Die aktualisierte MDR-Zertifizierung ermöglicht die pädiatrische Versorgung, eine umfassendere Unterstützung von Insulintherapien sowie eine erweiterte Gerätekonnektivität sowohl in der eigenständigen App von Hedia als auch auf den Plattformen der Partner.
KOPENHAGEN, Dänemark, 22. September 2026 /PRNewswire/ -- Das dänische Unternehmen für digitale Therapeutika Hedia gab einen wichtigen regulatorischen Meilenstein bekannt: Es hat die offizielle Zertifizierung gemäß der Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation, MDR) erhalten, um sein digitales Diabetes-Unterstützungsangebot auf die pädiatrische Versorgung auszuweiten. Diese Genehmigung räumt Hedia das Recht ein, die bisherige Altersbeschränkung auf 18+ aufzuheben, und ebnet damit den Weg für Eltern, Erziehungsberechtigte und Betreuungspersonen, den Hedia Diabetes Assistant für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu nutzen – neben der direkten Nutzung durch Erwachsene.
Für Familien, die mit Typ-1-Diabetes bei Kindern zu kämpfen haben, ermöglicht diese Zulassung eine einfachere, kooperative Versorgung. Mit dem Update wird die pädiatrische Unterstützung sowohl in der eigenständigen Hedia-App als auch integriert in die digitalen Gesundheitsplattformen unserer Partner verfügbar sein, wodurch die Kontinuität der klinischen Arbeitsabläufe gewährleistet wird.
Darüber hinaus ermöglicht die Zulassung flexible Insulintherapien mit breiteren Behandlungsparametern, die individuell auf junge Patienten zugeschnitten werden können. Zudem eröffnet dies erweiterte Datenfunktionen und bietet nahtlose Konnektivität zwischen kontinuierlichen Glukosemessgeräten (CGMs), Smart Pens, Smartwatches und mobilen Gesundheitsplattformen.
Rasmus Kofoed, CEO von Hedia, erklärte:
„Die Erreichung dieses Meilensteins im Zulassungsverfahren ermöglicht es uns, unseren Fokus auf Kinderkliniken und die engagierten Teams auszuweiten, die junge Patienten betreuen. Die Behandlung von Diabetes bei Kindern erfordert Präzision, Flexibilität und Vertrauen. Durch die Aufhebung der Altersbeschränkung und die Genehmigung einer umfassenderen Unterstützung bei Behandlungsplänen und Geräten sind wir in der Lage, die notwendigen Verbindungen aufzubauen, um Kliniken direkt mit den Familien zu Hause zu vernetzen. Unser Ziel ist es, den Zugriff auf Daten für medizinisches Fachpersonal, Pflegekräfte und Patienten zu optimieren und so die tägliche Versorgung einfacher, sicherer und vernetzter zu gestalten."
Indem Hedia die Lücke zwischen häuslicher Pflege, Gerätedaten und klinischer Überwachung schließt, ist das Unternehmen in der Lage, die tägliche Diabetesversorgung für Familien zu optimieren und gleichzeitig eine bessere Blutzuckerkontrolle zu unterstützen. Die Entwicklung und Einführung dieser Funktionen wird in Kürze beginnen.
Informationen zu Hedia
Das 2016 gegründete Unternehmen Hedia entwickelt digitale Therapielösungen, die Erwachsenen, Kindern und Familien mit insulinabhängigem Diabetes dabei helfen, ihre Insulintherapie zu bewältigen. Der Hedia Diabetes Assistant unterstützt die Berechnung der Insulindosis anhand von Blutzuckerwerten aus angeschlossenen kontinuierlichen Glukosemessgeräten (CGMs), Blutzuckermessgeräten (BGMs) und Smart Pens, die Kohlenhydratberechnung mithilfe einer integrierten Lebensmitteldatenbank sowie die Erfassung körperlicher Aktivität. Hedia arbeitet mit Gesundheitsdienstleistern, klinischen Teams und Partnern aus dem Bereich der digitalen Gesundheit zusammen, um die Diabetesversorgung durch vernetzte, datengestützte Betreuung zu verbessern.
Website: www.hedia.com
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Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der ORF-„Pressestunde“ brachte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz die seit Jahren umstrittene Forderung seiner Partei erneut auf den Tisch, die Strafmündigkeit in Österreich von derzeit 14 auf zwölf Jahre zu senken. „Wer früh Grenzen übertritt, der muss auch damit rechnen, dass früh Grenzen aufgezeigt werden“, sagte Wallner. Allein mit Strafrecht sei es aus seiner Sicht jedoch nicht getan; parallel brauche es ein „Netz an verpflichtenden Unterstützungen“ für betroffene Kinder und Familien.
Zur Begründung verwies Wallner auf Entwicklungen in Schweden. Dort werde über Gefängnisstrafen für 13-Jährige diskutiert, nachdem Berichte über Jugendliche kursierten, die von erwachsenen Tätern für Straftaten instrumentalisiert werden sollen. Eine „Situation wie in den Vororten Stockholms“ wolle er in Österreich verhindern, so der Landeshauptmann, der betonte, er wolle „nicht den Teufel an die Wand malen“, aber vor Fehlentwicklungen warnen. Die ÖVP hatte bereits 2024, unter anderem nach Fällen von Jugendkriminalität, eine Absenkung der Strafmündigkeit gefordert; damals war Innenminister Gerhard Karner treibende Kraft der Debatte.
In der früheren schwarz-grünen Koalition konnte sich die Volkspartei mit dieser Linie nicht durchsetzen. „Mit den Grünen war das aber praktisch unmöglich“, sagte Wallner rückblickend. Aus den Reihen der Grünen kam auch diesmal umgehend Widerspruch. Die grüne Sicherheitssprecherin Agnes Sirkka Prammer bezeichnete es als „Scheinlösung“, Zwölfjährigen mit dem Strafrecht zu begegnen, und plädierte für einen Schwerpunkt auf Prävention: Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung müssten ausgebaut werden. Die Länder seien gefordert, dafür ausreichend Ressourcen bereitzustellen.
Parallel zu der Sicherheitsdebatte positionierte sich Wallner bei der anstehenden Neuordnung der Sozialhilfe, einem der zentralen Themen, über die sich die Bundesregierung im Herbst verständigen will. Die Verhandlungen laufen bereits, in der kommenden Woche sollen sie fortgesetzt werden. Wallner betonte, es brauche „eine Sozialhilfe, die Armut verhindert“, warnte aber zugleich vor einer möglichen „Zuwanderung ins System“ und forderte klare Wartefristen für Asylberechtigte. Die Reform müsse auf eine möglichst kurze Bezugsdauer abzielen; Vorarlberg sei hier, was die Dauer des Sozialhilfebezugs betreffe, Vorreiter.
Bei den Leistungen spricht sich Wallner für eine Obergrenze aus. „Ohne Obergrenze wird es nicht gehen“, sagte er mit Blick auf die Gesamtsumme, die ein Haushalt aus der Sozialhilfe beziehen kann. Auch gestaffelte Kinderregelsätze seien aus seiner Sicht notwendig. Jedes Kind sei „gleich viel wert“, aber die Kosten verdreifachten sich nicht automatisch bei drei Kindern, argumentierte der Landeshauptmann. Die neue Sozialhilfe soll nach aktueller Planung mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Ob der enge Zeitplan hält, ließ Wallner offen, fügte aber hinzu: „Wenn man will, schon“ – und appellierte daran, die Bundesländer „möglichst schnell an den Tisch zu holen“.