Red-Bull-Athletin Fernanda Maciel (Brasilien) durchquerte 172,8 Kilometer des Salar de Uyuni in Bolivien, der größten Salzwüste der Welt, und war damit mehr als 13 Stunden schneller als der bisherige Rekord.
LLICA, Bolivien, 16. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Red Bull-Athletin Fernanda Maciel (Brasilien) stellte am 28. und 29. September 2026 eine neue schnellste bekannte Zeit (FKT) auf dem Salar de Uyuni in Bolivien auf, der größten Salzwüste der Welt. Fernanda Maciel bewältigte die 172,8 Kilometer lange Strecke von Llica nach Uyuni in 19 Stunden, 50 Minuten und 8 Sekunden. Die Zeit ist 13 Stunden, 14 Minuten und 2 Sekunden schneller als der bisherige Gesamtrekord von 33:04:10, aufgestellt vom Brasilianer Valmor Giuseppe Leonardo im Jahr 2023. Der Rekord wurde offiziell über fastestknowntime.com bestätigt.

Die Route von Llica nach Uyuni verläuft auf einer Höhe von etwa 3.700 Metern über dem Meeresspiegel, nahe der Gipfelhöhe des Berges Fuji von 3.776 Metern. In dieser Höhe liefert jeder Atemzug etwa 35 Prozent weniger Sauerstoff als auf Meereshöhe. Die Strecke weist einen positiven Höhenunterschied von etwa 311 Metern auf.
Fernanda Maciel startete am 28. September 2026 um 05:00 Uhr unter dem Felsbogen in Llica auf der Westseite der Salzwüste. Maciel navigierte per Telefon auf der Route, die Leonardo 2023 benutzt hatte. Ein Hagelsturm hatte Teile des Salar de Uyuni in flaches Wasser und Schlamm verwandelt, unter dessen Oberfläche sich verborgene, mit Wasser gefüllte Löcher befanden. Bei Kilometer 145 überquerte Maciel eine Reihe von Wasserbecken und hielt an, um Schuhe und Socken zu wechseln.
Nach den ersten 100 Kilometern hatte Maciel mit der Nahrungsaufnahme zu kämpfen, und er hielt sich nicht an ein festgelegtes Zieltempo.
„Ich musste meine Beine an ein Tempo anpassen, bei dem sich mein Körper wohlfühlte, 170 Kilometer in der Höhe in der Wüste zu laufen", sagte Maciel.
Maciel erreichte die Straße nach 16 Stunden und 45 Minuten Laufzeit. Maciel legte den letzten Straßenabschnitt von etwa 27 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von rund 10 Kilometern pro Stunde zurück und erreichte die Kathedrale von Uyuni am 29. September 2026 um 00:50 Uhr.
Der Rekord im Salar de Uyuni erweitert die FKT-Liste der Red Bull-Athletin Fernanda Maciel, einer ehemaligen Umweltanwältin aus Chamonix, Frankreich. Fernanda Maciel hält Frauenrekorde auf fünf der Seven Summits: Aconcagua, Kilimandscharo, Elbrus, Mount Vinson und Carstensz-Pyramide. Maciel hat auch Geschwindigkeitsrekorde auf Gran Paradiso und auf La Vuelta al Hielo in den patagonischen Eisfeldern aufgestellt. Denali und Mount Everest bleiben Teil von Maciels Seven Summits FKT-Projekt.
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Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) holen den Bahnhofskomplex Wien-Mitte nach rund zwei Jahrzehnten wieder vollständig in den eigenen Konzern zurück. Der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur AG hat dem Rückkauf des Areals, das 2005 an die damalige BA/CA-Gruppe verkauft worden war, zugestimmt. Verkäufer ist nun eine Investorengruppe unter Führung von Morgan Stanley Real Estate Investing. Neben den Bahnanlagen umfasst die Transaktion auch das Einkaufszentrum "The Mall" sowie umfangreiche Büroflächen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart; der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und ist für Ende Dezember geplant.
Mit der Übernahme würden Immobilie und Bahninfrastruktur erstmals seit mehr als zwanzig Jahren wieder in einer Hand zusammengeführt. Wien-Mitte ist gemessen an den Fahrgastzahlen der viertgrößte Bahnhof Österreichs und ein zentraler Verkehrsknoten, an dem sich S-Bahn, mehrere U-Bahn-Linien sowie der Flughafenzug CAT treffen. Täglich halten nach Angaben der ÖBB fast 600 Züge an dem Standort. Bahnanlagen und Gebäude seien baulich und technisch eng miteinander verbunden, heißt es. Künftige Änderungen an Zugängen, Stiegen, Belüftung oder Leitungen müssen damit nicht mehr mit einem externen Immobilieneigentümer abgestimmt werden.
Die ÖBB sehen in dem Rückkauf einen strategischen Schritt, um die Entwicklung des Standorts aus einer Hand zu steuern. Das soll zusätzlichen Handlungsspielraum für die kommenden Jahrzehnte schaffen, in denen die derzeit modernisierte S-Bahn-Stammstrecke mehr Züge aufnehmen soll. Die Funktion des Standorts als Bahnhof soll nach Angaben des Unternehmens wieder stärker im Namen, an den Zugängen und in der architektonischen Gestaltung zum Ausdruck kommen. Für die bestehenden Mietverhältnisse im Einkaufszentrum und in den Büros kündigte die ÖBB an, dass diese unverändert weitergelten.
Wien-Mitte blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Der Standort wurde 1848 als Bahnhof Hauptzollamt eröffnet und ging 1934 in das Eigentum der Bahn über. Ab den späten 1950er-Jahren entstanden über den Gleisen unter anderem ein Bürotrakt und eine Markthalle, bevor die Liegenschaft 2005 veräußert wurde. Die spätere Entwicklung des Areals war von intensiven öffentlichen Debatten begleitet, unter anderem wegen geplanter Hochhäuser mit bis zu 97 Metern Höhe und der Diskussion um mögliche Auswirkungen auf den UNESCO-Welterbestatus. Mit der nun geplanten Re-Integration in den ÖBB-Konzern verknüpft das Unternehmen die Aussicht, die verkehrliche Rolle des Standorts und die bauliche Entwicklung langfristig aufeinander abzustimmen.