CGTN: China und Myanmar vereinbaren, die pragmatische Zusammenarbeit in allen Bereichen zu vertiefen

19.06.2026

BEIJING, 19. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Als neuen Meilenstein in den bilateralen Beziehungen hat der Präsident von Myanmar, Min Aung Hlaing, vom 15. bis 19. Juni seinen ersten Staatsbesuch in China absolviert und damit ein neues Kapitel der vertieften, bereichsübergreifenden und pragmatischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarländern aufgeschlagen.

Durch seinen Besuch bei der China Railway Construction Corporation Limited in Beijing und die Fahrt von der chinesischen Hauptstadt nach Shanghai an Bord des Hochgeschwindigkeitszugs Fuxing konnte der Präsident von Myanmar Chinas Entwicklungserfolge aus erster Hand erleben und bekräftigte die starke Bereitschaft Myanmars, die praktische Zusammenarbeit mit China im Infrastrukturbereich weiter auszubauen.

Im Rahmen des fruchtbaren Besuchs unterzeichneten die beiden Länder eine Reihe von Kooperationsabkommen und festigten damit ihre traditionsreiche „Pauk-Phaw"-Freundschaft.

Bei einem Treffen mit Min Aung Hlaing am Dienstag erklärte der chinesische Präsident Xi Jinping, China sei bereit, seine Entwicklungserfahrungen mit Myanmar zu teilen und gemeinsam eine chinesisch-myanmarische Gemeinschaft mit gemeinsamer Zukunft aufzubauen, die auf politischer Freundschaft und gegenseitigem Vertrauen, einer Win-Win-Entwicklung, Sicherheitskoordination und zwischenmenschlichen Kontakten beruht.

Seit Jahren ist China Myanmars größter Handelspartner, größte Importquelle und wichtigste Investitionsquelle. Der bilaterale Handel erreichte im Jahr 2025 ein Volumen von 19,4 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 19,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Handelslandschaft zeichnet sich durch eine ausgeprägte strukturelle Komplementarität aus und sieht vor, dass China elektromechanische Ausrüstung und Fahrzeuge nach Myanmar exportiert und gleichzeitig hochwertige landwirtschaftliche Produkte und Bodenschätze aus Myanmar importiert, wodurch ein für beide Seiten vorteilhafter und stabiler Industrie- und Handelskreislauf entsteht.

Als wichtiger Meilenstein der Belt-and-Road-Kooperation ist der Wirtschafts-Korridor China-Myanmar in eine Phase rascher Entwicklung eingetreten. Eine Reihe von Vorzeigeprojekten, darunter die New Yangon City, die Sonderwirtschaftszone Kyaukphyu und die Eisenbahnstrecke China-Myanmar, haben nach und nach Gestalt angenommen und bilden einen soliden Rahmen für den Aufbau des Korridors.

Diese großen Infrastrukturprojekte haben die industrielle Modernisierung Myanmars wirksam vorangetrieben, die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung verbessert und der grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Integration starke Impulse verliehen.

Bei den Gesprächen am Dienstag bekräftigte Xi, dass der Wirtschaftskorridor China-Myanmar ein Vorzeigeprojekt der Belt-and-Road-Kooperation sei.

Beide Seiten müssten den Bau der Großprojekte unter Gewährleistung von Sicherheit und Schutz stetig vorantreiben und Myanmar beim Wirtschaftswachstum und bei der Verbesserung der Lebensbedingungen unterstützen, sagte er.

China, fügte Xi hinzu, sei bereit, weitere „kleine, wundervolle" Hilfsprogramme umzusetzen und gemeinsam die Geschichten der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu erzählen.

China und Myanmar gaben am Dienstag eine ausführliche gemeinsame Erklärung zur Beschleunigung des Aufbaus einer Gemeinschaft mit gemeinsamer Zukunft zwischen den beiden Ländern heraus, um den Menschen beider Länder besser zu dienen.

Um die Tiefe und Breite der bilateralen Beziehungen zu demonstrieren, unterzeichneten beide Seiten eine Reihe von Kooperationsdokumenten zu den Themen Verkehr, Wissenschaft und Technologie, Rechte an geistigem Eigentum, Entwicklung der Humanressourcen, öffentliche Gesundheit und Medien.

Die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung grenzüberschreitender krimineller Aktivitäten wurde während des Besuchs ebenfalls hervorgehoben, wobei China und Myanmar ihre Unterstützung für die Gründung einer internationalen Allianz gegen Cyberbetrug im Telekommunikationsbereich zum Ausdruck brachten.

