Chartis stuft Linkurious, ein Unternehmen von Nuix, als Category Leader im Bereich AML-Transaktionsüberwachung ein

26.10.2026

PARIS, 26. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Linkurious, ein Unternehmen von Nuix und Pionier im Bereich graphbasierter Decision Intelligence, gab heute bekannt, dass es im Chartis Research RiskTech Quadrant® für AML Transaction Monitoring Solutions 2026 als Category Leader ausgezeichnet wurde.

Diese Auszeichnung stellt einen bedeutenden Fortschritt für Linkurious dar. Das Unternehmen steigt von der Einstufung Best of Breed zu Category Leader auf und zählt damit zu den etabliertesten Namen im Bereich der AML-Transaktionsüberwachung.

„Linkurious wurde von Chartis Research als Category Leader für seine Lösungen im Bereich AML-Transaktionsüberwachung ausgezeichnet: Quadrant-Update 2026, unter anderem aufgrund seiner Fähigkeiten zur Datenintegration und Risikotypologieidentifizierung. Der Fortschritt des Unternehmens spiegelt die kontinuierlichen Verbesserungen der Leistungsfähigkeit, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit seiner Lösung sowie seiner graphbasierten Fähigkeiten wider, die in der AML-Technologie zunehmend an Bedeutung gewinnen", sagte Sean O'Malley, Research Director for Financial Crime and Control bei Chartis. „Der laufende Wandel bei der Überwachung von Geldwäschetransaktionen von einem datenorientierten zu einem wissensbasierten Ansatz nutzt benutzerfreundliche Graphanalyse, die dabei hilft, Daten zu verknüpfen und Analysten und Ermittler zu unterstützen. Durch die Bereitstellung eines umfassenderen Überblicks, zusätzlicher Kontextinformationen und neuer risikobasierter Signale können die Ermittler ihre Entscheidungen mit größerer Zuversicht treffen."

Diese Anerkennung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die zunehmende regulatorische Kontrolle Finanzinstitute zu skalierbaren AML-Lösungen drängt. Während herkömmliche relationale Systeme Schwierigkeiten haben, mehrschichtige Geldwäschenetzwerke aufzudecken, vereint der graphbasierte Ansatz von Linkurious strukturierte und unstrukturierte Daten und hilft Teams so, verborgene Zusammenhänge aufzudecken, Fehlalarme zu reduzieren und Ermittlungen schneller abzuschließen.

Sébastien Heymann, Mitgründer und VP of Operations bei Linkurious: „AML ist ein Problem vernetzter Daten: Verdächtige Aktivitäten treten selten in einer einzelnen, isoliert betrachteten Transaktion auf. Die Auszeichnung als Category Leader durch Chartis würdigt die wachsende Bedeutung von Graph Intelligence, wenn es darum geht, Ermittlern das Gesamtbild zu verschaffen und sie in die Lage zu versetzen, mit Zuversicht darauf zu reagieren."

Chartis Research ist ein führender Anbieter von Forschung und Analysen im Bereich Risikomanagementtechnologie. Der RiskTech Quadrant® bewertet Anbieter anhand der Vollständigkeit ihres Angebots und ihres Marktpotenzials und bietet Finanzinstituten damit einen unabhängigen Vergleichsmaßstab.

Informationen zu Nuix

Nuix ist ein globales Softwareunternehmen, das Organisationen betreut, deren Entscheidungen einer besonders strengen Prüfung unterliegen. Führende Regierungsbehörden, Anwaltskanzleien, Finanzinstitute, Unternehmen und Aufsichtsbehörden weltweit verlassen sich auf die forensische Data-Intelligence-Ebene von Nuix, um ihre komplexen Daten in präzise, rechtssichere Erkenntnisse für Ermittlungen, Compliance, rechtliche Prüfungen und Datenschutz umzuwandeln. Linkurious, ein Unternehmen von Nuix, bietet graphbasierte Untersuchungslösungen, die verborgene Zusammenhänge aufdecken. Besuchen Sie nuix.com oder linkurious.com.

