BARCELONA, Spanien, 20. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Der Mobilitätsexperte Lukas Neckermann, Spaniens Generalsekretärin für Innovation, Teresa Riesgo, und Axel Volkery von der Generaldirektion MOVE der Europäischen Kommission gehören zu den Hauptrednern des Tomorrow.Mobility World Congress (TMWC), der vom 3. bis 5. November im Veranstaltungszentrum Gran Via der Fira de Barcelona stattfindet. Der Kongress wird gemeinsam von der Fira de Barcelona und EIT Urban Mobility, einer Initiative des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT), einer Einrichtung der Europäischen Union, organisiert und bringt mehr als 240 Experten aus Städten, Regierungen und Unternehmen zusammen, um den Wandel hin zu einer nachhaltigen städtischen Mobilität zu beschleunigen.
Neckermann, der mit seinem ersten Buch den Begriff „The Mobility Revolution" prägte, ist Mitbegründer des Urban Places Lab und Autor von vier Büchern. Teresa Riesgo, Generalsekretärin für Innovation im spanischen Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Universitäten sowie Präsidentin des CDTI, wird an einer Podiumsdiskussion darüber teilnehmen, wie Mobilitätsinnovatoren in einer Zeit der Unsicherheit vorankommen können. Axel Volkery, Leiter des Referats für Innovation und städtische Mobilität bei der GD MOVE, wird erörtern, wie sich der öffentliche Nahverkehr angesichts sich ändernder Nutzergewohnheiten weiterentwickeln muss, um attraktiv, zugänglich und relevant zu bleiben.
Zu den weiteren bestätigten Rednern gehören Daryl Barron, Oberbürgermeister von Dublin; Karen Vancluysen, Generalsekretärin von POLIS; Lisandro Perotti, Staatssekretär für Mobilitätsmanagement und -kontrolle in Buenos Aires; Toks Omishakin, Sekretär der kalifornischen Verkehrsbehörde; sowie Tanja Dik, Geschäftsführerin der Johan-Cruijff-Arena.
Der öffentliche Nahverkehr, das Rückgrat des täglichen Pendelns
Eine Umfrage von EIT Urban Mobility unter 1.503 Erwachsenen in Barcelona, München und Bukarest stellt den öffentlichen Nahverkehr in den Mittelpunkt des städtischen Lebens: 56 % der Befragten nutzen ihn für den Weg zur Arbeit oder zur Ausbildung – noch vor dem Autoverkehr (52 %) –, und diejenigen, die dies tun, integrieren doppelt so häufig das Gehen in ihren Weg. Sicherheit, Zuverlässigkeit und Komfort sind das, was Pendler am meisten schätzen.
Die größten Diskrepanzen zwischen den Erwartungen der Pendler und ihren tatsächlichen Erfahrungen betreffen die Verkehrsdichte für Autofahrer und die Zuverlässigkeit des öffentlichen Nahverkehrs; mehr als zwei von fünf Befragten (41 %) geben an, dass sie sich bei ihrer Ankunft zu Hause völlig erschöpft fühlen. Die Herausforderung für die Städte und für den Kongress besteht darin, Wissen auszutauschen und innovative Lösungen für lebenswertere Städte zu erarbeiten.
Der TMWC findet parallel zum Smart City Expo World Congress, zur Tomorrow.Blue Economy, zum Barcelona Deep Tech Summit und zum Barcelona Cybersecurity Congress statt, die zusammen mehr als 1.100 Aussteller und über 27.000 Besucher anziehen werden.
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Mercedes-Benz verzeichnet ein zunehmend zweigeteiltes Bild seiner weltweiten Fahrzeugverkäufe. Während die Konzernzahlen im dritten Quartal 2026 global rückläufig waren, meldet die Indien-Tochter ein Rekordquartal. In Indien setzte Mercedes-Benz im Zeitraum Juli bis September 5.422 Fahrzeuge ab, ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und zugleich der beste Quartalswert in der Geschichte des Unternehmens im Land. Von Januar bis September summierten sich die Verkäufe dort auf 15.190 Einheiten, rund 8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Auf Konzernebene dagegen schrumpften die Auslieferungen im gleichen Quartal. Weltweit setzte Mercedes-Benz 491.700 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ab, ein Minus von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Pkw-Geschäft allein sanken die globalen Verkäufe um 8 Prozent auf 407.200 Einheiten. Besonders belastend wirkte die Entwicklung in Asien und hier vor allem in China: In der Volksrepublik gingen die Pkw-Verkäufe um knapp ein Drittel auf 86.800 Fahrzeuge zurück, konzernweit meldete der Hersteller für Asien ein Minus von 25 Prozent auf 132.300 Autos. Ein Zuwachs in Europa und Nordamerika reichte nicht aus, um die Schwäche in China zu kompensieren.
Kontrastreich präsentiert sich auch das Bild in den oberen Preissegmenten. In Indien trugen Top-End-Luxusmodelle – darunter S‑Klasse, Mercedes‑Maybach, EQS Maybach SUV, G‑Klasse, V‑Klasse und AMG‑Modelle – maßgeblich zum Wachstum bei: Diese Klasse legte dort im Jahresvergleich um mehr als 13 Prozent zu und kam auf über ein Viertel des Gesamtabsatzes. Innerhalb dieses Segments nutzten laut Unternehmen fast drei Viertel der Kunden das MANUFAKTUR‑Personalisierungsprogramm. Die Performance-Marke AMG steigerte ihre Auslieferungen in Indien um mehr als 18 Prozent, das AMG G 63 erzielte den höchsten monatlichen Absatz seit Markteinführung. Global hingegen verzeichnete Mercedes-Benz im teuersten Segment aus S‑Klasse, Maybach und AMG ein deutliches Minus von gut 20 Prozent im dritten Quartal.
Stärker als die Verbrenner legten weltweit die batterieelektrischen Modelle zu. Vertriebs- und Marketingvorstand Mathias Geisen sprach von dem höchsten Quartalsabsatz vollelektrischer Pkw in der Unternehmensgeschichte; in Europa war nahezu jedes dritte verkaufte Auto rein elektrisch. Der elektrische GLC trug dabei überproportional zum Wachstum bei und vervielfachte seine Verkäufe gegenüber dem zweiten Quartal. In Indien setzt der Konzern seinen Fokus ebenfalls auf Elektrifizierung: Dort stehen die Markteinführung einer elektrifizierten S‑Klasse mit Auslieferungsstart Mitte Oktober sowie die Premiere des GLC BEV Anfang November an, die das Portfolio am Subkontinent weiter ausbauen sollen.
Die Transportersparte Vans erwies sich zuletzt als Stabilitätsanker. Mit einem Plus von 1 Prozent auf 84.400 Fahrzeuge hielt sich das Segment im dritten Quartal nahezu auf Vorjahresniveau. Insgesamt aber bleibt der Druck auf das Kerngeschäft hoch, da der Wettbewerb im wichtigen Markt China nach Konzernangaben intensiv und das Umfeld weiterhin schwierig ist. In dem Land gehören der GLC und die E‑Klasse zu den meistverkauften Baureihen des Herstellers und machen dort fast zwei Drittel der Pkw-Verkäufe aus. Die anhaltende Schwäche in China, die bereits im zweiten Quartal mit einem Absatzminus von rund 30 Prozent sichtbar war, unterstreicht für Mercedes-Benz die Bedeutung eines breiter diversifizierten Wachstums – mit Märkten wie Indien, in denen das Premium- und Luxusgeschäft derzeit gegensätzlich zum Trend zulegt.