Grundlage, hohe Zuverlässigkeit, Kapazität im Tbps-Bereich und Sicherheitsgarantie.

Gavin Gu, Präsident des Geschäftsbereichs Optische Übertragungsnetze bei Huawei, stellte die OTN-Lösung der nächsten Generation von Huawei vor, die dem Bedarf zum Aufbau des LIGHTS-Zielnetzwerks gerecht wird, indem sie sowohl DCI- als auch DCA-Szenarien abdeckt.

Für DCI bietet das OTN der nächsten Generation eine ultraschnelle Kapazität von 800G bis 2T sowie einen OTN-Kapazitätspool, der mit minimalem Ressourcenaufwand Kapazitäten in mehrere Richtungen vorab bereitstellt. Dies hilft Netzbetreibern, eine schnelle Markteinführungszeit (Time-to-Market, TTM) zu erreichen, die Glasfaserkapazität zu maximieren und die Anforderungen des DCI-Verkehrs an Bandbreiten im Tbps-Bereich sowie an eine schnelle Übermittlung zu erfüllen.

Für DCA bietet Huawei End-to-End (E2E)-OXC für eine vermaschte One-Hop-Direktarchitektur, WSON im Millisekundenbereich für garantierte Hochverfügbarkeit, fgOTN für flexible Bandbreiten von 10 Mbit/s bis 1 Gbit/s sowie eine integrierte QKD-Lösung für die Quantenverschlüsselung. Darüber hinaus wurde Next Generation OTN sowohl hard- als auch softwaretechnisch weiterentwickelt, um ein durchgängiges „Zero-Outage-Netzwerk" bereitzustellen.

Das volloptische LIGHTS-Netzwerk treibt das Geschäftswachstum voran

Auf Basis des volloptischen LIGHTS-Netzwerks entwickeln sich Netzbetreiber von einem reinen Bandbreiten-Vertriebsmodell hin zur Bereitstellung von Kernfunktionen und Mehrwertdiensten. Private Leitungen mit Rechenleistung entwickeln sich von einer einzigen Bandbreitendimension hin zu mehreren Dimensionen, die Bandbreite, Latenz, Zuverlässigkeit und Sicherheit umfassen. Dies ermöglicht es Netzbetreibern, differenzierte Dienste für verschiedene Branchen anzubieten und ihre Preisgestaltungsmacht zu verbessern. Gleichzeitig beschleunigt sich auch die Konvergenz von Rechen- und Netzwerkdiensten. In Hubei, China, beispielsweise kombinieren Netzbetreiber die Vorteile von Netzwerk und Rechenleistung, um integrierte Dienste branchenübergreifend in Bereichen wie Bildung, Gesundheitswesen und Finanzen einzuführen.

Das volloptische LIGHTS-Netzwerk für das KI-Zeitalter hilft Netzbetreibern dabei, KI-getriebene Chancen zu nutzen, die Monetarisierung des Netzwerks zu realisieren und Geschäftswachstum zu erzielen. Huawei wird mit Branchenpartnern zusammenarbeiten, um technologische Innovationen und Geschäftswachstum voranzutreiben und so die Entwicklung der optischen Übertragungsbranche hin zum KI-Zeitalter zu beschleunigen.

 

 

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Externe Prüfer sehen Wiener MAK nach Raubüberfall ohne Fehlverhalten

08.10.2026

Der bewaffnete Juwelenraub im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) vom 27. August ist nach Einschätzung externer Fachleute nicht auf Versäumnisse der Institution zurückzuführen. Ein 34 Seiten umfassendes Gutachten des Sicherheitsconsulting-Unternehmens LifeLine's kommt zu dem Schluss, dass das Haus sowohl bei den technischen Sicherheitsvorkehrungen als auch beim operativen Vorgehen während des Überfalls und im anschließenden Krisenmanagement korrekt gehandelt hat. Die zentrale Frage, ob das Ereignis sicherheitstechnisch und organisatorisch adäquat bewältigt wurde, beantworten die Gutachter mit einem „klaren Ja“.

Im Fokus der Untersuchung stand die Ausstellung „Glanzstücke. Van Cleef & Arpels High Jewelry x Masterpieces from the MAK Collection“, in deren Juwelenraum zwei bewaffnete Täter mitten am Nachmittag eine Vitrine einschlugen und mit einem historischen Diamantcollier flüchteten. Laut Bericht waren alle mit den Vertragspartnern vereinbarten Sicherheitsstandards und Normen erfüllt. Dazu zählten unter anderem der Einsatz von 185 Videokameras, einer dreistelligen Zahl von Alarmsensoren, speziellem Sicherheitsglas sowie geschultem Sicherheitspersonal. Der nach der Tat eingeführte Einsatz von Metalldetektoren war laut Gutachten zuvor weder verlangt noch durch bestehende Standards vorgesehen.

Besonders hervor hebt der Bericht die bewusste Entscheidung für den Vorrang des Personenschutzes vor dem Objektschutz. Aus diesem Grund verzichtete das Museum auf laute Alarmsignale während der Öffnungszeiten und auf bewaffnete Sicherheitskräfte im Ausstellungsbereich. Die direkte Alarmierung von Polizei und hauseigener Sicherheitszentrale wurde den Angaben zufolge um 14:01:22 Uhr ausgelöst und habe „optimal und effizient“ funktioniert. Auch das Verhalten der anwesenden Securitas-Mitarbeitenden wird positiv bewertet: Sie hätten eine unmittelbare Konfrontation mit den bewaffneten Tätern und damit das Risiko einer Eskalation, etwa durch Panik oder mögliche Geiselnahmen, vermieden.

Die Gutachter kommen insgesamt zu dem Befund, dass ein von professionellen Tätern geplanter und durchgeführter Raub unter regulären Öffnungsbedingungen mit „vernünftigen Mitteln“ nicht vollständig zu verhindern gewesen sei – selbst bei Einsatz moderner Überwachungstechnik und etablierter Sicherheitsprotokolle. Aus ihrer Sicht bestätigt der Fall eine bekannte Grenze musealer Schutzkonzepte: Absolute Sicherheit wäre nur um den Preis massiver Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Besucherinnen und Besuchern zu erreichen, formuliert das Gutachten sinngemäß. Das MAK wird damit für den konkreten Vorfall entlastet, auch wenn der spektakuläre Coup die Debatte über Sicherheitsstandards in Ausstellungshäusern neu anheizen dürfte.