ABU DHABI, VAE, 14. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Das Zayed National Museum, das Nationalmuseum der VAE, kündigt seine erste Sonderausstellung an : Spuren durch die Zeit: Das Kamel in Gesellschaft, Handel und Kunst. Die weltweit erste Ausstellung, die sich umfassend mit der mehr als 7.000-jährigen Geschichte des Kamels befasst, wird Anfang Dezember 2026 eröffnet – zeitgleich mit den Feierlichkeiten zum einjährigen Jubiläum des Museums.

Tracks Through Time beleuchtet die Rolle des Kamels in der Gesellschaft, in Handelsnetzwerken und in den kreativen Kulturen der Vereinigten Arabischen Emirate und der gesamten Region – von den frühesten Zeugnissen wildlebender Kamele auf diesem Gebiet bis hin zu den heute noch gepflegten Traditionen.
Die Ausstellung umfasst Knochen von Wildkamelen, die an der archäologischen Fundstätte Baynunah in Abu Dhabi ausgegraben wurden und aus der Jungsteinzeit stammen (4.500–4.000 v. Chr.), die als Leihgabe vom Naturhistorischen Museum Abu Dhabi stammen, sowie Funde aus Al Sufouh in Dubai aus der Bronzezeit (2.000–1.300 v. Chr.), die von der Dubai Culture and Arts Authority zur Verfügung gestellt wurden. Dies ist das erste Mal, dass der Öffentlichkeit detaillierte Belege für diese inzwischen ausgestorbene Wildkamelart präsentiert werden.
Dr. Peter Magee, Direktor des Zayed National Museum, sagte: „Wir freuen uns sehr, unsere erste Sonderausstellung zu präsentieren, die die große Bedeutung des Kamels für die Kultur der Emirate und die Geschichte der VAE im weiteren Sinne würdigt." Diese Ausstellung steht für unser Bestreben, durch eigene Forschungsarbeit und eine sinnvolle Einbindung der Öffentlichkeit das Verständnis für die Vereinigten Arabischen Emirate zu vertiefen. Die Ausstellung basiert auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und ist in Zusammenarbeit entstanden. Sie zeichnet die einzigartigen archäologischen Belege für die Anwesenheit wilder Kamele in den VAE vor Tausenden von Jahren nach, beleuchtet die Anfänge der Kameldomestizierung in den VAE sowie die Beziehungen zwischen Kamelen und Menschen und deren Alltag und gipfelt schließlich im Prestige der Al-Hejin-Kamelfälle und der Mazayna-Schönheitswettbewerbe.
Ebenfalls enthalten sind Knochen von domestizierten Kamelen aus der Fundstätte Saruq Al Hadid in Dubai, die aus der Eisenzeit (2600–550 v. Chr.) stammen und von der Dubai Culture and Arts Authority als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurden. Diese Überreste liefern einige der weltweit frühesten Belege für die Zähmung und Aufzucht wilder Kamele zu einer domestizierten Art.
Zu den weiteren Höhepunkten zählen ein seltenes Kinderbuch aus den 1840er Jahren, in dem die verschiedenen Kamelarten und ihre Verwendungszwecke beschrieben werden, Beispiele für Felsmalereien aus Fujairah, die Kamele darstellen und 3.000 Jahre alt sind, sowie Darstellungen von Kamelen auf Briefmarken der Vereinigten Arabischen Emirate aus verschiedenen Epochen. Audiovisuelle Elemente präsentieren seltene Archivfotos und Filmaufnahmen sowie Aufnahmen von Taghrooda und Alheda'a (Kamelruf), mündliche Überlieferungen, die in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen wurden, sowie – mündliche Berichte von Kamelhirten und Mitgliedern der Gemeinschaft.
