Appian und PSI CRO schließen strategische Partnerschaft zur Weiterentwicklung KI-gestützter klinischer Studienprozesse

28.10.2026

Erstes gemeinsames Projekt bildet den Auftakt zu einer umfassenderen Plattformstrategie für die Orchestrierung von Prozessen entlang des gesamten Lebenszyklus klinischer Studien

BERLIN, 28. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Appian [Nasdaq: APPN] und PSI CRO haben heute ihre erste gemeinsame KI-gestützte Lösung zur Prozessorchestrierung vorgestellt. Sie automatisiert die Identifizierung und Auswahl geeigneter Prüfzentren für klinische Studien – über verschiedene Therapiegebiete, Indikationen und Länder hinweg.

Appian and PSI CRO Form Strategic Partnership to Advance AI-driven Clinical Trial Operations

Die jetzt verfügbare Lösung ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen Vision von PSI und Appian: einer skalierbaren Plattform, die Automatisierung, KI-gestützte Funktionen und Prozessorchestrierung für den gesamten Lebenszyklus klinischer Studien verbindet. Gemeinsam schaffen die Unternehmen die Grundlage dafür, Effizienz, Transparenz und Geschwindigkeit in komplexen klinischen Studienprozessen zu verbessern.

KI und Prozessorchestrierung für die komplexe Auswahl von Prüfzentren

Die Auswahl geeigneter Prüfzentren für klinische Studien erfordert eine enge Abstimmung zwischen vielen Beteiligten. Dabei müssen große Mengen an Dokumenten bearbeitet und zahlreiche Aktivitäten parallel in verschiedenen Ländern und Regionen koordiniert werden. Die neue Lösung bündelt bislang manuelle und dezentral organisierte Arbeitsschritte in einem durchgängigen digitalen Prozess – vom Projektstart bis zu den weiteren Phasen der Auswahl der Prüfzentren.

Als anerkannter Leader im 2026 Gartner® Magic Quadrant™ for Business Orchestration and Automation Technologies (BOAT) sind wir überzeugt, dass die Appian-Plattform die Grundlage für diese Lösung bietet. Sie identifiziert und wählt für Auftraggeber die am besten geeigneten Prüfzentren aus, sorgt für mehr End-to-End-Transparenz und ermöglicht eine schnellere Durchführung des Auswahlprozesses.

Die Lösung geht über die Automatisierung einzelner Aufgaben hinaus und orchestriert den gesamten Prozess. Dafür verbindet sie Menschen, Daten, Systeme und KI in einem einzigen Workflow. Sie koordiniert Aktivitäten über Teams und Ländergrenzen hinweg und automatisiert die Verarbeitung von Informationen und Dokumenten. Zudem steuert sie die Weiterleitung von Vorgängen und den Umgang mit Ausnahmefällen und bietet Echtzeit-Einblicke in die Prozessleistung.

Die Lösung ist an die Kernsysteme und das Data Warehouse von PSI angebunden und nutzt zugleich die KI- und Prozessintelligenz-Funktionen von Appian. So entsteht eine skalierbare Grundlage für schnellere Entscheidungen, mehr Konsistenz und kontinuierliche Verbesserungen.

Ausgangspunkt für eine langfristige Plattformstrategie

Die Lösung zur Auswahl von Prüfzentren setzt die Plattformvision von PSI in die Praxis um. Sie verbindet den Anspruch von PSI, klinische Studien planbar durchzuführen, mit den Automatisierungs- und KI-Funktionen von Appian.

„Die KI-gestützte Lösung zur Auswahl von Prüfzentren für klinische Studien ist ein wichtiger Schritt dabei, unsere operativen Prozesse neu zu denken und besser miteinander zu verknüpfen", sagt Kirill Soldatov, Head of Process Improvement bei PSI. „PSI ist dafür bekannt, komplexe klinische Studien termingerecht durchzuführen. Ein stärker vernetztes Betriebsmodell, das Automatisierung, KI-gestützte Funktionen und Prozessorchestrierung in unsere bestehenden Workflows integriert, schafft eine skalierbare Grundlage für eine planbarere, präzisere und pünktlichere Auswahl von Prüfzentren weltweit. Damit wollen wir die Zahl der Prüfzentren, an denen keine Patienten rekrutiert werden, sowie Verzögerungen bei der Patientenrekrutierung weiter reduzieren oder ganz vermeiden."

