GAC bringt AION UT und AION V in Italien auf den Markt

22.10.2026

MAILAND, 22. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- GAC hat am 8. Oktober den AION UT und den AION V in Italien auf den Markt gebracht und dazu eine Medienpräsentation sowie eine Probefahrtveranstaltung im Superstudio Più in Mailand veranstaltet. Mit dieser Markteinführung werden ein kompaktes Elektro-Fließheckmodell und ein Elektro-SUV auf den italienischen Markt gebracht, während GAC seine europäischen Aktivitäten durch lokales Design, Fahrzeugmontage und Kundendienst weiter ausbaut.

Der vom europäischen GAC-Team in Mailand entworfene AION UT verfügt über einen Radstand von 2.750 mm und bietet eine WLTP-Reichweite von bis zu 430 km. Seine kompakten Abmessungen gehen mit einem Innenraum einher, der auf maximale Platzausnutzung für die Insassen ausgelegt ist.

Der AION V bietet eine vollelektrische SUV-Alternative mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 510 km. Zur Ausstattung gehören eine integrierte Wärmepumpe, verstellbare Rücksitze und ein Kofferraum mit drei Staustufen.

Mehr als 40 Journalisten und Branchenvertreter nahmen an der Markteinführung teil. Eine Ausstellung unter dem Motto „From Concept to Reality" zeigte Modelle von Konzeptfahrzeugen, die im Laufe der Jahre von GAC Advanced Design Milan entwickelt wurden, und präsentierte die Designarbeit des Zentrums neben den beiden Fahrzeugen.

Mehr als 30 Journalisten nahmen an den Testfahrten teil. Die Teststrecke für den AION UT führte über 15 Kilometer auf städtischen Straßen zwischen der Via Tortona und der Abtei Chiaravalle, während die Fahrt mit dem AION V einer 20 Kilometer langen Route folgte, die Stadt- und Vorortbedingungen kombinierte. Das Programm bot die Möglichkeit, beide Fahrzeuge in alltäglichen Fahrsituationen zu erleben.

Die Markteinführung in Italien ist Teil des „In Europe, for Europe"-Ansatzes von GAC. Das Unternehmen arbeitet mit Magna bei der lokalen Fahrzeugmontage in Österreich zusammen und kooperiert mit europäischen Zulieferern, darunter Bosch und Continental. Diese Aktivitäten ergänzen die Designpräsenz in Mailand sowie die Zusammenarbeit mit lokalen Niederlassungen und Händlerteams.

Der Kundendienst umfasst ein europäisches Ersatzteil- und Logistikzentrum in Rotterdam, Niederlande. GAC gibt eine Ersatzteil-Lieferquote von über 95 % an, wobei Ersatzteile innerhalb von 36 Stunden an Ziele in ganz Europa versandt werden.

In der Präsentation wurden diese regionalen Aktivitäten in den Kontext der umfassenderen internationalen Geschäftstätigkeit von GAC gestellt. Die Produkte des Unternehmens sind in 121 Ländern und Regionen vertreten. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 exportierte GAC mehr als 172.000 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 136 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Weitere Informationen über GAC und seine europäische Fahrzeugpalette finden Sie unter www.gacgroup.com/en-eu.

GAC Launches AION UT and AION V in Italy

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Bonvalot-Fall: Vogl verlangt vertrauensbildende Maßnahmen von der Polizei

08.10.2026

Die Festnahme des freien Journalisten Michael Bonvalot bei einer Versammlung in Steyr entwickelt sich in Österreich zu einem politischen Streitfall über das Verhältnis von Polizei, Demonstrationsrecht und Pressefreiheit. Bonvalot wollte nach eigenen Angaben am vergangenen Sonntag über einen „Aufmarsch der rechten Verschwörungsszene“ berichten, als er trotz gültigem Presseausweis von Einsatzkräften abgeführt wurde. Inzwischen ist ein Video des Vorfalls online, das die Debatte zusätzlich anheizt.

Steyrs Bürgermeister Markus Vogl (SPÖ) machte den Einsatz beim Sicherheitsgipfel mit der Polizei zum Thema und sprach von einem Vorgang, der „schwer zu verdauen“ sei. Nicht nur die Versammlungsfreiheit sei ein „hohes Gut“, betonte er, sondern ebenso die Pressefreiheit. Journalisten müssten bei solchen Einsätzen genauso geschützt werden wie Demonstrationsteilnehmer. Laut Vogl hatte Bonvalot aus rund 50 Metern Abstand berichten sollen und sich mit einem gültigen Presseausweis ausgewiesen.

Der Bürgermeister knüpfte seine Kritik an eine breitere Auseinandersetzung über die seit Jahren stattfindenden sonntäglichen Aufmärsche in Steyr. Diese sogenannten Spaziergänge, deren jüngste Ausgabe die 300. gewesen sein soll, hätten sich nach seinen Worten „bedauerlicherweise zu einer Anlaufstelle für demokratiefeindliche Gruppen“ entwickelt – mit prominenter Beteiligung von Szenefiguren wie Gottfried Küssel und Ken Jebsen. Während die Polizei bislang keine Gründe für ein Verbot dieser Versammlungen gesehen habe, entstehe nun der Eindruck, dass gegenüber einem Berichterstatter mit „zweierlei Maß“ gemessen werde. Vogl fordert von der Exekutive daher „vertrauensbildende Maßnahmen“; der Eindruck, polizeijuristische Einschätzungen gälten nicht für alle gleich, sei „untragbar“.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) stellte sich demonstrativ hinter die Einsatzkräfte. Er verteidigte das Vorgehen der Polizei am Donnerstag als „verhältnismäßig und korrekt“ und widersprach damit der Darstellung, es handle sich um einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Arbeit der Medien. Details zu der Einsatzbewertung blieben zunächst knapp, doch die veröffentlichten Videoaufnahmen dürften sowohl von Kritikern als auch von Befürwortern der Polizei genau analysiert werden. Während Vogl betont, er wolle trotz der guten bisherigen Zusammenarbeit mit der Polizei „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, signalisiert das Innenministerium Rückendeckung für die Einsatzlinie vor Ort – ein Spannungsfeld, das die Diskussion über die Grenzen und den Schutz journalistischer Arbeit bei Demonstrationen weiter befeuern dürfte.