Tracks Through Time wird Teil eines umfassenden Programms mit Aktivitäten und Erlebnissen sein, mit denen der erste Jahrestag des Museums gefeiert wird. Die Besucher können an ausstellungsbezogenen Workshops, Aktivitäten und Führungen sowie an einem speziellen Jubiläumsprogramm im gesamten Museum teilnehmen und sich zudem an einem eigenständigen Merchandising-Angebot erfreuen, das von den Themen der Ausstellung inspiriert ist.
Bilder und weitere Informationen zum Zayed-Nationalmuseum finden Sie in diesem Ordner unter.


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Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der ORF-„Pressestunde“ brachte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz die seit Jahren umstrittene Forderung seiner Partei erneut auf den Tisch, die Strafmündigkeit in Österreich von derzeit 14 auf zwölf Jahre zu senken. „Wer früh Grenzen übertritt, der muss auch damit rechnen, dass früh Grenzen aufgezeigt werden“, sagte Wallner. Allein mit Strafrecht sei es aus seiner Sicht jedoch nicht getan; parallel brauche es ein „Netz an verpflichtenden Unterstützungen“ für betroffene Kinder und Familien.
Zur Begründung verwies Wallner auf Entwicklungen in Schweden. Dort werde über Gefängnisstrafen für 13-Jährige diskutiert, nachdem Berichte über Jugendliche kursierten, die von erwachsenen Tätern für Straftaten instrumentalisiert werden sollen. Eine „Situation wie in den Vororten Stockholms“ wolle er in Österreich verhindern, so der Landeshauptmann, der betonte, er wolle „nicht den Teufel an die Wand malen“, aber vor Fehlentwicklungen warnen. Die ÖVP hatte bereits 2024, unter anderem nach Fällen von Jugendkriminalität, eine Absenkung der Strafmündigkeit gefordert; damals war Innenminister Gerhard Karner treibende Kraft der Debatte.
In der früheren schwarz-grünen Koalition konnte sich die Volkspartei mit dieser Linie nicht durchsetzen. „Mit den Grünen war das aber praktisch unmöglich“, sagte Wallner rückblickend. Aus den Reihen der Grünen kam auch diesmal umgehend Widerspruch. Die grüne Sicherheitssprecherin Agnes Sirkka Prammer bezeichnete es als „Scheinlösung“, Zwölfjährigen mit dem Strafrecht zu begegnen, und plädierte für einen Schwerpunkt auf Prävention: Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung müssten ausgebaut werden. Die Länder seien gefordert, dafür ausreichend Ressourcen bereitzustellen.
Parallel zu der Sicherheitsdebatte positionierte sich Wallner bei der anstehenden Neuordnung der Sozialhilfe, einem der zentralen Themen, über die sich die Bundesregierung im Herbst verständigen will. Die Verhandlungen laufen bereits, in der kommenden Woche sollen sie fortgesetzt werden. Wallner betonte, es brauche „eine Sozialhilfe, die Armut verhindert“, warnte aber zugleich vor einer möglichen „Zuwanderung ins System“ und forderte klare Wartefristen für Asylberechtigte. Die Reform müsse auf eine möglichst kurze Bezugsdauer abzielen; Vorarlberg sei hier, was die Dauer des Sozialhilfebezugs betreffe, Vorreiter.
Bei den Leistungen spricht sich Wallner für eine Obergrenze aus. „Ohne Obergrenze wird es nicht gehen“, sagte er mit Blick auf die Gesamtsumme, die ein Haushalt aus der Sozialhilfe beziehen kann. Auch gestaffelte Kinderregelsätze seien aus seiner Sicht notwendig. Jedes Kind sei „gleich viel wert“, aber die Kosten verdreifachten sich nicht automatisch bei drei Kindern, argumentierte der Landeshauptmann. Die neue Sozialhilfe soll nach aktueller Planung mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Ob der enge Zeitplan hält, ließ Wallner offen, fügte aber hinzu: „Wenn man will, schon“ – und appellierte daran, die Bundesländer „möglichst schnell an den Tisch zu holen“.