Der Red-Bull-Athlet fährt in einer einzigen durchgehenden Linie vom Gipfel bis zur Schneegrenze ab und vollendet damit ein Jahrzehnt voller Erstabfahrten von Achttausendern in Pakistan
NANGA PARBAT-BASISLAGER, Pakistan, 4. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Der Red-Bull-Athlet Andrzej Bargiel (Polen) ist der erste Mensch, der den Nanga Parbat bestiegen und in einer einzigen durchgehenden Abfahrt vom Gipfel bis zur Schneegrenze auf Skiern befahren hat, komplett ohne zusätzlichen Sauerstoff. Der 38-jährige Bargiel vollendete die Abfahrt am 30. Juni im Rahmen seiner Expedition „Hic Sunt Leones – Nanga Parbat Ski Challenge 2026" an der Diamir-Wand des Berges im westlichen Himalaya Pakistans.

Der Nanga Parbat ist 8126 Meter hoch und weist eine der tödlichsten Bilanzen unter den Achttausendern der Welt auf. Trotz zahlreicher früherer Versuche war es bisher keiner Expedition gelungen, den Gipfel in einer durchgehenden Linie bis zum Ende des befahrbaren Schnees zu befahren.
Bargiel verließ das Basislager (4200 m) am 28. Juni um 6 Uhr, stieg ohne Flaschensauerstoff auf und übernachtete im Lager II (6200 m) sowie im Lager III (6850 m). Er erreichte den Gipfel am 30. Juni und verbrachte dort 45 Minuten, bevor er die Skier anschnallte. Anschließend fuhr Bargiel über die Messner-Route ab, passierte dabei eine Serakbarriere, die zuvor andere Alpinisten von den Skiern gezwungen hatte, und beendete die Abfahrt um 15 Uhr unterhalb von Lager I (4400 m). Er verbrachte zwei Stunden oberhalb von 7900 Metern und damit in der Todeszone des Berges. Die gesamte Tour vom Basislager zum Gipfel und zurück dauerte zwei Tage und neun Stunden.
„Ich wusste, dass der Erfolg dieses Projekts vom richtigen Zeitpunkt und den richtigen Bedingungen in den Bergen abhängen würde. Ich bin froh, dass wir eine Route gefunden haben, auf der wir die gesamte Abfahrt sicher bewältigen konnten. Ich möchte dem gesamten Team und Red Bull für die Unterstützung danken", sagte Bargiel.
Mit dem Nanga Parbat ist der Red-Bull-Athlet nun der erste Mensch, der den Broad Peak, den K2, den Gasherbrum I, den Gasherbrum II, den Everest und den Nanga Parbat ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen und auf Skiern befahren hat – ein Projekt, das er 2015 am Broad Peak begonnen hatte.
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Auf einer der wichtigsten Bahnachsen Ostbayerns ruht für ein halbes Jahr der reguläre Zugverkehr. Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling–Passau gestartet und die Verbindung weitgehend voll gesperrt. Von diesem Sonntag an bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Infrastruktur auf rund 120 Kilometern umfassend erneuert. Das Investitionsvolumen liegt nach Bahnangaben bei rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer.
Die Arbeiten schließen unmittelbar an die seit Anfang Februar laufende Generalsanierung der stark befahrenen Strecke Nürnberg–Regensburg an, die bis 10. Juli abgeschlossen sein soll. Auf dem Abschnitt bis Passau erneuert die Bahn Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen. Mehrere Stellwerke werden ersetzt oder instand gesetzt, veraltete Relais‑Technik weicht moderner Elektronik. Hinzu kommen eine Eisenbahnüberführung und fünf Personenunterführungen; im Bereich Osterhofen muss an einer Moorstelle nahe der Donau der Untergrund aufwendig verfestigt werden. Acht Bahnhöfe werden modernisiert und mit höheren Bahnsteigen schrittweise barrierefrei ausgebaut – Arbeiten, die bis ins Frühjahr 2027 hineinreichen.
Für Reisende hat die Sanierung gravierende Folgen. Im Nahverkehr richtet die Bahn zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ein dichtes Netz an Schienenersatzverkehr ein. Rund 90 Busse sind auf sechs Linien unterwegs; sie und die Wegweiser sind in auffälligem Purpur gestaltet, um die Orientierung zu erleichtern. Im Fernverkehr entfallen die Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau sowie weiter nach Wien komplett. Fahrgäste Richtung Österreich werden auf Verbindungen über München verwiesen, zusätzliche Züge über Mühldorf und Salzburg sowie ein Ersatzbusangebot für Passauer Fernreisende sollen die Auswirkungen abfedern.
Aus der Politik kommt grundsätzliche Unterstützung, zugleich aber auch der Hinweis auf die Belastungen für Region und Wirtschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange betonte, wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn wolle, müsse jetzt entschlossen modernisieren; am Ende profitierten Fahrgäste und Wirtschaftsstandort. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sprach mit Blick auf den kurzen Abstand zur Baustelle Nürnberg–Regensburg von einer zweiten großen Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste und Unternehmen in Ostbayern. Für die Bahn ist der Korridor zwischen Regensburg und Passau zugleich Testfeld für die Strategie, ganze Streckenabschnitte in gebündelten Sperrpausen grundlegend zu erneuern, um langfristig die Pünktlichkeit zu verbessern.