SHANGHAI, 26. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Ein Nachrichtenbericht von german.shanghai.gov.cn

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft mit Hamburg möchte Shanghai die praktische Zusammenarbeit in den Bereichen umweltfreundliche Schifffahrt, intelligente Häfen, technologische Innovation und städtische Resilienz vertiefen. Zugleich soll der Austausch in den Bereichen Jugend, Kunst, Kultur und Tourismus ausgebaut werden.
Zu diesem Anlass leitete Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher eine Delegation mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die Shanghai am 15. und 16. Oktober besuchte.
Als bedeutende Wirtschaftszentren Deutschlands und Chinas haben die beiden Städte in den vergangenen vier Jahrzehnten eine umfassende Zusammenarbeit in Handel, Wissenschaft, Technologie und Kultur aufgebaut und den Austausch zwischen den Menschen gefördert.
Rund 30 Prozent der im Hamburger Hafen umgeschlagenen Container stammen aus China oder sind dorthin bestimmt. Shanghai dient vielen deutschen Unternehmen als Ausgangspunkt für den Eintritt in den chinesischen Markt. Hamburg wiederum ist für chinesische Unternehmen ein Tor zum deutschen und zum europäischen Markt. Die Güterzugverbindungen zwischen China und Europa verbinden Hamburg zudem auf der Schiene mit chinesischen Städten.
Während seines Besuchs sagte Tschentscher, Hamburg werde trotz Veränderungen im internationalen Umfeld keine Mühen scheuen, die Zusammenarbeit mit Shanghai zu vertiefen.
Die beiden Städte entwickeln einen grünen Schifffahrtskorridor, um den Seeverkehr effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten.
Am 16. Oktober nahmen die Technische Universität Hamburg und Feishu China im Bezirk Qingpu ein gemeinsames Labor für Klimaforschung und Ingenieurwissenschaften in Betrieb. Feishu China ist die chinesische Repräsentanz des Fields Institute for Research in Mathematical Sciences.
Tschentscher sagte, die beiden Städte könnten die Zusammenarbeit im Hightech-Bereich weiter voranbringen, indem sie ihre jeweiligen Stärken nutzten.
Bei einem Besuch bei China Eastern Airlines äußerte Tschentscher die Hoffnung auf die Aufnahme von Direktflügen zwischen Shanghai und Hamburg. Eine solche Flugverbindung würde das Reisen erleichtern und den Austausch in Wirtschaft, Kultur und Tourismus stärken, sagte er.
Während seines Besuchs traf der Bürgermeister zudem 30 Schülerinnen und Schüler aus weiterführenden Schulen aus Hamburg, die sich auf einer Studienreise in Shanghai befanden. Ihre chinesischen Austauschpartner hatten zuvor im Rahmen des Austauschprogramms Hamburg besucht.
Shanghai und Hamburg begründeten ihre Städtepartnerschaft am 29. Mai 1986. Der damalige Erste Bürgermeister Hamburgs, Klaus von Dohnanyi, unterzeichnete die Erklärung im Namen der deutschen Stadt.
Tschentscher berichtete, er habe mit dem inzwischen 98-jährigen Dohnanyi telefoniert, der sich sehr über das Jubiläum gefreut habe. Dohnanyi sei seit Langem davon überzeugt, dass Shanghai und Hamburg eine tiefe Verbundenheit teilten, die auf ihren maritimen Traditionen und ihrer Weltoffenheit beruhe.
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Bei den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) steht ein markanter Wechsel an der Spitze an: Mit 1. Dezember übernimmt die deutsch-österreichische Kulturmanagerin Andrea Pier die Geschäftsführung des städtischen Theaterkonzerns von Franz Patay. Der 65-Jährige hatte die VBW seit 2016 geleitet und war insgesamt zehn Jahre in geschäftsführender Verantwortung. Unter seinem Kommando mussten die Häuser – Raimund Theater, Ronacher und das Musiktheater an der Wien – heuer Einsparungen von fünf Millionen Euro verkraften, womit das Jahresbudget auf 51 Millionen Euro sank. Der Führungswechsel erfolgt damit in einer Phase, die von Budgetdruck und Konsolidierungszwängen geprägt ist.
Mit Pier steht erstmals offiziell eine Frau dauerhaft an der Spitze der Vereinigten Bühnen Wien; ein nur kurzes Interregnum von Lia Metchev-Herbst im Jahr 2016 ausgenommen. Die 1969 in Bielefeld geborene Managerin setzte sich in einem von der externen Personalberatung Christoph la Garde organisierten Auswahlverfahren gegen 18 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Die Hearing-Kommission – unter anderem mit der VBW-Aufsichtsratsvorsitzenden Elisabeth Freismuth, der Direktorin des Jüdischen Museums Wien, Barbara Staudinger, sowie Wien-Holding-Geschäftsführerin Karin Ramser – entschied sich einstimmig für Pier und hob insbesondere ihre Doppelkompetenz im öffentlichen Kultursektor und in der Privatwirtschaft hervor.
Pier war in den vergangenen fünf Jahren als Managing Director maßgeblich für das Projekt Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 verantwortlich und zuvor zwei Jahrzehnte in unterschiedlichen leitenden Funktionen beim Musical- und Theaterkonzern Stage Entertainment tätig. Dort leitete sie unter anderem das traditionsreiche Theater des Westens in Berlin und verantwortete das Tourgeschäft. Mit Blick auf die Sparvorgaben in Wien verweist sie auf ihre Erfahrung im privatwirtschaftlichen Umfeld: Entscheidend sei, „die richtigen Weichen zu stellen, um weiterhin die künstlerische Exzellenz hochzuhalten“. An der internen Budgetverteilung zwischen Oper und Musical sieht sie derzeit keinen Änderungsbedarf und kündigt an, vorerst auf Kontinuität zu setzen.
Trotz zusätzlicher Konkurrenz durch das im Bau befindliche private „Theater im Prater“ zeigt sich Pier gelassen. Wichtiger als strukturelle Eingriffe sei für sie ein klarer künstlerischer Kurs, den sie mit „großem Tatendrang“ ab Dezember in Wien verfolgen will. Für die Stadt markiert ihre Bestellung auch eine personelle Weichenstellung: Vizebürgermeisterin Barbara Novak und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, die Pier im Ronacher gemeinsam mit Wien-Holding-Chefin Ramser präsentierten, betonten die Bedeutung ihrer langjährigen Musical- und Managementerfahrung für die künftige Positionierung der Vereinigten Bühnen Wien im internationalen Wettbewerb.