„Dieses erste gemeinsame Projekt zeigt, welchen Mehrwert KI schaffen kann, wenn sie in Geschäftsprozesse eingebettet ist. Die Lösung unterstützt PSI dabei, Informationen mithilfe von Automatisierung schneller zu verarbeiten und Prozesse durch Orchestrierung transparenter zu steuern. Mit unserer strategischen Partnerschaft wollen wir eine flexible, langfristige Grundlage für weitere Automatisierung und Innovation schaffen", ergänzt Alexander Motie, Regional Vice President DACH & Eastern Europe bei Appian.

Mit dem Start der ersten Lösung wollen PSI und Appian auf dieser Grundlage aufbauen und weitere Anwendungsfälle prüfen, um die KI-gestützte Prozessorchestrierung auf zusätzliche Phasen klinischer Studien auszuweiten. Ziel ist es, klinische Studien zu beschleunigen und besser planbar zu machen. So sollen neue Produkte schneller auf den Markt kommen und die Kosten für Verbraucher sinken.

Erfahren Sie hier, wie Unternehmen aus der Life-Sciences-Branche KI-gestützte Automatisierung nutzen können, um Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

Gartner, Inc. 2026 Magic Quadrant™ for Business Orchestration and Automation Technologies (BOAT). Saikat Ray, Art Villa, Tushar Srivastava, Sachin Joshi, Adam Briggs, Mike Warren. 15. September 2026.

 

Gartner, Inc. 2026 Critical Capabilities for Business Orchestration and Automation Technologies (BOAT). Saikat Ray, Art Villa, Tushar Srivastava, Sachin Joshi, Adam Briggs, Mike Warren. 15. September 2026.

 

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Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act von 1995. Alle Aussagen, bei denen es sich nicht um historische Tatsachen handelt – darunter Aussagen zu künftigen Produktfunktionen, strategischen Plänen und dem Wachstum der Branche –, sind zukunftsgerichtete Aussagen. Sie unterliegen Risiken und Unsicherheiten, aufgrund derer die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich davon abweichen können. Appian übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Über PSI CRO

PSI ist eine weltweit tätige Full-Service-Auftragsforschungsorganisation (Contract Research Organization, CRO). Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, gemessen an seinen Kunden, Prüfärzten, Lieferanten und Mitarbeitenden die beste CRO der Welt zu sein. Ein wesentliches operatives Differenzierungsmerkmal von PSI ist die termingerechte Durchführung klinischer Studien. Auch 2026 liegt dieser Wert weiterhin bei über 90 Prozent.

Das Unternehmen ist auf zulassungsrelevante klinische Studien in den Bereichen Onkologie, Gastroenterologie, Hämatologie, Immunologie, Infektionskrankheiten und Neurologie sowie weiteren Indikationen spezialisiert. PSI verfügt über umfassende Expertise in komplexen Studien an der Spitze der Präzisionsmedizin, darunter Plattform- und Umbrella-Studien sowie Studien zu zielgerichteten Immuntherapien, Radiopharmazeutika sowie Zell- und Gentherapien.

2025 feierte PSI sein 30-jähriges Bestehen als einzige vollständig unabhängige und inhabergeführte mittelständische CRO. Im September 2026 beschäftigte PSI mehr als 3.500 Mitarbeitende in 58 Ländern.

Der globale Hauptsitz befindet sich in der Schweiz: Baarerstrasse 113a, 6300 Zug.

Weitere Informationen finden Sie unter www.psi-cro.com.

Über Appian

Appian bietet KI-gestützte Automatisierung für die wichtigsten Geschäftsprozesse der weltweit größten Unternehmen und Organisationen.

Auf der Appian-Plattform entwickeln Kunden KI-gestützte Prozesse, die Arbeit beschleunigen, Kosten senken und Risiken steuern. Unsere Plattform ist für ihre einzigartige Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit bekannt. Wir automatisieren seit mehr als 25 Jahren Prozesse und verfügen über bewährte Fachkompetenz im Bereich der Unternehmensabläufe.. Für weitere Informationen besuchen Sie appian.de. [Nasdaq: APPN]

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PSI is a leading full-service global CRO (Contract Research Organization). Its key strength is predictable patient enrollment across multiple therapeutic areas.

