SHANGHAI, 21. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Hengrui Pharma wird vom 23. bis 27. Oktober 2026 auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) in Madrid, Spanien, 64 Forschungsergebnisse präsentieren. Dazu gehören drei „Proffered-Paper"-Präsentationen, drei „Rapid-Oral"-Präsentationen, 32 Poster und 26 E-Poster.
Hengrui Pharma nimmt zum elften Mal in Folge teil und wird Fortschritte in mehr als zehn Krebsbereichen vorstellen sowie zum zweiten Mal in Folge einen Messestand betreiben.
Förderung von ADC-Innovationen bei Brust- und Lungenkrebs
Zwei eigenständig entwickelte ADCs, das HER2-gerichtete Trastuzumab-Rezetecan (SHR-A1811) und das HER3-gerichtete Ruzaltatug-Rezetecan (SHR-A2009), wurden für Vorträge im Rahmen der „Proffered Papers" ausgewählt. Diese Studien befassen sich mit dem Behandlungsbedarf bei Brust- und Lungenkrebs.
Trastuzumab Rezetecan wird im Rahmen von HORIZON-Breast06 vorgestellt, einer randomisierten Phase-3-Studie bei fortgeschrittenem Brustkrebs mit niedrigem HER2-Status unter der Leitung von Akademiemitglied Binghe Xu vom Krebskrankenhaus der Chinesischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften. Die Ergebnisse werden das therapeutische Potenzial des Wirkstoffs bei dieser Patientengruppe weiter untersuchen. Trastuzumab Rezetecan wird für mehr als zehn Indikationen entwickelt, darunter Brust-, Lungen-, Magen-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs.
Im Rahmen der Studie HERON-Lung01 unter der Leitung von Professor Yi-Long Wu vom Volkskrankenhaus der Provinz Guangdong werden Zwischenanalysen vorgestellt, in denen Ruzaltatug Rezetecan mit einer platinbasierten Chemotherapie bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs mit EGFR-Mutation verglichen wird, der nach einer Behandlung mit einem EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor (EGFR-TKI) fortgeschritten ist. Die chinesische Arzneimittelbehörde (National Medical Products Administration) hat den Zulassungsantrag im Juli 2026 zur Prüfung angenommen. Das ADC hat zudem von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) den „Fast-Track"-Status für EGFR-mutierten metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) erhalten, der nach einer Behandlung mit einem EGFR-TKI der dritten Generation und einer platinbasierten Chemotherapie fortschreitet. In einer Phase-3-Studie wird Ruzaltatug Rezetecan zudem in Kombination mit einem EGFR-TKI als Erstlinientherapie bei EGFR-mutiertem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC untersucht.
Mit HER2 und HER3 als zentralen Zielmolekülen hat Hengrui Pharma eine ADC-Entwicklungspipeline aufgebaut, die mehrere Zielmoleküle umfasst, und erweitert weiterhin die potenziellen Anwendungsbereiche über verschiedene Krebsarten und Behandlungsszenarien hinweg. Das Portfolio des Unternehmens verbindet die Weiterentwicklung etablierter Zielmoleküle mit der Erforschung neuer Zielmoleküle.
Ausweitung des klinischen Nutzens über etablierte und neue Therapien hinweg
Der etablierte PD-1-Inhibitor Camrelizumab von Hengrui Pharma wird in der Phase-3-Studie UNION zum Einsatz kommen, in der eine neoadjuvante Kurzzeit-Strahlentherapie, gefolgt von Camrelizumab und einer Chemotherapie, bei lokal fortgeschrittenem Rektumkarzinom untersucht wird. Im Rahmen eines „Rapid-Oral"-Vortrags werden Phase-2-Ergebnisse zum Nectin-4-gerichteten ADC SHR-A2102 bei rezidivierendem oder metastasiertem Gebärmutterhalskrebs vorgestellt.
Ein weiterer „Rapid-Oral"-Vortrag wird vorläufige Phase-2-Ergebnisse zum KRAS-G12D-Inhibitor HRS-4642 in Kombination mit einer Chemotherapie – mit oder ohne Adebrelimab – als perioperative Therapie bei KRAS-G12D-mutiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs präsentieren. HRS-4642 in Kombination mit Gemcitabin und Nab-Paclitaxel hat in China den Status einer „Breakthrough Therapy" für die Erstlinienbehandlung von fortgeschrittenem oder metastasiertem KRAS-G12D-mutiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs erhalten.
Weitergabe chinesischer Innovationen an die globale Onkologie-Community
Die Forschungs- und Entwicklungs- sowie Innovationsteams von Hengrui Pharma werden auf dem Kongress gemeinsam mit Onkologie-Experten und Forschern den internationalen wissenschaftlichen Austausch über ihre innovativen Produkte und Forschungsergebnisse fördern.
