Chinesische Roboterhand lernt Suzhou-Stickerei - AGILINK hat bereits mehr als 15.000 geschickte Hände ausgeliefert

01.10.2026

SUZHOU, China, 1. October 2026 /PRNewswire/ -- Eine vom chinesischen Unternehmen AGILINK entwickelte Roboterhand wurde von der Meisterin Fu Xianghong in den grundlegenden Techniken der Suzhou-Stickerei unterrichtet, darunter das Trennen von Seidenfäden, das Einfädeln einer Nadel, das Spannen des Stoffes auf einem Stickrahmen und das Sticken.

The robot “apprentices” with Suzhou embroidery inheritor Fu Xianghong

Bei der Vorführung wird eine Roboterhand mit einem der empfindlichsten und verformbarsten Materialien eingesetzt, denen sie begegnen kann: Seide. Ein Seidenfaden kann sich bei geringfügigen Veränderungen des Kontakts biegen, verrutschen und seine Form verändern. Zum Trennen der Seide muss ein Finger einzelne Stränge trennen, während andere den Faden stützen und die Spannung aufrechterhalten; beim Verdrehen des Fadens müssen gegenüberliegende Fingerspitzen den Kontakt aufrechterhalten und gleichzeitig dem Faden ermöglichen, sich zu drehen. Das Einfädeln einer Nadel und das Sticken stellen weitere Anforderungen an Positionierung, Kraftaufwand und Koordination.

Die OmniHand 3 Ultra kombiniert 21 aktive Freiheitsgrade mit einer Architektur mit vollständig direktem Antrieb und taktiler Sensorik an Fingerspitzen, Fingerkuppen und Handfläche. Bildverarbeitungsbasierte taktile Sensoren an jeder Fingerspitze erkennen Veränderungen der Kontaktfläche und liefern Feedback, während die Hand dünne, verformbare Materialien handhabt.

„Ein einzelner Seidenfaden verdeutlicht die Fingerfertigkeit der OmniHand 3 Ultra", sagte Qiao Tianjie, Vice President von AGIBOT und CEO von AGILINK. „Er zeigt auch, dass es möglich ist, feinere Arbeiten an Maschinen zu übertragen."

Die Demonstration findet statt, während AGILINK eine neue Phase der kommerziellen Produktion erreicht. Das im Januar 2026 aus AGIBOT ausgegliederte Unternehmen hat bis heute mehr als 15.000 geschickte Hände ausgeliefert. Im August nahm seine OmniHand-Serie an allen acht Wettbewerben für geschickte Hände bei den World Humanoid Robot Games teil und gewann sieben Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen.

AGILINK erreichte fünf Monate nach der Gründung den „Unicorn"-Status, unterstützt von Investoren wie Hillhouse Ventures und Mirae Asset. Bei seiner vierten Finanzierungsrunde im Juni wurde das Unternehmen mit mehr als 1 Milliarde US-Dollar bewertet. Das Unternehmen sieht den geschickten Umgang mit flexiblen und empfindlichen Materialien als relevant für Anwendungen wie die Kabelhandhabung, die Montage flexibler Materialien und die Handhabung von Präzisionskomponenten.

AGILINK’s OmniHand 3 Ultra stitches on a silk embroidery frame

„Wir werden ein weiteres Paar Hände für feine Arbeiten haben", sagte Fu.

Informationen zu AGILINK

AGILINK ist auf geschickte robotische Manipulation spezialisiert und kombiniert hierfür geschickte Hardware, taktile Sensorik sowie Regelungstechnik für empfindliche und verformbare Objekte.

Sehen Sie sich den Film an: [https://youtu.be/uRy589aDp48]

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Externe Prüfer sehen Wiener MAK nach Raubüberfall ohne Fehlverhalten

08.10.2026

Der bewaffnete Juwelenraub im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) vom 27. August ist nach Einschätzung externer Fachleute nicht auf Versäumnisse der Institution zurückzuführen. Ein 34 Seiten umfassendes Gutachten des Sicherheitsconsulting-Unternehmens LifeLine's kommt zu dem Schluss, dass das Haus sowohl bei den technischen Sicherheitsvorkehrungen als auch beim operativen Vorgehen während des Überfalls und im anschließenden Krisenmanagement korrekt gehandelt hat. Die zentrale Frage, ob das Ereignis sicherheitstechnisch und organisatorisch adäquat bewältigt wurde, beantworten die Gutachter mit einem „klaren Ja“.

Im Fokus der Untersuchung stand die Ausstellung „Glanzstücke. Van Cleef & Arpels High Jewelry x Masterpieces from the MAK Collection“, in deren Juwelenraum zwei bewaffnete Täter mitten am Nachmittag eine Vitrine einschlugen und mit einem historischen Diamantcollier flüchteten. Laut Bericht waren alle mit den Vertragspartnern vereinbarten Sicherheitsstandards und Normen erfüllt. Dazu zählten unter anderem der Einsatz von 185 Videokameras, einer dreistelligen Zahl von Alarmsensoren, speziellem Sicherheitsglas sowie geschultem Sicherheitspersonal. Der nach der Tat eingeführte Einsatz von Metalldetektoren war laut Gutachten zuvor weder verlangt noch durch bestehende Standards vorgesehen.

Besonders hervor hebt der Bericht die bewusste Entscheidung für den Vorrang des Personenschutzes vor dem Objektschutz. Aus diesem Grund verzichtete das Museum auf laute Alarmsignale während der Öffnungszeiten und auf bewaffnete Sicherheitskräfte im Ausstellungsbereich. Die direkte Alarmierung von Polizei und hauseigener Sicherheitszentrale wurde den Angaben zufolge um 14:01:22 Uhr ausgelöst und habe „optimal und effizient“ funktioniert. Auch das Verhalten der anwesenden Securitas-Mitarbeitenden wird positiv bewertet: Sie hätten eine unmittelbare Konfrontation mit den bewaffneten Tätern und damit das Risiko einer Eskalation, etwa durch Panik oder mögliche Geiselnahmen, vermieden.

Die Gutachter kommen insgesamt zu dem Befund, dass ein von professionellen Tätern geplanter und durchgeführter Raub unter regulären Öffnungsbedingungen mit „vernünftigen Mitteln“ nicht vollständig zu verhindern gewesen sei – selbst bei Einsatz moderner Überwachungstechnik und etablierter Sicherheitsprotokolle. Aus ihrer Sicht bestätigt der Fall eine bekannte Grenze musealer Schutzkonzepte: Absolute Sicherheit wäre nur um den Preis massiver Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Besucherinnen und Besuchern zu erreichen, formuliert das Gutachten sinngemäß. Das MAK wird damit für den konkreten Vorfall entlastet, auch wenn der spektakuläre Coup die Debatte über Sicherheitsstandards in Ausstellungshäusern neu anheizen dürfte.