Das ROG.e 2026 findet vom 21. bis 24. September in Rio de Janeiro statt und bietet internationale Delegationen, Geschäftstreffen, Wissensaustausch und kulturelle Veranstaltungen
RIO DE JANEIRO, 21. September 2026 /PRNewswire/ -- Das brasilianische Institut für Öl, Gas und Biokraftstoffe (IBP) gab am Montag (21.) den Startschuss für das ROG.e 2026, das bis zum 24. September dauert und 13 internationale Pavillons sowie mehr als 650 Unternehmen aus Brasilien und der ganzen Welt umfasst. Die Veranstaltung festigt ihren Wandel zu einer globalen Plattform, die erstmals Wissen, Wirtschaft, Networking, Innovation, Technologie, Kultur und Unterhaltung miteinander verbindet, um Industrie und Gesellschaft zusammenzubringen.

An der Eröffnungsfeier nahmen Vertreter des Bundesstaates und der Stadt Rio de Janeiro sowie der Präsident des IBP, Roberto Ardenghy, die Präsidentin von Petrobras, Magda Chambriard, der Präsident von Mosambik, Daniel Chapo, und der Vorsitzende von ROG.e, Nelson Narciso Filho, teil.
„Heute ist das ROG.e eine Geschäftsplattform, die wichtige globale Akteure zusammenbringt, die hier sind, um Geschäfte zu tätigen und nach neuen Möglichkeiten für Projekte und Verträge zu suchen. Im Laufe dieser viertägigen Veranstaltung hoffen wir, den brasilianischen Markt als globalen Knotenpunkt für sichere, zuverlässige und nachhaltige Energie weiter zu stärken", sagte Roberto Ardenghy.
Im Laufe der viertägigen Veranstaltung werden 75.000 Besucher aus mehr als 70 Ländern erwartet, darunter zahlreiche Fachleute aus dem Ausland. Dies spiegelt die Anziehungskraft der Veranstaltung auf internationale Besucher wider und stärkt Partnerschaften sowie Geschäftsmöglichkeiten auf dem brasilianischen Markt.
Auf dem Programm des ROG.e 2026 stehen folgende weltweit führende Persönlichkeiten: Patrick Pouyanné, CEO von TotalEnergies; Maria João Carioca, Co-CEO und CFO von Galp; Jarand Rystad, CEO von Rystad Energy; Wael Sawan, CEO von Shell; Michal Meidan, Leiter des China-Bereichs am Oxford Institute for Energy Studies, Phillipe Mathieu, Executive Vice President für internationale Exploration bei Equinor, sowie Führungskräfte von anderen Organisationen.
Für ausländische Delegationen hat das ROG.e 2026 das „Global Access Program" entwickelt, das internationale Gruppen ab ihrer Ankunft durch Beratung, Zugang zu Informationen und Unterstützung bei der Terminplanung unterstützt und so Geschäftsmöglichkeiten in Brasilien fördert. Ein Highlight des Programms ist die Global Lounge, ein exklusiver Bereich, der als Empfangs- und Treffpunkt dient, an dem die Teilnehmer Zugang zu Experten der Öl- und Gasbranche haben, um ein besseres Verständnis des Marktes zu erlangen und auf der Veranstaltung Kontakte zu knüpfen.
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Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der ORF-„Pressestunde“ brachte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz die seit Jahren umstrittene Forderung seiner Partei erneut auf den Tisch, die Strafmündigkeit in Österreich von derzeit 14 auf zwölf Jahre zu senken. „Wer früh Grenzen übertritt, der muss auch damit rechnen, dass früh Grenzen aufgezeigt werden“, sagte Wallner. Allein mit Strafrecht sei es aus seiner Sicht jedoch nicht getan; parallel brauche es ein „Netz an verpflichtenden Unterstützungen“ für betroffene Kinder und Familien.
Zur Begründung verwies Wallner auf Entwicklungen in Schweden. Dort werde über Gefängnisstrafen für 13-Jährige diskutiert, nachdem Berichte über Jugendliche kursierten, die von erwachsenen Tätern für Straftaten instrumentalisiert werden sollen. Eine „Situation wie in den Vororten Stockholms“ wolle er in Österreich verhindern, so der Landeshauptmann, der betonte, er wolle „nicht den Teufel an die Wand malen“, aber vor Fehlentwicklungen warnen. Die ÖVP hatte bereits 2024, unter anderem nach Fällen von Jugendkriminalität, eine Absenkung der Strafmündigkeit gefordert; damals war Innenminister Gerhard Karner treibende Kraft der Debatte.
In der früheren schwarz-grünen Koalition konnte sich die Volkspartei mit dieser Linie nicht durchsetzen. „Mit den Grünen war das aber praktisch unmöglich“, sagte Wallner rückblickend. Aus den Reihen der Grünen kam auch diesmal umgehend Widerspruch. Die grüne Sicherheitssprecherin Agnes Sirkka Prammer bezeichnete es als „Scheinlösung“, Zwölfjährigen mit dem Strafrecht zu begegnen, und plädierte für einen Schwerpunkt auf Prävention: Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung müssten ausgebaut werden. Die Länder seien gefordert, dafür ausreichend Ressourcen bereitzustellen.
Parallel zu der Sicherheitsdebatte positionierte sich Wallner bei der anstehenden Neuordnung der Sozialhilfe, einem der zentralen Themen, über die sich die Bundesregierung im Herbst verständigen will. Die Verhandlungen laufen bereits, in der kommenden Woche sollen sie fortgesetzt werden. Wallner betonte, es brauche „eine Sozialhilfe, die Armut verhindert“, warnte aber zugleich vor einer möglichen „Zuwanderung ins System“ und forderte klare Wartefristen für Asylberechtigte. Die Reform müsse auf eine möglichst kurze Bezugsdauer abzielen; Vorarlberg sei hier, was die Dauer des Sozialhilfebezugs betreffe, Vorreiter.
Bei den Leistungen spricht sich Wallner für eine Obergrenze aus. „Ohne Obergrenze wird es nicht gehen“, sagte er mit Blick auf die Gesamtsumme, die ein Haushalt aus der Sozialhilfe beziehen kann. Auch gestaffelte Kinderregelsätze seien aus seiner Sicht notwendig. Jedes Kind sei „gleich viel wert“, aber die Kosten verdreifachten sich nicht automatisch bei drei Kindern, argumentierte der Landeshauptmann. Die neue Sozialhilfe soll nach aktueller Planung mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Ob der enge Zeitplan hält, ließ Wallner offen, fügte aber hinzu: „Wenn man will, schon“ – und appellierte daran, die Bundesländer „möglichst schnell an den Tisch zu holen“.