Jo Feng, Präsident und COO von Hengrui Pharma, sagte: „In diesem Jahr nehmen wir bereits zum elften Mal an der ESMO teil und präsentieren 64 Forschungsvorträge – ein neuer Rekord für Hengrui. Wir freuen uns darauf, unsere neuesten Fortschritte in der Entwicklung innovativer Medikamente zu teilen, klinische Belege für bedeutende Vorteile für Patienten zu präsentieren und weitere chinesische Innovationen zum Wohle von Patienten weltweit einzubringen.
Informationen zu Hengrui Pharma
Hengrui Pharma ist ein innovatives, globales Pharmaunternehmen, das sich der Forschung, Entwicklung und Vermarktung hochwertiger Medikamente widmet, um bisher ungedeckte klinische Bedürfnisse zu erfüllen. Zu den therapeutischen Schwerpunkten des Unternehmens zählen Onkologie, Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, immunologische und Atemwegserkrankungen sowie Neurowissenschaften. Geleitet von einer patientenorientierten Philosophie seit seiner Gründung 1970 setzt sich Hengrui Pharma weiterhin für die Förderung der menschlichen Gesundheit ein, indem es danach strebt, Krankheiten zu besiegen, die Gesundheit zu verbessern und das Leben durch die Kraft von Wissenschaft und Technologie zu verlängern. Weitere Informationen finden Sie unter Hengrui.com und folgen Sie uns auf LinkedIn.
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Der bewaffnete Juwelenraub im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) vom 27. August ist nach Einschätzung externer Fachleute nicht auf Versäumnisse der Institution zurückzuführen. Ein 34 Seiten umfassendes Gutachten des Sicherheitsconsulting-Unternehmens LifeLine's kommt zu dem Schluss, dass das Haus sowohl bei den technischen Sicherheitsvorkehrungen als auch beim operativen Vorgehen während des Überfalls und im anschließenden Krisenmanagement korrekt gehandelt hat. Die zentrale Frage, ob das Ereignis sicherheitstechnisch und organisatorisch adäquat bewältigt wurde, beantworten die Gutachter mit einem „klaren Ja“.
Im Fokus der Untersuchung stand die Ausstellung „Glanzstücke. Van Cleef & Arpels High Jewelry x Masterpieces from the MAK Collection“, in deren Juwelenraum zwei bewaffnete Täter mitten am Nachmittag eine Vitrine einschlugen und mit einem historischen Diamantcollier flüchteten. Laut Bericht waren alle mit den Vertragspartnern vereinbarten Sicherheitsstandards und Normen erfüllt. Dazu zählten unter anderem der Einsatz von 185 Videokameras, einer dreistelligen Zahl von Alarmsensoren, speziellem Sicherheitsglas sowie geschultem Sicherheitspersonal. Der nach der Tat eingeführte Einsatz von Metalldetektoren war laut Gutachten zuvor weder verlangt noch durch bestehende Standards vorgesehen.
Besonders hervor hebt der Bericht die bewusste Entscheidung für den Vorrang des Personenschutzes vor dem Objektschutz. Aus diesem Grund verzichtete das Museum auf laute Alarmsignale während der Öffnungszeiten und auf bewaffnete Sicherheitskräfte im Ausstellungsbereich. Die direkte Alarmierung von Polizei und hauseigener Sicherheitszentrale wurde den Angaben zufolge um 14:01:22 Uhr ausgelöst und habe „optimal und effizient“ funktioniert. Auch das Verhalten der anwesenden Securitas-Mitarbeitenden wird positiv bewertet: Sie hätten eine unmittelbare Konfrontation mit den bewaffneten Tätern und damit das Risiko einer Eskalation, etwa durch Panik oder mögliche Geiselnahmen, vermieden.
Die Gutachter kommen insgesamt zu dem Befund, dass ein von professionellen Tätern geplanter und durchgeführter Raub unter regulären Öffnungsbedingungen mit „vernünftigen Mitteln“ nicht vollständig zu verhindern gewesen sei – selbst bei Einsatz moderner Überwachungstechnik und etablierter Sicherheitsprotokolle. Aus ihrer Sicht bestätigt der Fall eine bekannte Grenze musealer Schutzkonzepte: Absolute Sicherheit wäre nur um den Preis massiver Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Besucherinnen und Besuchern zu erreichen, formuliert das Gutachten sinngemäß. Das MAK wird damit für den konkreten Vorfall entlastet, auch wenn der spektakuläre Coup die Debatte über Sicherheitsstandards in Ausstellungshäusern neu anheizen dürfte.