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Wie ein verstorbener Sektionschef zum Politikum im U-Ausschuss wurde

08.10.2026

Ein umfangreicher Auswertungsbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu digitalen Daten des verstorbenen Justiz-Spitzenbeamten Christian Pilnacek sorgt für neuen politischen und justizinternen Sprengstoff. Chatprotokolle, E-Mails und weitere Unterlagen zeichnen ein Bild tiefgreifender Konflikte innerhalb der Justiz – insbesondere zwischen der WKStA und Teilen der vorgesetzten Behörden. Parallel dazu bereitet ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Befragung von Schlüsselpersonen vor, um mögliche politische Einflussnahmen auf Ermittlungen rund um Pilnacek und dessen Tod zu beleuchten.

Aus der von der WKStA erstellten Expertise zu Pilnaceks Kommunikationsdaten geht hervor, wie der langjährige Leiter der für Strafrecht zuständigen Sektion im Justizministerium über Jahre hinweg gegenüber der WKStA Stellung bezog. Der Bericht zeigt, dass der damalige Wiener Oberstaatsanwaltschef Johann Fuchs im Juni 2019 in einer internen Nachricht erklärte, er sehe es als Aufgabe seiner Amtszeit, eine von der WKStA angeblich offengelegte „Verkommenheit“ im Berufsstand „mit allen Mitteln zu bekämpfen“. Er bezeichnete Pilnacek darin ausdrücklich als Mitstreiter. In dem Gutachten findet sich zudem Material, aus dem hervorgehen soll, wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft aufgelöst und neu aufgesetzt werden könnte.

Die Auswertung des Laptops und mehrerer Speichermedien Pilnaceks, die in einem rund 440 Seiten starken Bericht zusammengefasst wurde, behandelt auch seine Kontakte in das Umfeld der ÖVP. Der frühere Sektionschef war von 2010 bis 2020 über alle wesentlichen Strafsachen der Republik informiert und konnte als weisungsbefugter Beamter Ermittlungsschritte mitsteuern oder Berichte anfordern. Laut dem Bericht kooperierte er in dieser Zeit eng mit ÖVP-nahen Personen und wirkte an der Verteidigung von Beschuldigten mit. Nach Bekanntwerden einer Audioaufnahme aus dem Sommer 2023, in der Pilnacek Interventionen von ÖVP-Seite beklagte, leitete die WKStA ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter ein; dieser Interventionsakt ist nun ebenfalls Gegenstand des U-Ausschusses.

Der Untersuchungsausschuss, der sich mit den Umständen von Pilnaceks Tod und dem Umgang der Behörden befasst, bekommt das WKStA-Dokument zeitlich passend zur nächsten Befragungsrunde vorgelegt. Zunächst soll ein IT-Experte der WKStA, der für das Auslesen von Datenträgern zuständig ist, Auskunft geben. In den darauffolgenden Tagen werden Exekutivbeamte befragt, darunter der Leiter des Bundeskriminalamts sowie zwei Polizeibeamte aus Niederösterreich, die unter anderem mit Pilnaceks Geisterfahrt Stunden vor dem Fund seiner Leiche in einem Donau-Seitenarm befasst waren. Politisch besonders im Fokus steht der Auftritt von Innenminister Gerhard Karner und dessen Kabinettschefin, nachdem eine vom Ressort in Auftrag gegebene Schulungsunterlage für geladene Auskunftspersonen parteiübergreifend – mit Ausnahme der ÖVP – auf Kritik gestoßen war.

Die Kombination aus internen Justizchats, detaillierter Datenauswertung und politischer Aufarbeitung im Parlament verschärft die Debatte über das Verhältnis zwischen Ministerien, Staatsanwaltschaften und Parteien. Während die WKStA ihre Auswertungsergebnisse in den U-Ausschuss einbringt, suchen Abgeordnete nach Antworten auf die Frage, ob und in welchem Ausmaß versucht wurde, auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen – sowohl in prominenten Wirtschafts- und Korruptionsfällen als auch im Zusammenhang mit den Untersuchungen nach dem Tod eines der einflussreichsten Justizbeamten der vergangenen Jahre.