Appian provides AI automation
 for mission-critical work. We automate complex processes in large enterprises and governments. Our platform is known for its unique reliability and scale. We've been automating processes for more than 25 years and understand enterprise operations like no one
 else. For more information, visit appian.com.
 [Nasdaq: APPN]

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Wie ein verstorbener Sektionschef zum Politikum im U-Ausschuss wurde

08.10.2026

Ein umfangreicher Auswertungsbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu digitalen Daten des verstorbenen Justiz-Spitzenbeamten Christian Pilnacek sorgt für neuen politischen und justizinternen Sprengstoff. Chatprotokolle, E-Mails und weitere Unterlagen zeichnen ein Bild tiefgreifender Konflikte innerhalb der Justiz – insbesondere zwischen der WKStA und Teilen der vorgesetzten Behörden. Parallel dazu bereitet ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Befragung von Schlüsselpersonen vor, um mögliche politische Einflussnahmen auf Ermittlungen rund um Pilnacek und dessen Tod zu beleuchten.

Aus der von der WKStA erstellten Expertise zu Pilnaceks Kommunikationsdaten geht hervor, wie der langjährige Leiter der für Strafrecht zuständigen Sektion im Justizministerium über Jahre hinweg gegenüber der WKStA Stellung bezog. Der Bericht zeigt, dass der damalige Wiener Oberstaatsanwaltschef Johann Fuchs im Juni 2019 in einer internen Nachricht erklärte, er sehe es als Aufgabe seiner Amtszeit, eine von der WKStA angeblich offengelegte „Verkommenheit“ im Berufsstand „mit allen Mitteln zu bekämpfen“. Er bezeichnete Pilnacek darin ausdrücklich als Mitstreiter. In dem Gutachten findet sich zudem Material, aus dem hervorgehen soll, wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft aufgelöst und neu aufgesetzt werden könnte.

Die Auswertung des Laptops und mehrerer Speichermedien Pilnaceks, die in einem rund 440 Seiten starken Bericht zusammengefasst wurde, behandelt auch seine Kontakte in das Umfeld der ÖVP. Der frühere Sektionschef war von 2010 bis 2020 über alle wesentlichen Strafsachen der Republik informiert und konnte als weisungsbefugter Beamter Ermittlungsschritte mitsteuern oder Berichte anfordern. Laut dem Bericht kooperierte er in dieser Zeit eng mit ÖVP-nahen Personen und wirkte an der Verteidigung von Beschuldigten mit. Nach Bekanntwerden einer Audioaufnahme aus dem Sommer 2023, in der Pilnacek Interventionen von ÖVP-Seite beklagte, leitete die WKStA ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter ein; dieser Interventionsakt ist nun ebenfalls Gegenstand des U-Ausschusses.

Der Untersuchungsausschuss, der sich mit den Umständen von Pilnaceks Tod und dem Umgang der Behörden befasst, bekommt das WKStA-Dokument zeitlich passend zur nächsten Befragungsrunde vorgelegt. Zunächst soll ein IT-Experte der WKStA, der für das Auslesen von Datenträgern zuständig ist, Auskunft geben. In den darauffolgenden Tagen werden Exekutivbeamte befragt, darunter der Leiter des Bundeskriminalamts sowie zwei Polizeibeamte aus Niederösterreich, die unter anderem mit Pilnaceks Geisterfahrt Stunden vor dem Fund seiner Leiche in einem Donau-Seitenarm befasst waren. Politisch besonders im Fokus steht der Auftritt von Innenminister Gerhard Karner und dessen Kabinettschefin, nachdem eine vom Ressort in Auftrag gegebene Schulungsunterlage für geladene Auskunftspersonen parteiübergreifend – mit Ausnahme der ÖVP – auf Kritik gestoßen war.

Die Kombination aus internen Justizchats, detaillierter Datenauswertung und politischer Aufarbeitung im Parlament verschärft die Debatte über das Verhältnis zwischen Ministerien, Staatsanwaltschaften und Parteien. Während die WKStA ihre Auswertungsergebnisse in den U-Ausschuss einbringt, suchen Abgeordnete nach Antworten auf die Frage, ob und in welchem Ausmaß versucht wurde, auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen – sowohl in prominenten Wirtschafts- und Korruptionsfällen als auch im Zusammenhang mit den Untersuchungen nach dem Tod eines der einflussreichsten Justizbeamten der vergangenen Jahre.