In den vergangenen Monaten haben China und Myanmar durch gemeinsame Strafverfolgungsmaßnahmen kriminelle Telekommunikationsbetrugsnetzwerke im Norden Myanmars zerschlagen und so den Frieden und die Stabilität entlang der Grenze sowie die Sicherheit von Leben und Eigentum der Menschen beider Länder wirksam gewahrt.

Während der Gespräche erklärte Xi, beide Seiten müssten weiterhin hart gegen kriminelle Aktivitäten wie Online-Glücksspiel, Telekommunikationsbetrug und Drogenhandel vorgehen und die Interessen und die Sicherheit beider Völker umfassend schützen.

Min Aung Hlaing erklärte seinerseits, Myanmar sei bereit, eng mit China zusammenzuarbeiten, um Online-Glücksspiel und Telekommunikationsbetrug entschlossen zu bekämpfen und die Sicherheit und Stabilität in den Grenzgebieten zu gewährleisten.

Qu Jianwen, Leiter der Vereinigung für Südostasienstudien der Provinz Yunnan, schrieb, der China-Besuch des myanmarischen Präsidenten zeige anschaulich die solide und wachsende Dynamik der bilateralen Zusammenarbeit.

https://news.cgtn.com/news/2026-06-19/China-Myanmar-agree-to-deepen-pragmatic-cooperation-across-the-board-1O64ed6YbYI/p.html

Cision View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/cgtn-china-und-myanmar-vereinbaren-die-pragmatische-zusammenarbeit-in-allen-bereichen-zu-vertiefen-302805516.html

Other news

Greenpeace rechnet mit Milliardenaufwand für Entsorgung von Asbest-Schotter

15.06.2026

Der Asbest-Skandal rund um mehrere Steinbrüche im Burgenland entwickelt sich zu einer Milliardenbelastung für die öffentliche Hand. Nach einer neuen Berechnung der Umweltorganisation Greenpeace wird der materielle Schaden durch Entsorgung und Sanierung mindestens 1,6 Milliarden Euro betragen. Betroffen sind nicht nur das Burgenland, sondern auch Teile der Steiermark, Niederösterreichs sowie Gebiete in Ungarn, in die asbesthaltiges Material geliefert oder verbaut wurde.

Grundlage der Kostenschätzung ist die Annahme, dass seit 1990 rund 26 Millionen Tonnen asbesthaltiges Gestein aus vier Steinbrüchen abgebaut wurden. Greenpeace geht davon aus, dass etwa 20 Millionen Tonnen kurz- oder langfristig auf Asbestdeponien landen werden, während der Rest als Straßenunterbau, Fundamente oder in privaten Gärten in der Umwelt verbleibt und kaum mehr rückholbar ist. Rund 20 Prozent des Abfalls sollen in Form von asbesthaltigem Asphalt anfallen, dessen Deponierung besonders aufwendig ist und künftige Straßensanierungen über Jahrzehnte verteuern dürfte.

Mindestens drei Viertel der veranschlagten 1,6 Milliarden Euro entfallen laut Greenpeace auf die Entsorgung des Materials, der Rest auf Sanierungen. Für die Rechnung wurde ein Entsorgungspreis von lediglich 50 Euro je Tonne angesetzt – etwa die Hälfte des vor Bekanntwerden des Skandals üblichen Marktpreises. Diese Kalkulation sei nur zu halten, wenn rasch neue, sichere und kostengünstige Deponien errichtet werden, etwa in bereits geschlossenen Steinbrüchen, argumentiert Greenpeace. Andernfalls könnten sich die Gesamtkosten nach Einschätzung der Organisation auf mindestens das Doppelte erhöhen.

Die von Greenpeace genannten Summen übersteigen die Umsätze der betroffenen Steinbruchbetreiber deutlich und dürften auch die finanziellen Möglichkeiten des Landes Burgenland überfordern. Die Umweltorganisation drängt daher auf ein Eingreifen des Bundes und fordert, Mittel aus der Katastrophenhilfe bereitzustellen und einen Rahmen für eine kostengünstige Entsorgung zu schaffen. Zugleich verweist sie auf die Verantwortung des zuständigen Umweltministers, für ausreichend Deponiekapazitäten zu sorgen, um Kostenrisiken zu begrenzen und die logistisch aufwendige Räumung der asbestbelasteten Materialien langfristig planbar zu machen.